Bamberg
Projekt

Wie funktioniert "Kunst gegen Bares"?

Zehn Künstler, zehn Minuten, am Ende werfen die Zuschauer Geld in deren Sparschweine und küren dadurch den Sieger. Das gibt es bei "Kunst gegen Bares".
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Das Moderatorenteam Berhane Berhane und Sabrina Behrens bei "Kunst gegen Bares" im Mai in Bamberg  Foto: Chris Dippold
Das Moderatorenteam Berhane Berhane und Sabrina Behrens bei "Kunst gegen Bares" im Mai in Bamberg Foto: Chris Dippold
Ein Abend wie eine Wundertüte - das passt zu "Bamberg zaubert". Wer Freitagabend auf dem Straßen- und Varietéfestival unterwegs ist und seinen Weg in den Innenhof des Rathauses findet, landet bei "Kunst gegen Bares" (KGB). Die Idee: Jeder Künstler erhält ein Sparschwein, das die Zuschauer mit Geld befüllen, wenn ihnen der Auftritt gefallen hat. Jeder gibt so viel er mag.

Egal ob Kabarett, Comedy, Rap, Singer/Songwriter, Jonglage, Zauberei, Poetry, Artistik, Tanz oder Schauspiel, aus allen Genres treten Künstler gegeneinander an. Jeder darf am Ende des Abends den Betrag mit nach Hause nehmen, der sich in seinem Sparschwein angesammelt hat.
Wer am meisten abstaubt, wird ",Kapitalistenschwein' des Abends und qualifiziert sich für das Jahresfinale im Mai 2014", erklärt der Moderator und Organisator von KGB in Bamberg, Berhane Berhane.

Der Mann, dessen Vor- und Nachname identisch sind, stammt ursprünglich aus Äthopien, er lebt aber seit 35 Jahren in Deutschland, seit Kurzem in Köln. Dort arbeitet er mit Gerd Buurmann zusammen, der die Idee von "Kunst gegen Bares" in Köln groß gemacht hat. Dort wird jede Woche eine KGB veranstaltet.

Im Mai hat das Projekt seinen Weg nach Bamberg gefunden und bisher zweimal seine Türen für Kunstschaffende und Gäste geöffnet. "Normalerweise treten die Künstler am letzten Dienstag im Monat in der Profil City Lounge auf", erläutert Berhane Berhane, der die Abende mit Künstler-Kollegin Sabrina Behrens moderiert. "Zu ,Bamberg zaubert' dürfen wir aber in den Innenhof des Rathauses. Außerdem ist die Veranstaltung für Zuschauer kostenlos, eigentlich kostet der Eintritt vier Euro."

Dafür, dass die Euros für die Sparscheine der Künstler nicht wegen akuter Kleingeld-Not ausgehen, sorgt der Moderator mit ausreichend Wechselgeld. Angemeldet sind bisher Künstler aus Frankfurt, Köln und ganz Franken.
Übrigens: Das jeweilige Programm zeigt sich erst auf der Bühne - die Künstler auch. "Sie sitzen mit im Publikum und werden von uns Moderatoren auf die Bühne gerufen", sagt Berhane Berhane, der selbst Comedian und Tänzer ist. "Wenn der Künstler die Hand gehoben hat, stellt er sich kurz vor und sagt, was er macht. Dann geht's gleich los."

Zehn Minuten bekommt jeder Zeit für seine Show, nicht mehr, nicht weniger. Noch sind zwei Plätze für Künstler frei. Wer auftreten möchte, meldet sich bei Berhane Berhane, die Kontaktdaten stehen am Ende des Artikels. Falls die Plätze schon voll sein sollten: Für die nächste "Kunst gegen Bares" am 27. August kann man sich bereits anmelden.

Informationen zur Anmeldung und zu den auftretenden Künstlern gibt es auf der Facebookseite von "Kunst gegen Bares".
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