Bayreuth
Sehenswürdigkeiten

Burgen & Schlösser in und um Bayreuth

Ob Märchenschloss oder Ritterburg: Sie sind oft beeindruckende Zeitzeugen aus vergangenen Jahrhunderten. Hier sind die schönsten aus dem Landkreis Bayreuth.
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Eremitage: Altes Schloss & Neues Schloss
Bereits 1715 wurde das Alte Schloss von Markgraf Georg Wilhelm in der Bayreuther Eremitage errichtet. Es besticht vor allem durch die nachträgliche Erweiterung der Markgräfin Wilhelmine um ein Japanisches Kabinett und ein Chinesisches Spiegelkabinett. Diese Räumlichkeiten können auch in Führungen besichtigt werden. 1749 startete der Bau des Neuen Schlosses, welches nicht betreten werden kann, aber ein atemberaubender Blickfang ist, da die Fassade komplett aus Glasflüssen und Bergkristallen besteht. Zusätzlich bietet sich die Parkanlage um die Schlösser wunderbar für gemütliche Spaziergänge an.


Neues Schloss Bayreuth
Nachdem das vorherige Schloss niederbrannte, ließ Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth kurzerhand die neue Stadtresidenz errichten. Das Schloss ist im Rokoko-Stil erbaut und enthält zahlreiche Blumenranken, Spalierzimmer und Grotten. Besonders beeindruckend sind der Salon mit Golddecke und das Palmenzimmer mit Nussholzvertäfelung.

In dem Schloss befinden sich mittlerweile mehrere Ausstellungen, wie "Das Bayreuth der Markgräfin Wilhelmine" oder "Galante Miniaturen - Sammlung Dr. Löer". Führungen durch den Italienischen Bau finden mehrmals täglich statt.

 

 


Schloss Unteraufseß
Die malerisch wirkende Burg liegt an einem vorspringenden Felsrücken in der Fränkischen Schweiz. Der Ort Aufseß war häufig Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen, weswegen die Burg, das heutige Schloss, mehrfach zerstört und wiedererbaut wurde. Das heutige Aussehen und der schlussendliche Name stammen aus dem 17. Jahrhundert. Die heutige Anlage besteht aus der alten Burganlage, dem Schloss und einer evangelischen Kirche. In den Räumlichkeiten des Schlosses sind Ahnenbilder, Deckenverzierungen und Mobiliar aus der Barockzeit zu bewundern.

Ebenso kann man in einer Suite oder einem Zimmer des Schlosses den Urlaub genießen, sowie Säle für Hochzeiten und andere Festlichkeiten mieten.


Burg Pottenstein
Die Burg Pottenstein wurde voraussichtlich im 11. Jahrhundert gegründet und diente als Sicherung des Gebietes zwischen Obermain und Pegnitz nach Südosten. Nach fast 700-jähriger Zugehörigkeit zum Bistum Bamberg ist sie jetzt ein privat geführtes und bewohntes Museum. Hier finden sich Waffensammlungen und andere frühgeschichtliche Objekte wie auch Schauräume und historische Ausstellungen.

Im Jahr 1228 bewohnte die ungarische Königstochter und Landgräfin von Thüringen, die Heilige Elisabeth, die Burg. Daran erinnern heute noch das als Gedenken eingerichtete "Elisabethzimmer" und eine große Dauerausstellung.

Auch der Burghof, Teile des Palas, das Brunnenhaus und die Zehntscheune sind begehbar.

Burg Rabenstein
Südwestlich von Bayreuth in der Fränkischen Schweiz befindet sich die Burg Rabenstein, eine ehemalige hochmittelalterliche Adelsburg. Die älteren Teile des Baus entstanden im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts. Im folgenden Jahrhundert wurde die Anlage um die Vorburg erweitert. Auch diese Burg wurde des Öfteren zerstört und wieder erneuert. 1742 starb das Geschlecht der von Rabenstein aus und die Anlage ging an die Grafen von Schönborn-Wiesentheid über.

Heute wird sie aufgrund ihrer Prunksäle und Größe als Rahmen für Hochzeiten und andere Feiern sowie als Hotel genutzt. Tagsüber können nicht nur die Säle und Kammern der Burg begutachtet werden, sondern auch Auflüge in die Tropfsteinhöhle oder die anliegende Falknerei unternommen werden.

 

 

 


Burg Waischenfeld
Zwischen Bayreuth und Bamberg liegt der Ort Waischenfeld, über dem eine Burgruine thront. Die Felsenburg wurde im Jahr 1122 das erste Mal erwähnt. Nach dem Aussterben des Geschlechtes der von Waischenfelds gelangten Burg und Herrschaft an das Geschlecht von Greifenstein und Schlüsselberg. 1348 ging die Anlage in den Besitz des Bistums Bamberg über. In den Folgejahren wurde die Burg in zahlreichen Schlachten und Aufständen zerstört und diente zuletzt nur noch als Getreideboden. 1980 wird die Burg letztlich saniert und das ehemalige Oberamtschloss ausgebaut.

Heute können die Räumlichkeiten für Hochzeiten, Events oder Tagungen gemietet werden. Einmal jährlich findet auf Burg Waischenfeld das Ritterfest statt. Besonders für Familien und deren Kinder ist dies ein willkommenes Spektakel.


Schloss Fantaisie
Das Schloss in Donndorf, fünf Kilometer westlich von Bayreuth, wurde von 1761 bis 1763 als Sommerresidenz für das Markgrafenpaar Wilhelmine und Friedrich erbaut. Das Markgrafenpaar starb aber noch vor der Fertigstellung des Schlosses und es ging in den Besitz ihrer Tochter Friederike über. Von ihr stammt auch der Name, den das Schloss bis heute trägt. Nach Friederikes Tod wurde das Schloss mehrmals umgebaut sowie die Gartenanlagen anglisiert. Dadurch verlor das Anwesen viel seines ursprünglichen Flairs. Erst seit einigen Jahren wird der Garten wieder in seinen Urzustand versetzt.

Seit dem Jahr 2000 befindet sich das erste deutsche Gartenmuseum im Schloss Fantaisie. Führungen sind auf Anfrage möglich, aber auch alleine kann man die Räumlichkeiten betreten.
Die Säle und der Gartenpavillon eignen sich für Empfänge, Feierlichkeiten und Ausstellungen aller Art.


Burg Zwernitz
Die auf einem schmalen Felsen thronende Burg in Wonsees wurde erstmals im Jahr 1156 urkundlich erwähnt. Um 1300 wurde sie Amtssitz des Burggrafen von Nürnberg und ging später in den Besitz der Bayreuther Markgrafen über. Viele Teile der spätromanischen Burg sind noch gut erhalten und finden sich in den typischen Buckelquadern wieder. Markgraf Friedrich ließ die Anlage 1740 wieder instand setzen, da ab dieser Zeit auch der Felsengarten Sanspareil direkt neben der Burg angelegt wurde.

In der Burg befindet sich mittlerweile eine Dauerausstellung, welche sich mit der Jagd in den Markgrafentümern beschäftigt. Hier gibt es gerade für Kinder einige Mitmachstationen, die sie spielerisch an die Themen Rittertum und Jagd heranführen. Auch können die Besucher einiges über die Geschichte der Burg selbst und ihre Bewohner, wie auch den Ort Sanspareil erfahren.


Schloss Freienfels
Im 13. Jahrundert wurde eine mächtige Burg im Hollfelder Stadtteil Freienfels von Ritter Otto von Aufseß erbaut. Den Namen "Freienfels" erlangte sie, da sie auf einem freien Felsen steht, welcher vom Tal durch einen steil abfallenden Felsen und von der Bergseite her durch zwei Gräben geschützt ist. Die im Bauernkrieg stark zerstörte Burg wurde nach ihrem Wiederaufbau von Schweden und Bambergern abwechselnd besetzt. Immer wieder viel sie an das Bistum Bamberg zurück. 1690 entschied sich Domkapitular Carl Sigmund, Freiherr von Aufseß, dazu, die zerfallene Burg abreißen zu lassen und errichtete stattdessen das bis heute erhaltene Schloss an ihrer Stelle.

Jeden Samstag findet um 14 Uhr eine Führung durch das Schloss statt.


Burg Wiesentfels
Im engen Tal der Wiesent liegt das Dorf Wiesentfels. Auf einem hohen Felsen ragt hier das verwinkelte Anwesen empor. Die bestehende Burg wurde 1476 von Dietz und Otto von Giech erbaut. Die Anlage wechselte häufig die Geschlechtslinien und diente immer wieder anderen Zwecken, wie als Flüchtlingslager in der Nachkriegszeit 1946 oder als Warenlager der Nürnberger Polizei. Heute ist sie in Privatbesitz.Die Schlosskapelle ist für standesamtliche Trauungen nutzbar.

Jedes Jahr findet zwischen den Burgmauern der Fränkische Theatersommerstatt. Außerdem kann die Burg von Mai bis September jeden Sonntag um 14 und 15 Uhr besichtigt werden.

 

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