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Schweres Gewitter

Wie eine Familie aus Walsdorf das schwere Unwetter in Cavallino erlebte

Familie Räder aus Walsdorf macht derzeit in Cavallino Urlaub. Vater Matthias berichtet, wie es den Vieren nach dem heftigen Unwetter geht.
Das Unwetter entwurzelte auch kräftige Bäume.  Fotos: Matthias und Maurice Räder
 
von ANNA LIENHARDT
Ein schweres Gewitter versetzte Urlauber in mehreren norditalienischen Ferienorten in Angst und Schrecken. Durch den Badeort Cavallino fegte offenbar eine Windhose, die etliche Bäume entwurzelt, Zelte zerstört und Wohnwägen massiv beschädigt hat. Vor Ort, auf dem Campingplatz "Residence Village", macht Familie Räder aus Walsdorf gerade Urlaub. Vater Matthias berichtet, wie die Vier das plötzliche Gewitter erlebt haben.

Herr Räder, haben Sie geahnt, dass das Unwetter solche Ausmaße annehmen wird?
Matthias Räder: Zunächst wirkte es wie ein normales Gewitter, dann war plötzlich Weltuntergangsstimmung. Das war am Donnerstag gegen 16 Uhr. Das Gewitter wurde extrem, die Blitze haben allein auf unserem Campingplatz 30 Bäume ausgehebelt.

Hat Ihre Familie Schaden davon getragen?
Nein, uns geht es gut. Aus Deutschland haben sich viele Freunde erkundigt, ob alles in Ordnung ist. Unsere Verwandtschaft ist selber hier, wir sind auf mehrere Campingplätze verteilt. Auf denen war es wohl noch schlimmer, wie meine Tante und mein Cousin von dort berichten. Ihnen ist nichts passiert, im Gegensatz zu der Ministerin, die dort ebenfalls Urlaub gemacht hat. (Anmerkung der Redaktion: Die brandenburgische Sozialministerin Diana Golze (Linke) wurde verletzt.)

Wie schaut es auf dem Campingplatz aus, auf dem Sie wohnen?
Das Unwetter hat mehrere große Bäume entwurzelt. Sie sind auf Autos, Bungalows und mehrere Wohnwagen gefallen. Die sind in der Mitte durchgebrochen. Derzeit laufen hier Aufräumarbeiten, überall sind Versicherungsvertreter unterwegs und machen sich Notizen. Der Pool ist zur Hälfte gesperrt, weil ein Baum hineingestürzt ist.

Wurde auch Ihr Eigentum beschädigt?
Nein, wir wohnen im Bungalow, auch das Auto ist heil geblieben. Wir hatten nur drei Stunden lang keinen Strom, das muss andernorts schlimmer gewesen sein.

Wie verarbeiten Sie das Ganze? Überlegen Sie, den Urlaub abzubrechen?
Manche tun das gerade, aber wir bleiben. Hier herrscht fast wieder Normalbetrieb. Wir sind stresserprobt und campen schon viele Jahre in Italien, ich selbst seit meinem dritten Lebensjahr. Meine Frau, unser großer Sohn und ich haben das Unwetter gut verarbeitet. Unsere neunjährige Tochter ist allerdings noch verunsichert. Obwohl wir im Bungalow waren, haben wir zum Beispiel die massive Windstärke sehr gespürt.

Im Internet beschweren sich manche Camper, dass sie nicht rechtzeitig über die Lautsprecheranlagen gewarnt wurden. Wie bewerten Sie das?
Auch bei uns gab es keine Durchsage, was mich einerseits ärgert. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass die Stärke des Unwetters die Platzbetreiber selber überrascht hat. Oder aber sie haben bewusst auf eine Durchsage verzichtet, um eine mögliche Panik zu vermeiden.

Die Fragen stellte
Anna Lienhardt.


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