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Unwetter

Mehrer Unfälle, Brand und Überschwemmungen - so wütete das Unwetter in Franken

Gewitter und Dauerregen machten in der Nacht auf Samstag in vielen Teilen Frankens Probleme. Bei Bayreuth brannte ein Dachstuhl. Ein Überblick.
Gewitter und Dauerregen machten in der Nacht auf Samstag in vielen Teilen Frankens Probleme. Besonders schwer wurde Merkendorf im Landkreis Bamberg getroffen. Ein Überblick. Foto: NEWS5 / Merzbach
 
Bis in die Morgenstunden am Samstag hatte der Deutsche Wetterdienst für viele Gebiete in Franken vor Gewittern und Starkregen gewarnt. Und tatsächlich gab es vielerorts Schäden.

Auf den Straßen gab es mehrere Unfälle aufgrund des Regens. Auf der A3 stockte der Verkehr zwischen Wiesentheid (Lkr. Kitzingen) und Schlüsselfeld (Lkr. Bamberg) auf rund 20 Kilometer. Ein Überblick.
Im Kreis Bamberg wurden mehrere Keller überflutet. Zahlreiche Feuerwehren waren im Einsatz. Am schlimmsten traf es wohl Merkendorf: Dort stand das Wasser in der Nacht bis zu einem halben Meter hoch. Auch im Landkreis Forchheim kam es zu Überschwemmungen. Die Zahl der Einsätze blieb hier aber glücklicherweise gering.


Schlammlawine im Kreis Haßberge

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die B 26 auf Höhe von Roßstadt von Wasser und Erdreich überflutet. Wie die Polizei mitteilt, wurde zeitgleich oberhalb der Wallburgstraße in Eltmann ein Feld abgespült. Das Erdreich ergoss sich in einer Schlammlawine über die Wallburgstraße. In einer Straßensenke lagerten sich schließlich ca. 25 Kubikmeter Erdreich ab, welches von den Freiwilligen Feuerwehren aus Eltmann, Limbach und Dippach unter Zuhilfenahme von Traktoren abgetragen wurde.
Weiterhin musste die Feuerwehr noch zwei Keller, in Eltmann und Dippach von Wassermassen befreien, größere Schäden aufgrund der Schlammlawine blieben nach bisherigen Erkenntnissen aus.


Dachstuhlbrand nach Blitzschlag

Sachschaden in Höhe von 30.000 Euro entstand als Freitagnacht ein Blitz in ein Einfamilienhaus im Ortsteil Glotzdorf im Landkreis Bayreuth einschlug.

Am Freitag gegen 23.30 Uhr schlug bei einem starken Gewitter ein Blitz in den Giebel eines Hauses in der Straße Peunt ein. Den im Dachbereich entstandenen Brand konnte der Hauseigentümer noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst löschen. Der weit größere Schaden entstand jedoch im Bereich der Elektroinstallation. Schmorschäden am Verteilerkasten und an Steckdosen deuten auf eine erhebliche Überspannung und die damit verbundene Zerstörung der Hauselektronik hin. Glücklicherweise trugen die beiden Bewohner keinerlei Verletzungen davon.

Sämtliche umliegende Feuerwehren waren mit insgesamt 60 Einsatzkräften am Brandort.


Unfälle wegen Gullydeckeln bei Bad Kissingen und Ochsenfurt

In der Nacht wurden aufgrund der starken Regenfälle mehrere Gullydeckel in Burkardroth ausgehoben. Ein 34-jähriger VW-Fahrer und ein 27-jähriger Audi-Fahrer übersahen in der Rhön- und in der Schulstraße die Gefahrenstellen und fuhren mit ihren Fahrzeugen hinein. Dabei schlitzten sie sich jeweils einen Reifen auf. Insgesamt entstand Sachschaden von etwa 200 Euro. Die ausgehobenen Gullydeckel wurden durch die Beamten wieder eingesetzt.

In Giebelstadt bei Ochsenfurt wurde ebenfalls ein Gullydeckel ausgehoben. Am Samstagmorgen fuhr um 9.20 Uhr eine Pkw-Fahrerin darüber. Der Gullydeckel stellte sich etwas auf und drückte gegen den Unterboden des Pkw. Hierdurch kam es zu einem heftigen Ruck am Fahrzeug, so dass der Airbag ausgelöst wurde. Die Fahrzeugführerin wurde leicht verletzt; Totalschaden am Pkw in Höhe von 4.000 Euro. Da der Gullydeckel nur um wenige cm angehoben war, war die Gefahrenstelle für die Fahrerin nicht erkennbar.


Waldaschaff: Zu schnell bei Nässe

Wie die Polizei mitteilt, fuhr ein 23-Jähriger mit seinem BMW die A3 in Fahrtrichtung Würzburg. Kurz vor der Kauppenbrücke, die Tachonadel zeigte laut seinen eigenen Angaben ca. 200 km/h an, verlor er auf dem linken Fahrstreifen die Kontrolle über seinen BMW.

Bei regennasser Fahrbahn brach das Heck des BMW aus und schleuderte mit diesem in die linke Betonleitwand. Von dieser abgewiesen schleuderte er wiederum über alle drei Fahrstreifen nach rechts in die Außenleitplanke. Durch den enormen Aufprall wurde das rechte Vorderrad komplett abgerissen. Da alle Sicherheitssysteme einwandfrei funktionierten, blieb der junge Fahrer unverletzt.

Für den BMW sah es jedoch nicht so rosig aus. Das Fahrzeug erlitt einen Totalschaden und musste von einem Abschleppdienst geborgen werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste der rechte Fahrstreifen gesperrt werden. Es bildete sich jedoch keinen nennenswerten Rückstau. Der Gesamtschaden wird auf mindestens 36.000 Euro geschätzt.


Aquaplaning auf der A9 bei Bayreuth

Nicht angepasste Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn war auch die Ursache für einen Verkehrsunfall auf der A9 bei Bindlach. In der Nacht kam ein 36-Jähriger aus Schwaben mit seinem Daimler Sprinter zwischen den Anschlussstellen Bayreuth-Nord und Bindlacher Berg in Richtung Berlin ins Schleudern.

Der Daimler kam bei Aquaplaning nach links von der Fahrbahn ab und prallte mit der Frontpartie gegen die Betonleitwand. Der Kraftfahrer erlitt leichte Verletzungen. Der Sachschaden beträgt etwa 5000 Euro. Der Fahrer muss in Anbetracht der nicht angepassten Geschwindigkeit mit einem Bußgeldbescheid rechnen.


Betrunkener verliert auf regennasser A 73 Kontrolle

6800 Euro Sachschaden entstand bei einem Verkehrsunfall am frühen Samstagmorgen auf der A 73 kurz nach der Anschlussstelle Ebensfeld. Gegen 1.50 Uhr hatte ein Mercedes-Fahrer auf der regennassen Fahrbahn aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Pkw verloren und war mehrfach gegen die Außenschutzplanke gekracht.

Ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern, fuhr er einfach weiter. Eine Polizeistreife die den Unfall beobachtet hatte, nahm die Verfolgung auf und konnte den Flüchtigen in Bad Staffelstein stoppen. Der Grund für die Flucht war schnell klar, der 34-Jährige stand offensichtlich unter Alkoholeinfluss. Nach einem positiven Alcotest wurde im Klinikum Lichtenfels eine Blutentnahme durchgeführt. Der Fahrer wird wegen Unfallflucht und Gefährdung des Straßenverkehrs angezeigt.

zum Thema "Blaulicht"

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