Bundestagswahl 2017

Bundestagswahl 2017: Termin, Ablauf, Umfragen und Prognosen

An diesem Datum wird gewählt: Am 24. September 2017 wird der 19. Deutsche Bundestag bestimmt. Informationen rund um die Bundestagswahl 2017.
An diesem Datum wird gewählt: Am 24. September 2017 wird der 19. Deutsche Bundestag bestimmt. Informationen rund um die Bundestagswahl 2017. Foto: Pixabay
 
Am 24. September wird der 19. Deutsche Bundestag gewählt. Der Termin der Bundestagswahl2017 ist vom damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck am 24. Januar bestätigt worden. An diesem Tag sind etwa 60 Millionen Wahlberechtige in der Bundesrepublik dazu aufgefordert, ihre Erst- und Zweitstimmen zu vergeben. Entweder in der Wahlkabine oder per Briefwahl ist es möglich, an der Abstimmung teilzunehmen, die festlegt wie das Parlament, der Bundestag, zusammengesetzt sein wird.

In Bayern stellen 21 Parteien ihre Liste zur Wahl, viele davon stellen auch Direktkandidaten in den Wahlkreisen auf, darunter auch in den 16 fränkischen Wahlkreisen.

Prognosen sehen derzeit die Union aus CDU/CSU vorne, welche Parteien letztlich die Regierungskoalition bilden, steht aber alles andere als fest. MIt entscheidend für den Wahlausgang wird sein, wie die kleinen Parteien abschneiden. So ist fraglich, ob die AfD dieses Mal den Einzug ins Parlament schafft und ob die FDP nach einer Legislaturperiode Pause es wieder schafft, im Bundestag vertreten zu sein.


Kanzlerin Merkel kommt nach Bayreuth

Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Sommer regelmäßig nach Bayreuth reist, hat Tradition. Doch am Donnerstag (19.30 Uhr) kommt die CDU-Chefin nicht als Opern-Fan zu den Richard-Wagner-Festspielen, sondern als Wahlkämpferin: Vor der Kulisse des Alten Schlosses will sie am Abend in der oberfränkischen Stadt eine Rede halten. Es ist auf ihrer Wahlkampftour durch die Republik ihr erster Termin in Bayern.

Mit Spannung wird erwartet, ob sie Position zum Streitthema Flüchtlings-Obergrenze bezieht. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) setzt zwar nach wie vor auf eine Begrenzung des Flüchtlingszuzugs - nennt sie aber nicht mehr ausdrücklich als Bedingung für eine Koalition nach der Bundestagswahl. Merkel hat sich dagegen immer gegen eine Obergrenze ausgesprochen.

Die Kanzlerin wird noch zu einigen weiteren Wahlkampfterminen im Freistaat erwartet; am Freitag etwa tritt sie im unterfränkischen Bad Kissingen auf. Kurz vor der Wahl am 24. September wird sie in der Landeshauptstadt München sprechen.


Bundestagswahl: Umfrage zeigt: Viele Wähler sind noch unentschlossen

Wie eine Umfragezeigt, wissen fast 50 Prozent der Wähler noch nicht, bei wem sie am 24. September bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag ihre Kreuze machen sollen. So viele Menschen waren seit 20 Jahren nicht mehr unsicher vor einer Bundestagswahl, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Mittwoch. Auf der anderen Seite ist aber auch der Anteil der Wähler, die bereits jetzt wissen, wen sie wählen werden, mit 45 Prozent so hoch wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Viele, etwa drei Viertel der Befragten, denken, die Wahl sei schon entschieden. Momentane Prognosen gehen zwar von einer klaren Dominanz der Union unter Angela Merkel aus, aber entschieden ist noch nichts, da viele Variablen noch den Ausgang der Bundestagswahl beeinflussen können. So wird die Frage, ob die AfD die fünfprozenthürde meistert, mit darüber entscheiden, wie eine Koalition in Berlin in Zukunft aussehen könnte. Die FDP will ebenfalls in den Bundestag, in den sie 2013 zum ersten Mal nicht eingezogen ist. Die Grünen und die Linke sind dagegen wohl sicher im Bundestag vertreten.


Bundestagswahl 2017: die jüngsten Umfragen

Bei einer Umfrage des Forschungsinstituts Emnid zur Bundestagswahl kommen CDU/CSU auf 38 Prozent, die SPD verkürzt den Abstand leicht und kommt auf 24 Prozent. Die Partei "Die Linke" wird nach dieser Umfrage drittstärkste Kraft mit 10 Prozent, FDP und AfD kämen auf 8 Prozent, die Grünen verlieren einen Punkt und kommen auf 7 Prozent.

Laut einer Umfrage des Institus GMS im Auftrag von Sat1-Bayern verliert die AfD an Zustimmung in Bayern. Demnach kommt sie nur noch auf 6 Prozent, nach einer Hochphase im Februar, als sie noch auf 10 Prozent der Stimmen hoffen konnte. Die CSU bleibt in Bayern stabil bei 48 Prozent, während die SPD mit 19 Prozent weiter auf niedrigem Niveau bleibt. Die FDP kommt in Bayern auf 9 Prozent Zustimmung, die Linke auf 3 Prozent, die Grünen auf 8 Prozent und die Freien Wähler auf 3 Prozent.

Wie lange haben die Wahllokale in Bayern geöffnet?

Gewählt wird am Sonntag, dem 24. September von 8 bis 18 Uhr in den Wahllokalen der jeweiligen Stimmbezirke. Schulen und Turnhallen fungieren meist als Wahllokale. Erste Prognosen und Hochrechnungen sind am Wahlabend wenige Minuten nach 18 Uhr zu erwarten.

Wahlberechtigte Bürger können zwei Stimmen abgeben - die Erst- und die Zweitstimme. Mit diesen Stimmen wählen sie einen Direktkandidatenoder eine -kandidatin sowie eine Parteiliste im jeweiligen Bundesland.

Welche Parteien kann ich wählen?

In Bayern stehen 21 Parteienzur Wahl - die Zulassung zur Wahl hatten 23 Parteien beantragt, jedoch lehnte der der Landeswahlleiter in Bayern zwei Parteien ab: Die Violetten sowie die Partei "Unabhängige" wurden zurückgewiesen. Teilweise erfolgte die Zulassung nach Streichung einzelner Bewerber, für die erforderliche Nachweise nicht beigebracht wurden.

Als sehr wahrscheinlich gilt der Einzug folgender Parteien in den Bundestag: CDU/CSU, SPD, die Grünen, die Linke. Die FDP, lange im Bundestag vertreten und 2013 an der 5-Prozent-Hürde gescheitert, bangt um den Wiedereinzug, die AfD hofft bei ihrer zweiten Bundestagswahl auf den Einzug ins Parlament. Bei der Wahl 2013 war die Partei noch knapp an der 5-Prozent-Hürde gescheitert.

Bei der Bundestagswahl 2017 wird inFranken.de in Zusammenarbeit mit er Bundeszentrale für politische Bildung den Wahl-O-Mat anbieten. Nutzer können hier ihre Positionen mit denen der Parteien abgleichen und erhalten eine unverbindliche Wahlempfehlung.

Die letzte Bundestagswahl

Die letzte Bundestagswahl fand am Sonntag, 23. September 2013 statt. Hier geht es zu den Ergebnissen der Bundestagswahl 2013.
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