Bayreuth
Basketball

Jena schnuppert am Sieg

Science City Jena liegt bei Medi Bayreuth lange in Führung, muss sich aber am Ende doch noch mit 84:92 geschlagen geben.
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Der Bayreuther de'Mon Brooks räumt beim Korbleger den Jenaer Marcos Knight (vorne) ab. Foto: Peter Mularczyk
Der Bayreuther de'Mon Brooks räumt beim Korbleger den Jenaer Marcos Knight (vorne) ab. Foto: Peter Mularczyk
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Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth musste gegen den starken Aufsteiger Science City Jena vor 3129 Zuschauern alle Register ziehen, um am Ende mit 92:84 (42:49) den 16. Saisonsieg einfahren und damit den Vier-Punkte-Vorsprung auf die schärfsten Verfolger aus Berlin und Bonn verteidigen zu können.

Bayreuth startete stark und konnte das erste Viertel mit 30:22 (10.) gewinnen, doch Jena meldete sich im zweiten Viertel zurück. Mit variierenden Verteidigungsvarianten gelang es den Thüringern, das Bayreuther Offensivspiel vorübergehend fast zum Erliegen zu bringen: Andersons Dreier zum 40:34-Zwischenstand in der 15. Minute war der letzte Bayreuther Feldkorb vor der Pause. Dann marschierten die Gäste mit einem 15:2-Lauf zu einer 42:49-Pausenführung (20.).

Nach dem Seitenwechsel kontrollierten zunächst weiter die Saalestädter die Partie. Die Wagnerstädter hatten vor allem mit dem auf Shaquille Goodwin ausgerichteten Offensivspiel der Gäste ihre Probleme. Ein ums andere Mal konnte der Jenaer "Big Man" den Ball in den Korb drücken, per Alley Oop sorgte er in der 23. Minute für die höchste Führung der Gäste: 56:47.

Doch dann kamen die Bayreuther zurück. De'Mon Brooks ließ einem Drei-Punkt-Spiel einen Dreier zum 53:56 (25.) folgen. Trey Lewis sorgte wenig später für den erneuten Führungswechsel, als er einen seiner insgesamt vier Dreier zum 66:65 (29.) verwandelte. Jena drehte das Spiel vor dem Schlussviertel jedoch nochmals und ging mit einem Zähler Vorsprung (68:69) in die letzten zehn Minuten.

Der Anfang des letzten Abschnitts gehörten wieder den Thüringern. Marcos Knight traf an der Freiwurflinie zum 76:71 für die Gäste (34.). Dann übernahm bei Bayreuth Topscorer Trey Lewis, der am Ende mit 31 Punkten eine neue persönliche Saisonbestleistung aufstellte, die Verantwortung. Nach zwei Freiwürfen netzte er einen Dreier zum 76:76 (36.) ein, anschließend holte der blendend aufgelegte Assem Marei (12 Punkte, 10 Rebounds) die Führung zurück, die Steve Wachalski - ebenfalls per Dreier - auf 81:77 (37.) ausbauen konnte.


Starke Freiwurfquote

Jena gab aber noch immer nicht auf. Ein weiterer Offensivrebound mit anschließendem Korberfolg von Marei sowie eine hervorragende Freiwurfquote waren notwendig, um die Thüringer niederzuringen.
Der Jenaer Trainer Björn Harmsen sagte: "Es war eine großartige Leistung meiner Mannschaft, weil wir gegen ein Team, das zurecht dort oben steht, eine sehr gute Partie gespielt haben. In der zweiten Halbzeit war das Spiel offen, Kleinigkeiten haben am Ende entschieden."

Sein Bayreuther Pendant Raoul Korner lobte den Gegner aus Thüringen: "Die Art und Weise, wie Jena spielt, ist eine Auszeichnung für den Coach. Es war wie im Hinspiel eine Schlacht. Wir haben uns verunsichern lassen, weil wir Würfe nicht getroffen haben. Mit viel Herz haben wir uns dann in die Partie zurückgekämpft. Es zeichnet uns aus, immer wieder einen Weg zu finden, um das Spiel zu gewinnen."

Medi Bayreuth - Science City Jena 92:84 (30:22, 12:27, 26:20, 24:15)
Medi Bayreuth: Lewis (31/4), Brooks (20/2), Marei (12), Wachalski (11/3), Anderson (10/2), Gonzalvez (4), Seiferth (2), Linhart (2), Doreth.

Science City Jena: Goodwin (21/1), Jenkins (17/5), Knight (9), Bernard (9/3), Haukohl (5), McElroy (5/1), Mackeldanz (5), Clay (4), Schmidt (4), Reyes-Napoles (3/1), Wolf (2).
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