Skandal um Seniorenresidenz in Gleusdorf




Skandal um Seniorenresidenz in Gleusdorf  |  Bereits seit längerem wurde gegen Verantwortliche der Seniorenresidenz Schloss Gleusdorf ermittelt. Grund dafür waren zwei Strafanzeigen im Mai und Juni diesen Jahres. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Misshandlung von Schutzbefohlenen. Am Donnerstagmorgen (24.11.2016) durchsuchten Beamte der extra eingerichteten Ermittlungskommission Kriminalpolizeiinspektion Schweinfurt die Anlage der Seniorenresidenz in Untermerzbach (Lkr. Hassberge). Zudem wurden zwei Haftbefehle vollstreckt, wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags. Diese wurden von der Staatsanwaltschaft beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bamberg gegen die Geschäftsführerin und den Pflegedienstleiter beantragt. Die beiden Personen werden nun dem Haftrichter vorgeführt. Zu Grunde gelegt wurde den Durchsuchungsbeschlüssen und den Haftbefehlen unter anderem auch der Vorwurf des Austausches von Medikamenten, unangemessene Sanktionen gegenüber Heimbewohnern, sowie verschiedene kleinere Vermögensdelikte. Zeugenaussagen wurden zu diesen Verdachtsfällen bereits im Vorfeld aufgenommen. Zusätzlich wurden Anfang November dieses Jahres Vorwurfe geäußert, dass eine fehlerhafte medizinische Versorgung bzw. eine unterbliebene ärztliche Behandlung oder die unterbliebene Einweisung von Heimbewohnern ins Krankenhaus zu Todesfällen geführt haben soll. Ein Heimbewohner soll nach einem Sturz über mehrere Tage ohne ärztliche Versorgung gewesen und deswegen verstorben sein. Die Beamten stellten nicht nur im Seniorenheim Behandlungsunterlagen und Dienstpläne sicher, sondern führten auch Durchsuchungen bei einem Arzt durch, der für das Seniorenheim tätig war. Hier wurden Patientenunterlagen der betreffenden Heimbewohner sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft zog zur weiteren Klärung einen rechtsmedizinischen Sachverständigen hinzu. Foto: NEWS5 / Herse |  Aufrufe:  |  24.11.2016  | (C) News5



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