Hof
Hängebrücke

Weltweit längste Fußgänger-Hängebrücke im Landkreis Hof geplant

Nicht allein um der Rekorde Willen, sondern um den Tourismus zu fördern, sollen in Oberfranken zwei riesige Hängebrücken gebaut werden.
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Der Aussichtspunkt "König-David" im Höllental bei Naila . Foto: Nicolas Armer/dpa
Der Aussichtspunkt "König-David" im Höllental bei Naila . Foto: Nicolas Armer/dpa
Zwei riesige Hängebrücken sollen zu einer touristischen Attraktion in Nordbayern werden. Der Landkreis Hof plant das Projekt im Höllental im Frankenwald. Die Burg in Lichtenberg soll dabei mit dem Gemeindegebiet von Issigau verbunden werden. Die erste Brücke soll etwa 380 Meter lang werden, die zweite 720.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte bereits im Sommer eine großzügige finanzielle Unterstützung signalisiert. Schätzungen zufolge sind zwölf Millionen Euro an Investitionen für die Brücken und Infrastruktur wie Parkplätze notwendig.


Nachhaltiges Konzept

Der Landkreis erhofft sich durch das Projekt eine Stärkung des Tourismus. Bis zu 200 000 Gäste pro Jahr sollen in die Region gelockt werden, der geplante Brückenstandort ist nur wenige Kilometer von der A 9 entfernt.

Landrat Oliver Bär (CSU) sucht nach dem Ja seines Kreisrats zum Brückenbau den Schulterschluss mit der Bevölkerung. Gemeinsam wolle man ein nachhaltiges Gesamtkonzept entwickeln, hatte er bei einer ersten Informationsveranstaltung in Lichtenberg betont. Weitere öffentliche Runden zum Brückenprojekt sind geplant.

Die zweite Brücke übers Höllental könnte die dann weltweit größte Fußgänger-Hängebrücke sein. Im Juli wurde in der Schweiz eine fast 500 Meter lange Brücke eröffnet, sie ist nach Angaben von Zermatt Tourismus die derzeit längste Hängebrücke der Welt. Der Bund Naturschutz könnte mit einer Hängebrücke im Frankenwald leben - allerdings nicht über dem Höllental. "Wir sind nicht gegen eine Brücke, aber hätten gerne einen anderen Standort", sagte Wolfgang Degelmann, Geschäftsführer der Kreisgruppe Hof.

Das Höllental sei ein wichtiges Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzenarten und vertrage höchstens "sanften Tourismus". Einen Ansturm von Ausflüglern jedoch "verträgt das Tal nicht", sagte Degelmann.
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