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Schwierige Suche nach Festspiel-Geschäftsführer

Die Führungsspitze der Bayreuther Richard Wagner-Festspiele wird neu geordnet, so der einstimmige Beschluss des Verwaltungsrates der Bayreuther Festspiele im März diesen Jahres. Dem Führungsduo, bestehend aus den beiden Wagner-Schwestern, soll als dritter Geschäftsführer ein Kaufmann zur Seite stehen.
Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner. Foto: Nützel
 

Bei der Verwaltungsratssitzung in Bayreuth in der vergangenen Woche ist jedoch, obwohl die Angelegenheit als dringlich gilt, noch immer keine Entscheidung gefallen. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates Toni Schmid, Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, bestätigte auf Nachfrage des Bayreuther Sonntag zwar Personalgespräche, eine abschließende Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.

Obwohl im Sommer diesen Jahres Patrick Wasserbauer, derzeit Geschäftsführender Direktor der Kölner Bühnen, genannt wurde, wollte Toni Schmid ihn als Kandidat nicht bestätigen. "Wenn ich vor Vertrags unterzeichnung öffentlich Namen nenne, ist es für die laufenden Verhandlungen eher störend", so Schmid.

Als Grund, warum von März bis heute noch keine Entscheidung gefallen ist, nannte er Zeitmangel. Während der Festspielzeit und der darauf folgenden Urlaubszeit stagnierten die Vertragsverhandlungen. Dabei hat die Festspielleitung bereits seit 2009 den Wunsch nach personeller Verstärkung. 2010 wurde zunächst der ehemalige Geschäftsführende Intendant der Württembergischen Staatstheater, Hans Tränkle, der Festspielleitung als wirtschaftlicher Berater zur Seite gestellt. Der Leiter der Festspielverwaltung - zuständig sozusagen für den organisatorischen Unterbau am Hügel - ist Alexander Schiller.

Neuordnung ist nötig

Peter Emmerich, Pressesprecher der Bayreuther Festspiele, untermauert die Notwendigkeit eines kaufmännischen Direktors. "Hans Tränkle hat als Pensionär sozusagen Administration und Verwaltungsrat lediglich beraten." Die kaufmännische Neuordnung liegt auch begründet in den Beanstandungen von Bundes- und Landesrechnungshof bei der Kartenvergabe. Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hof ist inzwischen jedoch eingestellt worden.

Wie Verwaltungsratsvorsitzender Toni Schmidt bestätigte, ist die Überprüfung von Unregelmäßigkeiten beim Abführen der Sozialversicherungsbeiträge jedoch noch nicht abgeschlossen. Ein Grund also mehr, einen kaufmännischen Direktor als Ansprechpartner bei finanziellen Fragen, auch für die Gesellschafter, baldmöglichst zu berufen. Bei der Personalie haben die beiden Festspielleiterinnen ein Mitspracherecht. Ob man sich für Patrick Wasserbauer entscheidet, bleibt abzuwarten.
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Kaum Bedauern


Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtete, wird sein Weggang dort von den wenigsten bedauert. In der Zeitung war zu lesen, dass Patrick Wasserbauer mit Ratspolitikern und Verwaltungsvertretern in Köln, die ihm Etatprobleme und Verspätung bei der Vorlage von Wirtschaftsplänen vorwerfen, im Clinch liegt.

Nichtsdestotrotz geht die Arbeit am Hügel weiter. 2013 gilt es, den 200. Geburtstag von Richard Wagner gebührend zu feiern. Derzeit wird das Bühnenbild der Neuproduktion des "Ring des Nibelungen" konzipiert und gebaut. "Größer, umfangreicher, opulenter", so bezeichnet Pressesprecher Peter Emmerich seinen ersten Eindruck vom Bühnenbild.

Im April 2013 beginnen die Proben für den Ring. Bis dahin muss das Bühnenbild stehen. Da Kulissen für vier Opern gebraucht werden, ist die Zeit knapp. Deshalb wird nicht alles in den Werkstätten des Festspielhauses gebaut. Dort sind bekanntlich die Arbeitsflächen begrenzt. Deshalb müssen Aufträge an Theaterbaufirmen vergeben werden.

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