Sanierung der Stadthalle

Förderregeln für Kultureinrichtungen geändert: So profitiert Bayreuth

Der Freistaat ändert seine Förderregeln für Kulturhäuser. Er will damit mehr Geld für die umstrittene Sanierung der Bayreuther Stadthalle locker machen.
Mehr Geld vom Freistaat für die Sanierung der Stadthalle Bayreuth. Foto: Archiv
 
von DPA
"Die Bayreuther Stadthalle hätte ohne Änderung überhaupt kein Geld bekommen können gemäß dem kommunalen Finanzausgleich", sagte eine Sprecherin des bayerischen Finanzministeriums am Dienstag in München.

Künftig sollen deshalb an allen sieben Sitzen einer Bezirksregierung, also Städten wie Landshut oder Würzburg, Investitionen für kommunale Kultureinrichtungen von überregionaler Bedeutung zusätzlich gefördert werden können, wenn sie auch als Theater- oder Konzertsaal genutzt werden. Eine weitere Voraussetzung für mehr Geld ist, dass die Kommune keinen eigenen Theater- oder Konzertsaal hat, der mit Mitteln aus dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) unterstützt wird. In Zukunft sollen 75 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen werden können. Bisher lag der Regelfördersatz darunter und habe sich an der Finanzkraft der Gemeinde orientiert, wie die Sprecherin erklärte.

In Bayreuth soll es die Zuschüsse laut Ministerium nur für den kulturell genutzten Bereich der Stadthalle geben, nicht für das von der Stadt geplante Tagungsgeschäft. Das Gebäude wird seit Anfang September saniert und zu einem Kultur- und Tagungszentrum umgebaut. Die Stadt geht von 55 Millionen Euro Kosten aus.

Bisher war die Stadt von 16 Millionen Euro Fördergeld ausgegangen - davon sollen nach Rathausangaben Mittel zum Beispiel vom Innenministerium, von der Oberfrankenstiftung und der Bayerischen Landesstiftung kommen. Durch die Änderung der FAG-Richtlinien kommen nach Angaben des Finanzministeriums nun rund 18 Millionen hinzu.
Newsletter kostenlos abonnieren





Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.