Bamberg
Finanzsenat

Tauziehen um die Stadtfinanzen: Was in Bamberg geht und was nicht geht

Stundenlanges Tauziehen um jeden Euro. Auch wenn die Mehrheiten klar sind, schenken sich die Fraktionen im Finanzsenat der Stadt Bamberg nichts.
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Zahlen, die aufhorchen lassen:  5,4 Millionen Euro plant die Stadt Bamberg nächstes Jahr für den Kauf der  so genannten Offizierssiedlung ein.  Acht Millionen soll die Sanierung kosten, 250.000 Euro für jedes der 33 Häuser, die künftig vermietet werden sollen.    Foto: Ronald Rinklef
Zahlen, die aufhorchen lassen: 5,4 Millionen Euro plant die Stadt Bamberg nächstes Jahr für den Kauf der so genannten Offizierssiedlung ein. Acht Millionen soll die Sanierung kosten, 250.000 Euro für jedes der 33 Häuser, die künftig vermietet werden sollen. Foto: Ronald Rinklef
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Es ist ein wiederkehrendes demokratisches Ritual in Bamberg. Die Grünen beantragen das Abschmelzen der Mittel für Stadtmarketing, den Tourismusservice und den Straßenbau - und werden notorisch überstimmt durch die Mehrheitsfraktionen CSU und SPD. Trotz dieser Gewissheiten schenken sich die Stadträte nichts. Mit enormer Energie streiten sie um Großprojekte wie den Hallenneubau und vermeintliche Kleinigkeiten wie die Unterflurcontainer auf dem Maxplatz.

Die Detailversessenheit in über 100 Einzelanträgen wundert nicht. Zu keinem Zeitpunkt haben einzelne Stadträte so viel Einfluss wie bei den Haushaltsberatungen. Beispiel Hallendiskussion. Quasi im Vorübergehen wurden am Mittwoch zusätzliche 100 000 Euro in den Kita-Ausbau gepumpt - eine Art Schmerzensgeld für Kritiker der Konzeptstudie Basketball. Entschieden wurde in wenigen Sekunden auch die Besetzung von vier neuen Stellen im Immobilienmanagement - Konsequenz der beschlossenen Planungsaufgaben für Trimberg- und Blaue Schule.


Wald statt Flüchtlinge?

Eine Mehrheit fand auch der Wunsch nach frühzeitiger Überplanung der heutigen Flüchtlingssiedlung an der Pödeldorfer Straße, wirksam ab 2025. Dieter Weinsheimer (BA) goss jedoch Wasser in den Wein, indem er an das Geld erinnerte, das in der Vielzahl bereits vorhandener Planungen für dieses Gelände steckt. Ganz am Anfang, so Weinsheimer, habe die Stadt hier neuen Wald geplant.
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