Deutschlandtreffen

"Deutschlandtreffen" in Tettau - das sagt Beatrix von Storch über Spaltung und Radikalisierung

In der Tettauer Festhalle trifft sich am Dienstag die "Alternative Mitte", eine Gruppe der AfD. Vor der Halle wird protestiert, wir berichten aus der Halle.
In der Tettauer Festhalle traf sich sich am Dienstag die "Alternative Mitte", eine Gruppe der AfD. Prominenteste Rednerin war die stellvertretende Bundesvorsitzende Beatrix von Storch. Foto: Marian Hamacher
 
Beim Deutschlandtreffen der "Alternativen Mitte", einer innerparteilichen Gruppe der AfD in Tettau im oberfränkischen Landkreis Kronach hat Beatrix von Storch zu den etwa 200 bis 250 Versammelten gesprochen. Vor der Halle protestieren während der Veranstaltung mehrere Dutzend Menschen von der "Aktionsgemeinschaft für ein buntes Leben" gegen die Veranstaltung.

Beatrix von Storch sprach in ihrer Rede auch über den kürzlich erfolgten Partei- und Fraktionsaustrifg von Frauke Petry: Abspaltungen seien normal, so von Storch. Zunächst hätten Professoren die Partei verlassen, nun ein Ehepaar. Die Partei lasse sich aber nicht spalten oder in Streitigkeiten drängen lassen. Beatrix von Storch verkündete, dass eine für die Mitte wählbare Alternative etwas seien, wovor sich Angela Merkel und die CSU fürchteten. Um das zu sein, müssten sich das liberale und das nationalkonservative Lager in der AfD zusammenfinden.

Die Partei weise die Vorwürfe zurück, völkischen Nationalismus zu vertreten, der Begriff sei "historisch verbrannt". Stattdessen sei man sich der Verantwortung zur NS-Zeit bewusst - sie sei eine Mahnung zu Freiheit und Demokratie, so von Storch.



Man wende sich aber offen gegen Masseneinwanderung und sei auch die einzige Partei, die sich gegen die Islamisierung wehren würde. Franz-Josef Strauß, sagte Beatrix von Storch, sei der AfD nicht beigetreten - er hätte sie gegründet.

Auch zum Grund, warum die AfD-Gruppe sich in Tettau trifft, hörte man etwas auf dem "Deutschlandtreffen": Am Tag der Einheit liege ein Ort wie Tettau, wo zur Zeit des Kalten Kriegs die innerdeutsche Grenze mit dem Todesstreifen verlief, nahe.

Vor der Halle protestieren während der Veranstaltung mehrere Dutzend Menschen gegen die Veranstaltung. "Hass ist keine Alternative", war auf den Plakaten zu lesen. Mit Trillerpfeifen setzten sie ein lautstarkes Zeichen gegen die Partei. "Die Veranstaltung verläuft friedlich", sagte Polizei-Einsatzleiter Markus Löffler.

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