Forchheim
Fußball-Bayernliga

Don Bosco hat den Dreh raus

Die Null-Tore-Zeit ist Vergangenheit: Beim 3:1-Erfolg gegen Jahn Forchheim zeigt sich die DJK wie verwandelt.
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Und rein damit: Alassane Kane (M.) war ein ständiger Unruheherd auf Seiten von Don Bosco Bamberg und traf in der 12. Minute zum 1:0. Am Ende setzte sich die DJK bei Jahn Forchheim mit 3:1 durch.  Foto: Andi Bär
Und rein damit: Alassane Kane (M.) war ein ständiger Unruheherd auf Seiten von Don Bosco Bamberg und traf in der 12. Minute zum 1:0. Am Ende setzte sich die DJK bei Jahn Forchheim mit 3:1 durch. Foto: Andi Bär
Lange haben sie warten müssen, nun scheint es, als sei die DJK Don Bosco Bamberg endlich in der neuen Bayernliga-Spielzeit angekommen: Bei der SpVgg Jahn Forchheim wusste das bisherige Tabellenschlusslicht auch spielerisch zu überzeugen.

SpVgg Jahn Forchheim -DJK Don Bosco Bamberg 1:3
Dass es ein ganz anderes Bamberg ist, dass da auf dem Platz stand, sollte der SpVgg Jahn Forchheim schnell deutlich werden. Die DJK agierte ausgesprochen mutig, presste früh drauf und verhinderte, dass Forchheim sein eigentlich sicheres Kombinationsspiel aufziehen konnte. Die beiden Vierer-Ketten der DJK ließen kaum etwas durch. Und mit Alassane Kane hatte Don Bosco einen bestens aufgelegten Offensivakteur in den Reihen. Der US-Amerikaner stand erstmals in dieser Saison in der Startelf, war Dreh- und Angelpunkt der Gäste und in der 12. Minute auch Wegbereiter des Sieges: Müller verlor unter Druck das Spielgerät, Strobler bediente den lauernden Kane. Dieser behielt vor Tino Stahl - der erstmals das Jahn-Tor in der Bayernliga hütete - die Nerven und schloss zum 1:0 ab.

Aus taktischen Erwägungen musste Patrick Mai schon nach 24 Minuten für Richard Steiner das Feld räumen, der zaudernde Auftritt des Jahn setzte sich aber fort. Es war offensichtlich: Der urlaubende Adem Selmani fehlte offensiv an allen Ecken und Enden. Der Schuss von Philipp Nagengast aus spitzem Winkel (15.) war für lange Zeit die einzige dicke Chance für den Jahn, während Stahl im Kasten einen höheren Rückstand verhinderte - etwa gegen Calvin Sengül (22.), Markus Fischer (30.) oder Kane (34.).

Obwohl Bamberg dem zweiten Treffer in dieser Phase näher war, traf der Jahn zum perfekten Zeitpunkt: Quasi mit dem Pausenpfiff schlenzte Steiner das Spielgerät zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Sicherheit gab dieser Treffer dem Jahn aber nur bedingt, vor allem die Defensive der Gastgeber wirkte in vielen Szenen nicht sattelfest. So auch in der 60. Minute, als eine Flanke zwischen Stahl und Dennis Weiler hereinflog, exakt auf dem Kopf von Daniel Schäffler landete und von dort zum 2:1 im Tor (60.). In der Folge sollte das Spiel immer hektischer werden, im Mittelpunkt nun: Das ausgesprochen kommunikationsfreudige Schiedsrichter-Gespann, das sich in endlosen Diskussionen mit beiden Trainern verzettelte, ständig ermahnte und maßregelte. Nachvollziehbar war das nicht immer.

Grund zur ausgiebigen Diskussion gab es in der 78. Minute: Kurz zuvor selbst Opfer einer harten Attacke geworden, setzte der bereits verwarnte Andi Mönius zu einer Grätsche an der Außenlinie an. Ein klares Foul, aber keines, das mit glatt Rot hätte geahndet werden dürfen. Zwar verlor auch die DJK kurz darauf mit Kane einen wichtigen Offensivmann, der mit einer Zerrung vom Feld musste, die Schlussphase gehörte aber klar der DJK.
Zwar gelang dem eingewechselten Henrik Schwinn in der 90. Minute noch das 3:1, seine Kollegen hätten zuvor aber für weitere Tore sorgen können.

Daher wollte Jahn-Coach Christian Springer die Schuld auch gar nicht bei den Unparteiischen suchen: "Das erste und zweite Tor von Don Bosco ist ein Geschenk unsererseits, da brauchen wir uns im Nachhinein gar nicht über den Schiri beschweren. Am Ende dürfen wir froh sein, dass die Niederlage nicht noch höher ausgefallen ist."


Die Statistik zum Spiel

SpVgg Jahn Forchheim: Stahl - Schäferlein (81. Eisgrub), Gumbrecht, Weiler, Jerundow - Güngör, Wartenfelser, P. Mai (24. Steiner), Mönius, Müller - Nagengast
DJK Don Bosco Bamberg: Glos - Niersberger, Kettler (46. Schäffler), Spies, Esparza - Strobler, Wunder, Schmoll (90. Strohmer), Sengül - Fischer, Kane (78. Schwinn)
Tore: 0:1 Kane (12.), 1:1 Steiner (45.), 1:2 Schäffler (60.), 1:3 Schwinn (90.). Rot: Mö-nius (78./grobes Foul). Zuschauer: 550. SR: Philipp Götz (TV Wackersdorf)
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