Bayreuth
Basketball

Bayreuther fegen Braunschweig vom Parkett

Medi Bayreuth hat seine Erfolgsserie in der Basketball-Bundesliga fortgesetzt und gegen die Löwen Braunschweig einen 96:48-Kantersieg gefeiert.
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Der Bayreuther Kyan Anderson schleicht sich am Braunschweiger Jannik Freese vorbei. Foto: Peter Mularczyk
Der Bayreuther Kyan Anderson schleicht sich am Braunschweiger Jannik Freese vorbei. Foto: Peter Mularczyk
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Die Wagnerstäder fegten die Löwen Braunschweig mit 96:48 (16:12, 31:15, 25:5, 24:16) aus der Oberfrankenhalle. Es war der vierte Sieg im fünften Saisonspiel für das Medi-Team, das damit seine Position im Spitzenfeld der Tabelle festigte. Mit 8:2 Zählern liegen die in der Vorsaison fast abgestiegenen Bayreuther sensationell auf Rang 4. Nur die Spitzenteams Brose Bamberg, FC Bayern München und Ratiopharm Ulm sind derzeit besser.

Die Geschichte des vierten Bayreuther Saisonsieges in Serie, der der höchste Erfolg seit dem Wiederaufstieg in die 1. Liga 2010, ist schnell erzählt. Nur acht Minuten konnten die Niedersachsen die Partie ausgeglichen gestalten (10:10), mit der Einwechslung von Kapitän Bastian Doreth und Center Assem Marei brachte Medi-Trainer Raoul Korner gegen sein Ex-Team reichlich Zusatzenergie in die Partie, der die Löwen nicht gewachsen waren.

Mit sechs Punkten in Serie konnten sich die Bayreuther erstmals leicht absetzen und beim Stand von 16:12 (10.) in die erste Viertelpause gehen. Danach drehte Bayreuths Topscorer Trey Lewis (26 Punkte/6 Dreier) auf: Mit zwei Dreiern in kurzer Folge sorgte der US-Guard für die erste zweistellige Führung (23:12, 12.), sein Korbleger nach 360 Grad-Drehung in der Luft zum 36:21 (16.) war das Highlight der Partie schlechthin. Auch der Ex-Braunschweiger Robin Amaize überzeugte gegen seinen letztjährigen Arbeitgeber. Der Nachwuchsspieler zeigte mit insgesamt 17 Punkten (3 Dreier), fünf Rebounds und drei Ballgewinnen sowie einer starken Defensivleistung als Sonderbewacher gegen Braunschweigs Dyshawn Pierre seine beste Saisonleistung. Genauso wie Centerspieler Andreas Seiferth, der sich in die Partie hineinarbeitete und am Ende mit einem Double-Double (14 Punkte, 12 Rebounds) zu glänzen wusste.

Bereits beim Halbzeitstand von 47:27 war somit eine Vorentscheidung gefallen, doch die Bayreuther ließen auch danach nicht locker und verzückten ihr Publikum mit spektakulären Aktionen und nicht enden wollendem Korbhunger: Bis auf 55 Punkte (96:41, 39.) konnten sich die Korner-Schützlinge absetzen, bevor den komplett überfordert wirkenden Gästen noch ein wenig Ergebniskorrektur glückte.

"Ich glaube, dass das Ergebnis so deutlich war, wie das Spiel auch. Für uns gilt es, nicht abzuheben, sondern konzentriert weiter zu arbeiten. Ich denke, das war für unsere Fans heute ein schöner Abend und ich bin froh, dass wir ihnen das eine oder andere Spektakuläre bieten konnten. Es ist ein wichtiger und für unsere Ziele notwendiger Sieg. Wir müssen das Spiel abhaken und nach zwei Tagen Regeneration, die sich die Mannschaft verdient hat, den Fokus auf Gießen zu richten!", war Korner nach der Partie sichtlich zufrieden, gedanklich aber auch schon bei der nächsten Aufgabe am kommenden Wochenende.

"Das war ein wahnsinnig starker Bayreuther Auftritt. Wir waren von der ersten Minute an chancenlos", gratulierte Gästecoach Frank Menz beeindruckt von den Oberfranken.


Medi Bayreuth- Basketball Löwen Braunschweig 96:48 (16:12, 31:15, 25:5, 24:16)

Medi Bayreuth: Lewis (26/6 Dreier), Amaize (17/3), Seiferth (14/0), Brooks (13/0), Linhart (11/1), Anderson (5/0), Wachalski (3/1), Doreth (3/0), Trieb (2/0), Marei (2/0), Dejworek.
Basketball Löwen Braunschweig: Groselle (13), Medlock (10/2), Theis (6/2), Simon (5/1), Figge (3/1), Schwartz (3/1), Pierre (3/0), Freese (3/0), Guyton (2/0), Ebert, Klepeisz, Lagerpusch.
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