Bayreuth
Abschlussgutachten

Gutachten zur rätselhaften DNA-Spur von Uwe Böhnhardt im Fall Peggy

Nachdem an sterblichen Überresten von Peggy DNA-Spuren Uwe Böhnhardts gefunden wurden, wurden die genauen Zusammenhänge intensiv untersucht.
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Nachdem an sterblichen Überresten von Peggy DNA-Spuren Uwe Böhnhardts gefunden wurden, wurden nun die genauen Zusammenhänge untersucht. David-Wolfgang Ebener/dpa
Nachdem an sterblichen Überresten von Peggy DNA-Spuren Uwe Böhnhardts gefunden wurden, wurden nun die genauen Zusammenhänge untersucht. David-Wolfgang Ebener/dpa
Auch ein abschließendes Gutachten zu einer DNA-Verbindung zwischen dem Mordfall Peggy und dem NSU-Mitglied Uwe Böhnhardt hat den genauen Übertragungsweg nicht klären können.

Nachdem Mitte Oktober 2016 die sterblichen Überreste von Peggy gefunden worden war, war an einem winzigen Textilteilchen eine DNA-Spur von Uwe Böhnhardt festgestellt worden. Zur Abklärung des überraschenden Fundes wurden die Abläufe der Spurensicherung und der Spurenauswertung von der SOKO Peggy und der Staatsanwaltschaft Bayreuth eingehend nachvollzogen und intensiv hinterfragt.

Die DNA-Spur stammt nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberfranken zwar von einem Kopfhörer Böhnhardts, der Mitglied im "Nationalsozialistischen Untergrund" war - muss aber erst bei den Ermittlungen am Fundort der Knochen übertragen worden sein. Dass eine Verunreinigung Ursache für den Spurenfund war, hatten die Ermittler bereits vermutet.

Der konkrete Übertragungsweg der DNA von Uwe Böhnhardt an den Auffindeort in Rodacherbrunn kann allerdings nicht mehr geklärt werden. Denn aus dem nun vorliegenden abschließenden Gutachten des hierfür beauftragten Instituts geht hervor, dass an den untersuchten Gerätschaften der Tatortgruppe des LKA Thüringen, darunter auch ein Winkelmaßstab, keine DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt oder von Peggy Knobloch festgestellt werden konnten.

Die DNA-Spur des Uwe Böhnhardt steht nicht im Zusammenhang mit dem Tod von Peggy Knobloch. Die gutachterlichen Ergebnisse sind mittlerweile an das LKA Thüringen für weitere qualitätssichernde Maßnahmen übergeben worden. Die umfangreichen Ermittlungen der SOKO Peggy und der Staatsanwaltschaft Bayreuth zur Aufklärung des Falles Peggy Knobloch dauern aber weiterhin an.


2001 war die damals neun Jahre alte Schülerin im oberfränkischen Lichtenberg spurlos verschwunden. Der Mordfall ist bis heute nicht aufgeklärt. Im vergangenen Sommer entdeckte ein Pilzsammler zufällig die sterblichen Überreste des Mädchens im Grenzgebiet zwischen Bayern und Thüringen. Bei der Auswertung des gesicherten Materials wurde an einem Textilteilchen Genmaterial von Böhnhardt gefunden.
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