Bamberg
Lärmaktionsplan

Stadt Bamberg appelliert: Bahnlärm online melden

Das Eisenbahn-Bundesamt führt auch entlang der Bahnstrecke durch Bamberg eine Online-Befragung durch.
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Das Bild vom Bamberger Bahnhof stammt aus dem Archiv von FT-Fotograf Ronald Rinklef.
Das Bild vom Bamberger Bahnhof stammt aus dem Archiv von FT-Fotograf Ronald Rinklef.
Das Eisenbahn-Bundesamt hat mit der Erstellung des Lärmaktionsplanes für alle Haupteisenbahnstrecken des Bundes begonnen. Betroffen ist somit auch das Stadtgebiet Bamberg. Ein wesentlicher Punkt dabei sei die Beteiligung der Öffentlichkeit, teilt die Pressestelle der Stadt Bamberg mit. Sie macht auf die Informations- und Beteiligungsplattform des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) aufmerksam, die ab sofort unter der Adresse www.laermaktionsplanung-schiene.de im Internet erreichbar ist.

Der Lärmaktionsplan dient nach Angaben aus dem Rathaus "zur Bewertung der Lärmsituation an Schienenwegen und der Planung von Lärmschutzmaßnahmen. Er enthält Ziele und Strategien zur Lärmminderung".


Mitmachen per Internet oder Post

Seine Erstellung sei gesetzlich im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) festgehalten. Lärmaktionspläne sollten sowohl Lärmprobleme als auch Lärmauswirkungen regeln. Die Öffentlichkeit erhalte die Möglichkeit, an der Ausarbeitung und der Überprüfung der Aktionspläne mitzuwirken. Dies könne direkt im Internet erfolgen, alternativ auch per Post (Redaktion Lärmaktionsplanung, Postfach 601230, 14412 Potsdam).

Im Rahmen der Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes findet die Öffentlichkeitsbeteiligung in zwei Phasen statt. Die erste erfolgt Mitte 2017, die nächste Anfang 2018. Die Ergebnisse dieser Mitwirkung seien zu berücksichtigen und die Öffentlichkeit müsse über die getroffenen Entscheidungen unterrichtet werden, heißt es in der Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Aus dem Lärmaktionsplan ergeben sich demnach aber keine Rechtsansprüche auf Lärmminderungsmaßnahmen. Die Pläne müssten - wie die Lärmkartierung - alle fünf Jahre fortgeschrieben werden.

In der ersten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung sind von Bahnlärm betroffene Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Kommunen bis 25. August aufgerufen, jeweils Orte anzugeben, an dem sie sich durch Schienenlärm gestört fühlen. Die Stadt informiert dazu wie folgt: "Über eine Anmeldemaske können dem EBA wichtige Informationen zu Ihrer persönlichen Lärmbelastung direkt übermittelt werden. Zusätzlich ist ein Fragebogen zu beantworten.

Das Eisenbahn-Bundesamt kann auf diesem Wege die Situation der durch Schienenverkehrslärm belasteten Personen analysieren. Auf der Grundlage dieser Auswertung können langfristig Maßnahmen angeregt werden, um die Lärmbelastung zu senken. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung können auch geeignete Lärmminderungsmaßnahmen über eine Auswahl als Vorschläge eingebracht werden." Bis 2018 soll der Lärmaktionsplan veröffentlicht werden.

Vor dem Hintergrund des beabsichtigten Bahnausbaus durch das Stadtgebiet von Bamberg "sind Informationen über die aktuelle Belastungssituation auch für die Projektverantwortlichen in der Stadtverwaltung von großem Interesse", heißt es weiter. Das Baureferat bittet daher die Bürger, das Angebot rege zu nutzen.
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