Bamberg
Fuchs-Varietégala

Zauberhafter Auftakt zu Bamberg zaubert

Bei der Auftaktgala zu "Bamberg zaubert" präsentieren Artisten waghalsige Körpershows und zaubern Tauben aus dem Ärmel. Ein zauberhafter Abend.
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Zum Auftakt von Bamberg zaubert gab es auf der Fuchs Gala wieder tolle Kunststücke auf der Bühne zu sehen. Foto: Barbara Herbst
Zum Auftakt von Bamberg zaubert gab es auf der Fuchs Gala wieder tolle Kunststücke auf der Bühne zu sehen. Foto: Barbara Herbst
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Die Menschenschlange zog sich bis auf den Vorplatz des E.T.A.-Hoffmann-Theaters, doch die Geduld beim Warten auf den Einlass zur "Fuchs-Varietégala" sollte für alle belohnt werden. Die Zaubergala, die seit zehn Jahren die Auftaktveranstaltung des Straßenfestivals "Bamberg zaubert" darstellt, war eine anspruchsvolle Show. Fünf Vorstellungen gab es von Freitag bis Sonntag.

Über die Theaterbühne waberten Klänge vom Soundtrack der "Harry Potter"-Filme, eine Stimme aus dem Off dankte den zahlreichen Sponsoren, dann der erste Auftritt des Abends, allerdings nicht von einem Zauberkünstler oder Artisten, sondern von Klaus Stieringer, Geschäftsführer des Stadtmarketings Bamberg. Dieser berichtete, dass "Bamberg zaubert", eine Attraktion vor allem für Familien, wie Oberbürgermeister Andreas Starke zuvor betont hatte, ein Gesamtvolumen von 300.000 Euro habe.

Bei dieser Zahl wurden in der ausverkauften Premierenvorstellung am Freitagabend, kritische Stimmen laut. Denn das Straßenfestival, das am kommenden Wochenende zum 15. Mal stattfindet, ist nicht unumstritten, treten die Künstler doch ohne Gage auf. Dies bemängelte auch eine Zuschauerin der Premiere, die ihren Unmut während der Rede Stieringers mit Zwischenrufen kundtat: "Vorzeigekünstler treten hier umsonst auf, obwohl sie davon leben müssen!"

Nach diesem kleinen Aufreger, den Stieringer allerdings souverän bewältigte, konnten die eigentlichen Akteure der dreistündigen Show ihr Können zeigen, etwa der Zauberer Zyculus alias Markus Götz, Akteur und künstlerischer Leiter des Festivals gleichermaßen, der bei seiner Tierillusionen Tauben, Hasen und einen Hund aus Tüchern erscheinen ließ.

Oder der Mentalist Christoph Kuch, der mit einem Gedankenexperiment seine Assistentin aus dem Publikum sichtlich verblüffte. Die Artistin Antje Pode sorgte dafür, dass die rund 400 Zuschauer für einen Moment den Atem anhielten, ließ sich die Vertikalseilartistin doch vom Bühnendach des Theaters stürzen, nur um kurz vor dem Boden Halt zu machen.

Ähnlich rasant ging es beim Duo Rollecsos zu, das eine Rollschuh-Akrobatik auf einem Podest von nur zwei Metern Durchmesser vorführte. Dank einer wunderbaren Ästhetik bezauberte Jochen Schell mit seiner Kreisel-Jonglage das Publikum, das zu seinem Liebling den Körperillusionisten Herrn Niels erkoren hatte, der mit seiner Mischung aus Pantomime, Clownerie und den Bewegungen eines Gummimenschen für Faszination sorgte.

Gekonnt durch den Abend führte Thomas Otto, ein gleichermaßen schlagfertiger Entertainer wie verblüffender Zauberkünstler, der in seine persönliche Inszenierung stets die Zuschauer einband; ein ebenso facettenreicher wie kurzweiliger Auftakt zum Festival "Bamberg zaubert".
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