Baunach
2. Basketball-Liga Pro A

Baunacher haben viel gutzumachen

Nach der Klatsche in Crailsheim wird die Partie in Chemnitz zum Charaktertest für die Young Pikes.
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Nicht nur Felix Edwardsson, Chris Fowler und Eddy Edigin (v. l.) waren in Crailsheim meilenweit von ihrer Besform entfernt. Foto: sportpress
Nicht nur Felix Edwardsson, Chris Fowler und Eddy Edigin (v. l.) waren in Crailsheim meilenweit von ihrer Besform entfernt. Foto: sportpress
Wenn die Baunacher am Samstagabend (19 Uhr) in Chemnitz zu Gast sind, ist vor allem Wiedergutmachung angesagt für das junge Team von Trainer Fabian Villmeter. Nach der blamablen 64:116-Niederlage beim Tabellenführer der 2. Basketball-Liga ProA in Crailsheim wollen die Spieler zeigen, dass das nicht ihr wahres Leistungsvermögen ist.
Die Niners hinken in dieser Saison etwas den eigenen Erwartungen hinterher. Nachdem sie in der letzten Saison nur hauchdünn am Aufstieg in die Bundesliga gescheitert sind, konnte man eigentlich davon ausgehen, dass sie einen erneuten Angriff auf die vorderen Tabellenplätze versuchen werden. Dies ist ihnen aber bisher mit lediglich vier Siegen und einem Platz im hinteren Mittelfeld noch nicht gelungen. Auch am letzten Montag mussten sie in Köln mit 49:70 die Segel streichen, nachdem sie zur Pause noch mit 35:32 vorne gelegen hatten. Ein katastrophales letztes Viertel (27:7) aber raubte ihnen jegliche Siegeshoffnung.
Die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore hat ihren gefährlichsten Punktesammler in Flügelspieler Malte Ziegenhagen, der mit seinen sicheren Dreipunktwürfen auf über 14 Punkte pro Begegnung kommt. Ihm am nächsten kommt der polnische Aufbauspieler Andrzej Mazurczak, der mit 13,1 Punkten, 5,1 Assists und 4,2 Rebounds als Allrounder glänzt. Bereits in seine zweite Saison geht der bullige Joseph Lawson, der unter dem Korb für Gefahr sorgt und genau wie sein Landsmann Bradley Tinsley ebenfalls zweistellig punktet.
Für die Baunacher gab es in den letzten Jahren oft deutliche Niederlagen bei ihren Gastspielen in Chemnitz. Daher sollten sie auf der Hut sein und unbedingt verhindern, dass die Gastgeber ins Rollen kommen, denn dann sind sie, angetrieben von ihren tollen Fans, kaum zu stoppen. Das Hauptaugenmerk dürfte aber ohnehin auf der eigenen Leistung der Young Pikes liegen. Jeder Spieler muss sich wieder auf seine Stärken besinnen und alles für den Teamerfolg geben. Dass dies zum Erfolg führen kann, hat der Heimsieg gegen die MLP Academics Heidelberg gezeigt.
Die Moral im Team ist nach wie vor sehr gut und der Glaube an den Klassenerhalt noch lange nicht verflogen. Trainer und Mannschaft werden von Spiel zu Spiel versuchen, alles in die Waagschale zu werfen, um das große Ziel noch zu ermöglichen. Coach Villmeter: "Unser Auftritt in Crailsheim war peinlich und indiskutabel, es wird demnach in Chemnitz darum gehen, uns mit einem ganz anderen Gesicht zu präsentieren. Dass Chemnitz hierbei ein heißes Pflaster ist, wissen wir aus den letzten Jahren, es wird für uns sicher nicht leicht. Trotzdem glaube ich, dass wir als Team die richtigen Schlüsse haben ziehen können und traue meiner Mannschaft einiges zu. Wir müssen eine Reaktion zeigen!" Ein unerwarteter Sieg bei den heimstarken Niners würde dabei natürlich extrem gut tun.
Mit welchem Team die Young Pikes nach Sachsen fahren, wird sich erst kurzfristig zeigen. Auf Louis Olinde werden sie sehr wahrscheinlich verzichten müssen. Aufgrund der vielen Verletzten bei Brose Bamberg wird er seine Chance im Team von Andrea Trinchieri erhalten, welches zeitgleich zu Hause in Bamberg auf Jena trifft. Ob Gerard Gomila bereits wieder auflaufen kann, ist noch nicht sicher. Das Spiel in Chemnitz ist live und kostenlos unter www.airtango.live zu sehen. red
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