Bamberg
Basketball-Euroleague

Brose Bamberg verkauft sich lange richtig gut

Brose Bamberg verlangt dem Starensemble aus Moskau alles ab, kann aber die 76:92-Niederlage nicht verhindern.
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Das Starensemble von ZSKA Moskau wurde in der Brose Arena seiner Favoritenrolle gerecht, musste aber hart kämpfen, bevor im 15. Euroleague-Duell gegen den deutschen Meister aus Bamberg der 14. Sieg feststand. Das Team von Andrea Trinchieri, der neben dem langzeitverletzten Elias Harris mit Bryce Taylor und Luka Mitrovic auf zwei Leistungsträger verzichten musste, verkaufte sich in den ersten 25 Minuten hervorragend, konnte die 76:92 (39:42)-Niederlage gegen den Spitzenreiter aber nicht verhindern.
In der Bundesliga geht's für das Brose-Team mit zwei Heimspielen weiter: Am Samstag (20.30 Uhr) gibt Science City Jena seine Visitenkarte in der Frankenhölle ab, am Montag (19 Uhr) treffen die Bamberger auf die abstiegsbedrohten Eisbären Bremerhaven (16.).


Center Musli wohl bald dabei

In dieser Partie könnte vielleicht schon der neue Center mit von der Partie sein. Der 2,13 m große Serbe Dejan Musli hat sich bereits von seinem ehemaligen Klub Unicaja Malaga, wo er nur in der Euroleague eingesetzt wurde, verabschiedet und soll in Kürze im Dress des deutschen Meisters auflaufen.
Die Bamberger zeigten von der ersten Sekunde an keinen Respekt vor den großen Namen. Die meisten der 6100 Besucher waren wohl davon ausgegangen, dass das Brose-Team aufgrund der Verletzungsmisere völlig chancenlos gegen den Tabellenführer sein würden. Doch sie wurden schnell eines Besseren belehrt - der deutsche Meister begegnete den ZSKA-Superstars in den ersten 20 Minuten auf Augenhöhe. Daniel Hackett brachte die Hausherren per Dreier erstmals in Front. Augustine Rubit biss nach seiner Knochenprellung auf die Zähne und war zur Pause mit zehn Punkten bester Werfer im Brose-Team. Aber auch Maodo Lo, Ali Nikolic und Dorell Wright hielten dagegen.
Die Hausherren zeigten eine hervorragende Abwehrleistung und gestatteten ZSKA wenig einfache Körbe. Lediglich im Defensiv-Rebound waren sie einige Male nicht in der Lage, die ZSKA-Center auszublocken. Die Stars Sergio Rodriguez und Nando de Colo ließen zwar immer wieder ihre Klasse aufblitzen, doch auch davon ließen sich die Hausherren nicht beeindrucken und zogen anfangs des zweiten Viertels bis auf 27:22 davon. Der Ex-Ulmer Will Clyburn wendete dann aber wieder das Blatt (34:37).
Ein hervorragend aufgelegter Leon Radosevic und Ricky Hickman mit seinen beiden Dreiern boten den Russen auch nach dem Seitenwechsel Paroli (47:47), doch dann traten de Colo & Co. das Gaspedal durch und setzten sich bis auf 59:52 ab. Cory Higgins steuerte danach sechs Punkte zur ersten zweistelligen Führung (67:57) der Gäste bei.
Dank seines schier unerschöpflichen offensiven Potenzials zog der Titelkandidat bis fünf Minuten vor dem Ende auf 83:64 davon. Die Energieleistung des Brose-Teams hatte Spuren hinterlassen, und die Schiedsrichter sorgten mit merkwürdigen Foulentscheidungen dafür, dass der ZSKA-Sieg am Ende deutlich ausfiel.


Die Statistik

Brose Bamberg -
ZSKA Moskau 76:92

(20:22, 19:20, 20:28, 17:22)
Bamberg Rubit (16 Punkte), Hickman (13/3), Lo (9/1), Radosevic (9), Hackett (8/2), Wright (6/1), Nikolic (5), Heckmann (3/1), McDowell-White (3/1), Olinde (2), Zisis (2)
Moskau De Colo (20/2), Clyburn (15/1), Rodriguez (14/4), Higgins (12), Antonov (12/2),
Hines (8), Kurbanov (5/1), Fridzon (4), Korobkov (2), Kulagin
SR Ryzhyk (Ukraine), Peruga (Spanien), Peerandi (Estland)
Zuschauer 6150 ausverk.
Gesamtwurfquote Bamberg 50 Prozent (27 Treffer/54 Versuche), Moskau 56 (36/64)
Dreier Bamberg 40 Prozent (9/22), Moskau 45 (10/22)
Freiwurfquote Bamberg 86 Prozent (13/15), Moskau 66 (10/15)

Rebounds Bamberg 22 (18 defensiv/4 offensiv), Moskau 36 (24/12)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 6/13, Moskau 8/12
Assists Bamberg 15 / Moskau 14
Fouls Bamberg 22 / Moskau 21
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