Bamberg
Denkwerkstatt

Wenn Immobilien mobiler werden

Für unseren Experten Veit Bergmann hängt das zukünftige Wohnen auch mit sich verändernden Mobilitätsanforderungen zusammen.
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Wie wohnen wir in Zukunft? Auch darum geht es in der Denkwerkstatt "Bamberg 2050" am 27. Januar. Foto: Andreas Gebert, dpa
Wie wohnen wir in Zukunft? Auch darum geht es in der Denkwerkstatt "Bamberg 2050" am 27. Januar. Foto: Andreas Gebert, dpa
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Über das Wohnen der Zukunft, über Zeitabschnittsimmobilien und überbaute Parkplätze sprechen wir mit Veit Bergmann, Geschäftsführer der Stadtbau Bamberg GmbH. Bei der Denkwerkstatt "Bamberg 2050" ist Bergmann der Experte für den Bereich Wohnen. Das offene Diskussionsforum wird von der Volkshochschule Bamberg-Stadt und dem Fränkischen Tag veranstaltet und findet am Samstag, 27. Januar, von 13 bis 18 Uhr bei der Mediengruppe Oberfranken statt. Wer teilnehmen möchte, kann sich bereits anmelden.

Ein Auszug aus dem Interview mit Veit Bergmann:

Die Lebenserwartung steigt kontinuierlich, steigen mit ihr auch die Anforderungen an das Wohnen im Alter?
Mit dem Wandel der Lebensphase ändern sich die Wohnbedürfnisse, es geht um Flexibilisierung deutlich mehr als um Normierung. So gesehen könnte es in Zukunft immer weniger normale Wohnungen geben. Mit dem demografischen Wandel wird die Familie bzw. die Zweigenerationenfamilie der Idealtypus der Gesellschaft sein. Mit der Zunahme der Lebenserwartung muss jeder viele und vielfältige Lebensphasen und damit Wohnformen durchlaufen, die Immobilie muss also mobil werden. Das Wohnangebot muss für den Zusammenhalt mehrerer Generationen, wie für Nichtfamiliennetzwerke, förderlich sein. In zukünftigen Mehrgenerationenhäusern muss es möglich sein, dass alle unter einem Dach sind, aber auch jeder für sich sein kann.

Viele Bamberger wünschen sich vor allem bezahlbaren Wohnraum.
Da tut sich bereits viel. Die Stadtbau Bamberg GmbH entwickelt im Ulanenpark circa 200 Wohneinheiten in unterschiedlichsten Wohnformen. Im Stadtviertel Gereuth werden bis zu 170 Wohnungen geplant und das größte Potenzial hat aktuell die Konversionsfläche Lagarde.
Allerdings ist es sehr schwierig aufgrund der Grundstückspreise, der energetischen Vorschriften, den steigenden Handwerkerkosten und den nationalen wie landestypischen Verschärfungen der Regelwerke tatsächlich günstig zu bauen und so den Erwartungen der Gesellschaft gerecht zu werden. Möglicherweise wird daher in Zukunft tatsächlich normierter und serieller gebaut werden müssen. Wir sind offen für neue Ideen, neue Konzepte und visionäre Gedanken. Vielleicht hilft uns ja die Denkwerkstatt, einen gemeinsamen Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Ich freue mich auf die Diskussion.

Das ausführliche Interview lesen Sie hier(für Abonnenten kostenlos).


Anmelden für Denkwerkstatt "Bamberg 2050"

Hintergrund
Die Denkwerkstatt "Bamberg 2050" vom Fränkischen Tag und der Volkshochschule (VHS) Bamberg-Stadt soll Abschluss und Höhepunkt des VHS-Semesters Herbst/Winter sein, das in seinen Vorträgen schwerpunktmäßig Bamberg als "Stadt im Wandel" beleuchtet.

Kontakt Für einen Platz bei der Denkwerkstatt am Samstag, 27. Januar, von 13 bis 18 Uhr im Verlagsgebäude der Mediengruppe Oberfranken (Gutenbergstraße 1, Bamberg) können sich Interessierte ab sofort bewerben - online auf www.inFranken.de/abovorteil oder telefonisch unter der Nummer 0951/188 108 (Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr). Die Veranstaltung ist als offenes Diskussionsforum gedacht, bei dem sich alle Bürger mit ihren Ideen in die Entwicklung der Stadt einbringen können.
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