Am späten Dienstagabend ist es auf der Autobahn A3 bei Weibersbrunn (Lkr. Aschaffenburg) zu einem schweren Unfall gekommen, wie die Polizei vermeldet. Gegen 23 Uhr hat der Fahrer eines 40-Tonners sein Gefährt am Ende des Beschleunigungsstreifens der Anschlussstelle Weibersbrunn geparkt, weil er eine Lenkzeitpause einlegen musste.

Knapp eine halbe Stunde später prallte ein unbesetzter Linienbus von links hinten auf den Lkw. Der Fahrer des Busses hat den Lkw aus bislang ungeklärter Ursache nicht gesehen und fuhr mit großer Wucht auf den Auflieger. Teile des Anhängers bohrten sich in die rechte Seite des Fahrgastraumes.

Bei dem Aufprall wurde der 37-jährige Fahrer des Busses schwer verletzt, konnte sich jedoch selbst aus dem völlig zerstörten Bus befreien. Er wurde von Rettungskräften ins Krankenhaus nach Aschaffenburg gebracht. Ersten Informationen zufolge schwebt er nicht in Lebensgefahr. Der Lkw-Fahrer blieb bei dem Zusammenstoß unverletzt.

Die A3 war zunächst voll gesperrt, später wurde der Verkehr auf einem Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger zum Unfallort gerufen, um den genauen Unfallhergang zu ermitteln. Vor allem zu klären ist, ob der Lkw beleuchtet oder unbeleuchtet auf dem Beschleunigungsstreifen stand. Außerdem ist zu klären, ob und wodurch der Busfahrer abgelenkt war und so den Lastwagen übersehen hat.


Auf den Fahrer des Lkw kommt ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs durch vorsätzliches Falschparken auf der Autobahn zu. Zu dem Unfall sucht die Autobahnpolizei in Aschaffenburg-Hösbach Zeugen, die Angaben machen können, ob vor dem Unfall an dem geparkten Lkw die Beleuchtung eingeschaltet war und in welcher Weise.

Ferner könnte es vorgekommen sein, dass weitere an der Anschlussstelle auffahrende Verkehrsteilnehmer oder Vorbeifahrende von dem auf dem Beschleunigungsstreifen geparkten Lkw behindert oder gefährdet wurden. Auch diese werden dringend gebeten, sich unter Telefon 06021/857-2530 zu melden.