Bamberg
Verkehrsentwicklungsplan

Verkehr 2030 in Bamberg: Bürger sollen mitreden

Nach der Bestandsanalyse geht es um die Verständigung auf gemeinsame Ziele. Bis 18. August können sich die Bamberger online zu Wort melden.
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Rund um das Klinikum sind der ruhende und fließende Verkehr oft ein Problem. Archivfoto: Ronald Rinklef
Rund um das Klinikum sind der ruhende und fließende Verkehr oft ein Problem. Archivfoto: Ronald Rinklef
Die Beteiligung bei der zweiten Runde des öffentlichen Dialogs zum Verkehrsentwicklungsplan 2030 war zwar geringer, als von den Verantwortlichen im Bamberger Rathaus erhofft. "Aber bei weitem nicht umsonst", heißt es in einer Pressemitteilung zum weiteren Prozedere. Denn es habe eine beachtliche Zahl von Hinweisen und Anregungen gegeben.

Dabei sei die Diskussion über Leitbilder und Ziele der künftigen Verkehrsentwicklung in Bamberg noch lange nicht am Ende. Die Stadt weist darauf hin, dass alle Interessierten bis 18. August den Entwurf zum allgemeinen Leitziel und sieben Oberzielen im Internet unter www.stadt.bamberg.de/vep einsehen und kommentieren könnten.

Das Büro Planersocietät aus Dortmund erarbeitet derzeit im Auftrag des Stadtplanungsamtes eine Neufassung des Verkehrsentwicklungsplans (VEP). Ein wesentlicher Bestandteil seien die strategischen Grundsätze und Leitlinien für die nächsten 15 bis 20 Jahre. "Planung nicht nur für die Stadtgesellschaft, sondern mit ihr" - so formulieren die Projektverantwortlichen der Stadt das Ziel. Die Grundlage bildet ein dreistufiger Dialogprozess, bei dem Bürgerschaft, Politik sowie Verbände, Vereine und Institutionen diskutieren und gemeinsam zukunfts- und tragfähige Lösungen entwickeln sollen.

Mobilität 2030 - zum zweiten öffentlichen Meinungsaustausch wurden die Ergebnisse der umfassenden Bestandsanalyse vorgestellt. Das Impulsreferat von Michael Adler, Chefredakteur der Zeitschrift "fairkehr" über "Stadt für Menschen - Wie wir in Zukunft mobil sein werden" leitete zum Schwerpunkt des Abends über. Deutlich weniger fossil betriebene Autos - so das Fazit des Experten, aber wie lässt sich dieser Wechsel positiv begleiten? Welche Leitbilder und Ziele sollen städtische Verkehrspolitik und -planung zukünftig mit dem VEP und dem noch zu erarbeitenden Maßnahmenkonzept verfolgen? Die Verständigung auf ein gemeinsames Zielsystem ist von großer Bedeutung für den laufenden Prozess, die spätere Umsetzung als auch zur Wirkungskontrolle: "Nur mit gemeinsamen Zielen können gute Ergebnisse umgesetzt werden", sagte Bürgermeister Wolfgang Metzner zur Begrüßung.

Der VEP soll Bamberg als (über)regional bedeutsamen Wirtschafts-, Einkaufs-, Bildungs- und Kulturstandort mit hoher Lebensqualität, sowie eine stadtverträgliche Gestaltung von Mobilität und Verkehr stärken. So heißt es im vorgelegten Arbeitspapier, zu dem Anregungen, Ergänzungs- und Änderungsvorschläge ausdrücklich erwünscht sind. Insgesamt 58 Beiträge wurden am Ende zu den Kernthemen "Mobilitätschancen für alle", "Förderung des Umweltverbundes", "stadt- und umweltverträgliche Verkehrsabwicklung", "lebenswerte Straßen- und Stadtraumgestaltung", "Minimierung negativer Umweltauswirkungen", "integrierte Planung" und "Verkehrssicherheit" festgehalten. Eine klare Botschaft ist, den Rad-, Fußgänger - und öffentlichen Personennahverkehr vorrangig auszubauen.

Ergänzend zu dem vorliegenden Meinungsbild werden nun via Internet bis 18. August Kommentare gesammelt. Sie dienen als Grundlage des VEP, der dann im Stadtrat beschlossen werden muss. Auch beim Entwurf des Maßnahmenkonzepts werde die Öffentlichkeit wieder beteiligt.
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