Positive Erkenntnisse, aber auch viele Fehler, die es nach wie vor zu korrigieren gilt, sind bei den Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg in die Analyse des letzten Spiels und die Vorbereitung auf das Heimspiel in der 2. Liga Süd gegen die Elangeni Falcons Bad Homburg an diesem Samstag um 15.30 Uhr in der Graf-Stauffenberg-Halle eingeflossen. Während die Hessinnen, Halbfinalist in der Vorsaison, nach einem Weckruf zum Auftakt zuletzt zwei Siege verbuchten, ist die Mannschaft des Trainergespanns Jessica Miller, Kathrin Gut und Kai Tzschentke nach drei Begegnungen noch ohne Erfolg.
Das soll sich im vierten Anlauf ändern, wird aber gewiss wieder keine leichte Aufgabe. Der Gast aus der Kur- und Kongressstadt Bad Homburg, die mit dem Motto "Champagnerluft und Tradition" für sich wirbt, verlor mit Elena Popkey, Celia Marfone und Julia Pöcksteiner zwar drei Leistungsträger, rüstete dafür aber mächtig auf. Finnlands Nationalspielerin Camilla Grönberg, die US-Amerikanerin Stephanie Furr, Spielmacherin Alexandra Polishchuk, Ukrainerin mit kanadischem Pass, sowie die erstligaerfahrene Gergana Georgieva und zuletzt auch die frühere polnische Jugend-Nationalspielerin Nikola Kacperska - sie alle zog es in den Hochtaunuskreis, wo die Lokalpresse in ihrer Saisonprognose von einem "soliden Platz im Mittelfeld ohne Abstiegssorgen" schrieb.
Bei der 43:69-Heimniederlage zum Auftakt gegen Würzburg zeigte sich, dass sich auch die Falcons erst als Team finden müssen, aber ein Kandidat für die Play-off-Ränge sein dürften. Nach einem deutlichen Erfolg gegen Speyer (85:54) und dem jüngsten Zittersieg über Keltern II (68:67) steht die Mannschaft um die Ex-Bambergerin Tanja Lehnert, die in der Runde 2015/16 für Bamberg auflief, vor ihrer ersten Auswärtshürde.
An den Gastgeberinnen ist es, die Frage zu beantworten, wie hoch diese ist. Nach einer von Krankheiten und Verletzungen gezeichneten, aber immerhin vollen Trainingswoche sieht DJK-Cheftrainerin Jessie Miller ihre Schützlinge in der Pflicht: "Der Fokus liegt weiter darauf, dass wir uns steigern. Wir werden cleverer spielen müssen und dürfen uns bei Weitem nicht so viele Fehler leisten, wenn wir eine Chance haben wollen, das Spiel zu gewinnen. Bad Homburg ist ein erfahrenes Team mit vielen guten Ausländerinnen."
In Freiburg jüngst war es einmal mehr die hohe Zahl der Ballverluste, durch die sich die Brose-Korbjägerinnen eigener Optionen beraubten. Erschwerend hinzu kam das klar verlorene Reboundduell. "Wir müssen die Bretter kontrollieren und unseren Ballbesitz abschließen, das wird entscheidend sein", fordert Miller.
Jede einzelne Spielerin sei dabei gefordert, eine Schippe draufzulegen und die ihr zugedachte Rolle zu erfüllen. "Wir haben intensiv trainiert und uns auf unsere Stärken besonnen. Bad Homburg ist ein unangenehmer Gegner. Wir müssen es schaffen, die selbstverschuldeten Fehler zu minimieren und das Tempo des Spiels zu kontrollieren. Wenn wir intensiv und möglichst ohne Fouls verteidigen, und im Angriff auf den Ball aufpassen, können wir hoffentlich den ersten Saisonsieg einfahren", sagt die zuletzt deutlich verbesserte US-Amerikanerin Jamiyah Bethune. Am Samstag verabschiedet die DJK Brose Bamberg offiziell ihre langjährige Dreier-Expertin Liisi Sokman.