Bamberg
Basketball-Bundesliga

Brose Bamberg: Heckmann nutzt seine Chance

Der Nationalspieler war beim Bamberger 83:65-Heimsieg über die Telekom Baskets Bonn einer der Aktivposten.
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Patrick Heckmann stand erstmals in dieser Saison in der Startformation und belohnte seinen Trainer mit einer guten Leistung für das Vertrauen. Hier erzielt der Nationalspieler zwei seiner 14 Punkte. Foto: Daniel Löb
Patrick Heckmann stand erstmals in dieser Saison in der Startformation und belohnte seinen Trainer mit einer guten Leistung für das Vertrauen. Hier erzielt der Nationalspieler zwei seiner 14 Punkte. Foto: Daniel Löb
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Die Bamberger Basketballer haben sich nicht ein zweites Mal in diesem Jahr von den Telekom Baskets Bonn in eigener Halle düpieren lassen. Nachdem die Rheinländer im ersten Play-off-Spiel der vergangenen Saison noch überraschend mit 93:92 die Oberhand behalten hatten, zogen sie am Sonntag mit 65:83 (26:34) klar den Kürzeren. Mit ihrem siebten Saisonsieg behauptete die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri den fünften Tabellenplatz vor den punktgleichen Frankfurtern. Bevor es für die Bamberger in der Bundesliga am Samstag (20.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Jena weitergeht, steht für sie am Donnerstag (20 Uhr) noch die schwere Euroleague-Partie - ebenfalls in eigener Halle - gegen ZSKA Moskau an.
Über den Sieg konnten sich die Bamberger nicht so recht freuen. Denn zu den Verletzten Elias Harris und Luka Mitrovic, der wegen einer Oberschenkelblessur für unbestimmte Zeit ausfällt, gesellten sich noch Bryce Taylor und Augustine Rubit. Beide mussten bereits frühzeitig vom Feld, nachdem sie umgeknickt waren. Während Rubit vorsorglich nicht mehr eingesetzt wurde, scheint es Taylor wesentlich schlimmer erwischt zu haben. Eine Kernspintomographie soll heute eine genaue Diagnose ermöglichen.Mit einer guten Verteidigung zwangen die Bamberger ihren Gegner schon in den ersten fünf Minuten zu fünf Ballverlusten, doch absetzen konnten sie sich nicht, weil sie beim Rebound an beiden Enden des Feldes nachlässig waren. Erst kurz vor der Halbzeit gelang den Hausherren ein 9:0-Zwischenspurt, der ihnen eine Acht-Punkte-Führung bescherte. Bis diesem Zeitpunkt hatten die offensiv wenig überzeugenden Bonner elf ihrer 26 Punkte von der Freiwurflinie markiert. Doch auch bei den Bambergern war merklich Sand im Getriebe.
Daran änderte sich auch nach der Pause nichts, im Gegenteil: Die Gastgeber verzettelten sich zunehmend in Einzelaktionen. Nachdem den Bambergern in den ersten vier Minuten des dritten Abschnitts nur zwei Zähler gelungen waren, nahm Trinchieri eine Auszeit. Dennoch gingen die Bonner nach dieser erstmals in Führung (37:36). Das war aber der Weckruf für die Gastgeber - insbesondere für den bis dahin schwachen Ricky Hickman. Denn sie bewegten den Ball nun wieder wesentlich besser und lagen vor dem Schlussdurchgang erstmals zweistellig (53:42) vorne.
Im letzten Viertel nutzte neben Louis Olinde vor allem der zuletzt wenig berücksichtigte Patrick Heckmann seine diesmal reichlich bemessene Spielzeit von über 26 Minuten, um Selbstvertrauen zu tanken. Der Nationalspieler kam auf 14 Punkte und führte sein Team zum letztlich ungefährdeten Sieg.


Trinchieri lobt sein Team

"Wir haben zwei Spieler innerhalb einer Minute verloren. Aber wir haben allen Widrigkeiten getrotzt. Alle haben zusammengehalten. Maodo Lo, Louis Olinde und Patrick Heckmann waren heute eine große Hilfe für unser Team. Von daher war es ein großartiges Spiel von uns. Mehr kann ich nicht erwarten", meinte Trinchieri.


Die Statistik

Brose Bamberg -
Telekom Baskets Bonn 83:65

(16:14, 18:12, 19:16, 30:23)

Bamberg Hickman (17 Punkte/2 Dreier), Lo (15/2), Heckmann (14/1), Olinde (10), Hackett (7), Nikolic (6), Wright (5/1), Staiger (3/1), Rubit (2), Radosevic (2), Taylor (2), Edigin
Bonn Mayo (14/3), Hill (12/1), Klein (10/3), DiLeo (8), Djurisic (6), Gamble (6), Bardolo (5), Breunig (4)

SR Panther, Madinger, Straube
Zuschauer 6150 ausverk.
Gesamtwurfquote Bamberg 54 Prozent (32 Treffer/59 Versuche), Bonn 44 (21/48)
Dreier Bamberg 39 Prozent (7/18), Bonn 32 (7/22)
Freiwurfquote Bamberg 80 Prozent (12/15), Bonn 64 (16/25)
Rebounds Bamberg 28 (21 defensiv/ 7 offensiv), Bonn 30 (21/9)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 8/13, Bonn 7/21
Assists Bamberg 20/ Bonn 10
Fouls Bamberg 20/ Bonn 22
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