Mit dem Sieg in München, einem der großen deutschen Städtemarathons, landete Mario Wernsdörfer von der LG Bamberg seinen bislang wohl größten Erfolg. Nach 2:27:50 Std. bog er als Erster durch das Große Marathontor ins Münchner Olympiastadion ein und feierte den Triumph.
Der Wetterbericht sah nicht sehr vielversprechend aus: acht Grad, Regen und starke Böen. Die insgesamt knapp über 21 000 Teilnehmer blieben aber zumindest größtenteils von Regen verschont. Bei diesen Vorzeichen war auch für Wernsdörfer schnell klar, dass es nicht um Bestzeiten ging. Der gebürtige Schönbrunner und Wahl-Würzburger hatte im Frühjahr immer wieder Probleme mit dem Knie, was entsprechend nicht viel Training erlaubte. Aus diesem Grund entschied er sich im Herbst nicht auf Bestzeitjagd in Berlin oder Frankfurt zu gehen, sondern in München vorne ein Wörtchen mitzureden.
Direkt nach dem Start im Olympiapark setzte sich der Norweger Ostberg vom Feld für einige Meter ab. Ihm folgte der Sieger aus dem Jahr 2015, Florian Stelzle (LG Passau), und der Bamberger Wernsdörfer. Stelzle und Wernsdörfer wechselten sich in der Verfolgungsarbeit alle paar Kilometer ab und schlossen so bei Kilomter 15 auf Ostberg auf. Drei Kilometer später entschloss der Bamberger sich vom Spitzentrio zu lösen und streute in etwa sieben schnellere Kilometer durch die Münchner Innenstadt ein. Wernsdörfer konnte sich in dieser Phase knapp eine Minute absetzen, war aber den heftigen Windböen ausgesetzt. Der Bamberger musste vor allem in den letzten 20 Minuten des Rennens seinem Zwischensprint Tribut zollen, konnte aber seinen Vorsprung ins Ziel retten. red