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Region  // Bayreuth

Gewaltverbrechen

Mord an 88-Jährigem in Bayreuth bei "Aktenzeichen XY": Mehrere Hinweise eingegangen

Um weitere Hinweise aus der Bevölkerung zu gewinnen, wurde der Mordfall an einem Bayreuther Senioren am Mittwoch bei "Aktenzeichen XY ungelöst" gezeigt.
Um weitere Hinweise aus der Bevölkerung zu gewinnen, wurde der Mordfall an einem Bayreuther Senioren am Mittwoch bei "Aktenzeichen XY ungelöst" gezeigt. Foto: NEWS5 / Fricke
 
von CHRISTIAN PACK
Nach dem Mord an einem 88-jährigen Bayreuther sind bei der Soko "Inn" neue Zeugenhinweise eingegangen. Der brutale Überfall auf den Rentner in seinem Wohnhaus am 12. April war am Mittwochabend Thema der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst". Laut Heiko Mettke vom Polizeipräsidium Oberfranken habe es im Anschluss an die Ausstrahlung einige Anrufe gegeben. "Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir aber nicht sagen, welche konkreten Inhalte dabei an uns weitergegeben wurden." Die Hinweise würden jetzt von der 20-köpfigen Ermittlergruppe genau geprüft.

30 Kriminalpolizisten mehrerer oberfränkischer Dienststellen arbeiten derzeit an der Aufklärung des Mordfalles. Im Haus des Senioren in der Innstraße (Stadtteil Roter Hügel) sind mehr als 50 leere Schmuckbehälter gefunden worden. Außerdem geht die Soko "Inn" davon aus, dass der Rentner Friedrich Kuhn eine Bargeldsumme in noch unbekannter Höhe im Haus gehabt haben muss, die ebenfalls fehlt.

Dadurch sei laut Polizei der Tatbestand des Mordes in Verbindung mit schwerem Raub erfüllt. Die Soko "Inn" ermittelt in Bayreuth und aufgrund aktueller Hinweise nun auch im baden-württembergischen Crailsheim.

Am Tag des Verbrechens (12. April) ging ein anonymer Notruf mit Hinweisen auf die Tat ein. Wie die Polizei herausfand, wurde der Notruf von einer öffentlichen Telefonzelle am Bahnhof von Crailsheim gewählt. Über den Anruf gingen 25 Hinweise ein, der Anrufer konnte bisher aber noch nicht identifiziert werden.


Verdächtige Männer noch nicht identifiziert: Polizei bittet um Hinweise

Nach wie vor ist es für die Ermittler von großer Bedeutung, um wen es sich bei den beiden Männer gehandelt hat, die am Tatabend, 12. April, in der Zeit von 20 bis 21 Uhr, von der Straße Richthofenhöhe, die Donaustraße herauf, in Richtung Innstraße gelaufen sind. Einer der Männer, der mehreren Personen aufgefallen ist, wird als zwischen 20 und 30 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und muskulös beschrieben. Zudem soll er ein weißes T-Shirt getragen haben. Die Polizisten suche außerdem ein Fahrrad, das die Männer genutzt haben könnten.
In der Naabstraße, etwa 250 Meter vom Tatort entfernt, fiel Anwohnern ab dem späten Tatabend ein herrenloses Mountainbike auf. Das weiße Fahrrad der Marke "RIXE" war an den Garagen gegenüber dem Haus Nr. 32 abgestellt, und gehört keinem der dortigen Anwohner. In der Nähe wurde um etwa 22.30 Uhr auch eine kurze Unterhaltung zwischen mindestens zwei Personen gehört, die möglicherweise mit dem Mountainbike in Verbindung stehen könnten.

Die Polizei wendet sich mit folgenden Fragen an die Bevölkerung:

- Wer hat am Mittwoch, 12. April 2017, zwischen 20 Uhr und 21 Uhr, zwei Männer beziehungsweise den einzelnen, muskulösen Mann mit einem weißen T-Shirt, im Bereich der Innstraße, Donaustraße oder der Straße "Richthofenhöhe" gesehen?

- Wer kennt Männer, auf die obige Beschreibung zutreffen könnte und kann Hinweise auf ihren Aufenthaltsort geben?

- Wer hat in den Abendstunden im dortigen Bereich ein Fahrzeug gesehen, das die Männer benutzt haben oder wem ist sonst ein verdächtiges Fahrzeug aufgefallen?

- Wer kann sonst sachdienliche Angaben machen, die im Zusammenhang mit dem Gewaltverbrechen stehen könnten?

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Bayreuth unter der Telefonnummer 0921/50 60 zu melden.


Über 1 000 Tatortspuren gesichert

Am Tatort sicherte die Kriminalpolizei rund 1 000 Spuren. Darunter fallen unter anderem DNA-Spuren, Faserspuren, Fingerabdrücke und viele mehr. Ein großer Teil dieser Spuren werden noch untersucht, die meisten Rrgebnisse steht derzeit noch aus.


Jeder kann ein wichtiger Zeuge sein: Soko interessieren auch Beobachtungen aus anderen Stadtteilen

Aufgrund neuer Erkenntnisse ist für die Soko auch ein größerer Umkreis um den Taotrt relevant, beispielsweise hinsichtlich verdächtiger Personen oder Fahrzeugen. Hier sind die Straßen sowie Fuß- und Radwege sowohl im gesamten Stadtteil Roter Hügel als auch in der Altstadt, Meyernberg, Kreuz und der Bereich in Richtung Innenstadt wichtig, teilt die Polizei mit. Auch Beobachtungen, die nach erster eigener Beurteilung nicht unmittelbar etwas mit der Tat zu tun haben, können für die Kripobeamten von Bedeutung sein.

Zum Beispiel weist die Polizei auf das Champions League Viertelfinale zwischen Bayern München und Real Madrid hin, dass am Tag der Tat (12. April) stattfand. Hier könnten Zeugen die Männer gesehen haben.


Gewaltverbrechen in Bayreuth: Das ist passiert

Gegen 23.15 Uhr ging über den Notruf die Mitteilung bei der Polizei ein, dass in einem Anwesen in der Innstraße eine Straftat geschehen sei. Umgehend begaben sich Streifenbesatzungen zu dem Anwesen in dem Wohngebiet. Dort entdeckten die Polizeibeamten den schwer verletzten Hausbesitze.

Der 88-Jährige war nicht ansprechbar und kam unter notärztlicher Betreuung in ein Krankenhaus. Zwei Tage später starb der Mann.

zum Thema "Blaulicht"

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