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Fussball-Bayernliga

Heimsieg ist Pflicht

Die DJK Bamberg darf am Samstag aber das Schlusslicht aus Amberg nicht unterschätzen.
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Daniel Schäffler (l., hier im Zweikampf mit dem Aschaffenburger Daniel Cheron) erzielte nach seiner Einwechslung zur Pause in Forchheim nach einer Stunde den wichtigen 2:1-Führungstreffer. Foto: sportpress
Daniel Schäffler (l., hier im Zweikampf mit dem Aschaffenburger Daniel Cheron) erzielte nach seiner Einwechslung zur Pause in Forchheim nach einer Stunde den wichtigen 2:1-Führungstreffer. Foto: sportpress
Eine nicht zu unterschätzende Hausaufgabe wartet am Samstag (15 Uhr) auf die DJK Bamberg, die auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage das Tabellenschlusslicht FC Amberg empfängt. Die Oberpfälzer vollzogen vor Saisonbeginn einen radikalen Schnitt, trennten sich von insgesamt 17 meist erfahrenen Spielern und setzen auf junge, talentierte Akteure, die vor allem dem eigenen Nachwuchs entspringen.
Der stark umgekrempelte, mit neun Zugängen bestückte Kader der Amberger weist einen Altersdurchschnitt von unter 22 Jahren auf, wurde deutlich verkleinert und getreu der neuen Klubausrichtung genauso verjüngt. Mittlerweile gestehen sich die Verantwortlichen bereits ein, dass das derzeitige Potenzial nicht ausreichend ist für die Realisierung des als Ziel ausgegebenen Klassenerhalts, zumal der Vertrag des tschechischen Neuzugangs Michal Ruzicka, der als Innenverteidiger eingeplant war, wieder aufgelöst wurde. Drei erfahrene Kicker sollen bis Ende August noch verpflichtet werden, um die vorhandenen Defizite aufzufangen, die die fünf Niederlagen am Stück mehr als deutlich aufzeigten.


Seit Januar im Amt

Trainer Lutz Ernemann, seit Januar im Amt, kennt den 400 Mitglieder zählenden Verein aus der kreisfreien Stadt in der Oberpfalz (42 000 Einwohner) aus dem Effeff, war zuvor als Übungsleiter im Juniorenbereich des FCA tätig und ist sich für die zu leistende Aufbauarbeit nicht zu schade. Der 60-jährige AOK-Verwaltungsangestellte musste vor allem nach den letzten drei Niederlagen gegen Bayern Hof (1:2), in Aubstadt (0:2) und zu Hause gegen Großbardorf (1:2) moralische Aufbauarbeit leisten. In allen drei Begegnungen waren die Seinen ebenbürtig, katapultierten sich aber stets mit persönlichen Schnitzern auf die Verliererstraße.


Amberg sucht Verstärkungen

Ernemann weiß aber ein Team hinter sich, das auch nach Rückständen zu keiner Zeit aufsteckt und in kämpferischer Hinsicht stets Vollgas gibt. Den "Vilsstädtern" fehlen ein zweiter Angreifer mit Torjägerqualitäten sowie kompetente Führungsspieler, an denen sich die talentierten Nachwuchsakteure orientieren können. Um dieses Manko zu beheben, bemüht sich Teammanager Wolfgang Gräf unverdrossen um ins Profil passende Verstärkungen. Der psychische Druck, der auf den Schultern der Jungspunde lastet, der unter Zugzwang stehende Coach sowie die Historie des Vereins, der aus dem 1995 insolventen 1.FC Amberg hervorging und vor zwei Jahren noch in der Regionalliga beheimatet war, erschweren das Tagesgeschäft Bayernliga immens. Die Hoffnungen ruhen deshalb auf zwei erfahrenen Akteuren im Team. Der Kapitän und 1,91 Meter große, beidfüßige Abwehrchef Kevin Kühnlein, 26 Jahre und einst beim FC Eintracht Bamberg in der Regionalliga unter Vertrag, sorgt für Stabilität in der Defensive. Im Angriff schickt sich der frühere Feuchter Torjäger Sebastian Schulik (30 Jahre, 24 Bayernligatore in 30 Partien, zuvor Landesligatorschützenkönig mit 38 Saisontreffern) an, in seinem zweiten Jahr beim FCA, bei dem er 2016/17 verletzungs- und krankheitsbedingt nur vier Kurzeinsätze hatte, zu alter Form zurückzukehren.
Mit dem wichtigen ersten Saisonsieg geht die Mannschaft von Trainer Mario Bail mit einem gestärkten Selbstvertrauen in diese Partie - zumal der 3:1-Erfolg bei Jahn Forchheim auf einer guten Leistung beruhte. Die beiden Vierer-Ketten überzeugten. So sah es auch Bail: "Dies war ein verdienter Auswärtssieg. Wir haben in Abschnitt 1 sehr diszipliniert gespielt und auf unser schnelles Umschaltspiel gebaut. Die Mannschaft hat nach dem unnötigen Ausgleich tolle Moral gezeigt." Über den kommenden Gegner sagt Bail: "Mit einer Ausnahme haben die Amberger immer gut mitgehalten. So rechne ich mit einer engen Begegnung. Wir müssen nachlegen und nun auch den ersten Heimdreier einfahren. Es gilt an die Leistung in Forchheim anzuknüpfen, die Fehler aber zu minimieren.
DJK Bamberg: Glos, Trunk - Eckstein, Esparza, Fischer, Kane (?), Kettler (?), Körner, Leicht, Niersberger, Schäffler, Schmoll, Schwinn, Sengül, Spies, Strobler Strohmer, Wunder
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