Bamberg
Basketball-Euroleague

Brose Bamberg am Ende von Mailand überrollt

Mit einem katastrophalen letzten Viertel verschenkt Brose Bamberg den Sieg. Die Italiener gewinnen die letzten zehn Minuten mit 28:11.
Artikel einbetten Artikel drucken
Ali Nikolic lieferte in Mailand mit elf Punkten und starker Verteidigung eine gute Leistung ab, wurde aber von vielen seiner Teamkollegen im Stich gelassen. Foto: Daniel Löb
Ali Nikolic lieferte in Mailand mit elf Punkten und starker Verteidigung eine gute Leistung ab, wurde aber von vielen seiner Teamkollegen im Stich gelassen. Foto: Daniel Löb
+6 Bilder
Der Kraftakt gegen den FC Barcelona, bei dem die Bamberger einen 26-Punkte-Rückstand nach dem ersten Viertel wettmachten und am Ende einen beeindruckenden 84:81-Sieg feierten, hat offensichtlich zu viel Kraft gekostet. Nur zwei Tage nach dieser Euroleague-Galavorstellung musste sich die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri in dessen Heimatstadt Mailand dem Armani-Team mit 62:71 (35:27) geschlagen geben.
Die Bamberger starteten anders als Mittwoch in Nürnberg mit einer aggressiven Verteidigung ins Spiel, wobei sich vor allem Ali Nikolic im Duell mit Mailands Scharfschützen Jordan Theodore auszeichnete. In der Offensive lief bei den Gästen aber nicht alles rund. Es wurde zu viel gedribbelt, anstatt den Ball laufen zu lassen. Den beiden Dreiern von Nikolic hatte es das Brose-Team vor allem zu verdanken, dass es meist knapp vorne lag und mit einem 16:13-Vorsprung ins zweite Viertel ging.
Der starke Augustine Rubit und Dorell Wright sorgten für eine 21:17-Führung, doch dann fanden sich die Hausherren erstmals in dieser Partie in der Offensive besser zurecht, sicherten sich einige Offensiv-Rebounds und einen 25:23-Vorsprung. Nach einer Auszeit von Andrea Trinchieri übernahmen die Bamberger aber wieder das Kommando. Die Abwehr stand sicher und im Angriff schlossen Maodo Lo und Bryce Taylor hochprozentig ab. Nach einem 12:2-Lauf ging der deutsche Meister mit einem 35:27-Vorsprung in die Kabine. Fünf Dreier bei sieben Versuchen (Mailand 1 von 10) machten den Unterschied.
Nach dem Seitenwechsel zogen die Hausherren vor allem mit dem Ex-Frankfurter Theodore aggressiv zum Korb und setzten die Bamberger unter Druck. Nach 24 Minuten war Armani Mailand bis auf 38:39 dran. Wright verschaffte dem Brose-Team mit seinen beiden Dreiern aber wieder etwas Luft (49:40). Danach ging auf beiden Seiten im Angriff rein gar nichts, so dass die Oberfranken mit einem Acht-Punkte-Vorsprung ins Schlussviertel starteten.
Es war wirklich nicht schön anzuschauen, was die beiden Mannschaften nach den anstrengenden Partien am Mittwoch ablieferten, dennoch gelang es dem Brose-Team nach den Dreiern von Ali Nikolic und dem endlich einmal treffenden Ricky Hickman erstmals eine zweistellige Führung (57:46) herauszuschießen. Doch die Gäste verpassten es, den Sack zuzumachen.
Mit den Kräften am Ende
Die Brose-Jungs waren jetzt mit ihren Kräften am Ende, in der Schlussphase brachen in der Verteidigung alle Dämme. Mit einem 19:0-Lauf überrollten der plötzlich nicht mehr zu stoppende Mantas Kalnietis und seine Mitstreiter die Gäste (65:57) - die Partie erinnerte nun stark an das erste Viertel gegen den FC Barcelona. Elf Punkte waren die magere Ausbeute in diesem letzten Viertel, in dem die Italiener das kraftlose Brose-Team nach allen Regeln der Kunst auseinandernahmen. Mailand erzielte 28 Punkte in den letzten zehn Minuten und damit einen mehr als in der kompletten ersten Halbzeit.
Die Statistik
Armani Mailand -Brose Bamberg 71:62
(13:16, 14:19, 16:16, 28:11)
Mailand Jerrells (12 Punkte/3 Dreier), Tarctewski (12), Gudaitis (11), Kalnietis (10/2), M'Baye (8/1), Theodore (7), Pascolo (6), Cinciarini (5)
Bamberg Wright (12/3), Nikolic (11/3), Rubit (9), Zisis (7), Taylor (7/1), Radosevic (6), Lo (5/1), Hickman (3/1), Mitrovic (2), Staiger
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
1 Kommentar
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren