Bamberg
Basketball-Bundesliga

Bamberger zittern sich zum Sieg über Ulm

Das Brose-Team wackelte im Schlussviertel erneut, behielt aber diesmal mit 80:77 die Oberhand.
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Der Bamberger Augustine Rubit punktet unter dem Korb gegen seine ehemaligen Teamkollegen von Ratiopharm Ulm. Fotos: Daniel Löb
Der Bamberger Augustine Rubit punktet unter dem Korb gegen seine ehemaligen Teamkollegen von Ratiopharm Ulm. Fotos: Daniel Löb
Der deutsche Meister Brose Bamberg kann aufatmen, denn mit dem 80:77 (40:38)-Erfolg am Sonntagabend gegen Ratiopharm Ulm ist der erhoffte Befreiungsschlag zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde gelungen. Sechs Niederlagen hat das deutsche Aushängeschild des letzten Jahrzehnts in der ersten Saisonhälfte kassiert - in den letzten fünf Jahren wurde diese Marke nicht einmal in der kompletten Hauptrunde erreicht.
Neben den drei langzeitverletzten Bryce Taylor, Luka Mitrovic und Elias Harris mussten die Hausherren aufgrund der Ausländerbeschränkung in der Bundesliga auf einen weiteren Akteur verzichten: Diesmal traf es Kapitän Nikos Zisis.
Die Ulmer erwischten eindeutig den besseren Start und lagen dank der Treffsicherheit von DaSean Butler und der drei Ballverluste des Meisters schnell mit 14:7 vorn. Auffällig war bei den Bambergern, dass sie immer wieder Leon Radosevic am Brett suchten, der sicher abschloss. Nach dessen Auswechslung rückte sein Center-Kollege Dejan Musli ins Rampenlicht und war maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Brose-Team mit einem 21:21-Zwischenstand in die erste Viertelpause ging.


Daniel Hackett ragt heraus

Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beinahe bei jedem Angriff die Führung wechselte. Bei den Ulmer diktierte weiterhin Butler das Geschehen, während bei den Gastgebern Daniel Hackett und mit Augustine Rubit der dritte Lange die Akzente setzten. Mit sechs Punkten in Folge sorgte Letzterer für die 40:38-Pausenführung.
Nach dem Seitenwechsel konterten die Ulmer die Sechs-Punkte-Führung der Hausherren mit Dreiern von Isaac Fotu und Ryan Thompson, doch dank einer bissigen Brose-Defensive blieben den Gästen weitere Punkte versagt. Musli und der starke Hackett sorgten im Angriff dafür, dass sich die Bamberger erstmals deutlicher absetzen konnten (55:46). Nachdem dann auch Ricky Hickman endlich wieder das Vertrauen in seinen Wurf gefunden hatte, war die erste zweistellige Führung (63:52) des Spiel perfekt. Mit 25:15 ging dieser Abschnitt klar an die engagiert verteidigenden Bamberger.
Würde auch in dieser Partie das große Zittern beginnen? Es schien fast so. Die Bamberger Offensivflaute - fast fünf Minuten gelang kein Feldkorb - nutzten Lewis und Fotu. Sie brachten die Schwaben mit einem 12:3-Lauf auf 64:68 heran. Der darauf folgende Korbleger von Hickman wirkte deshalb wie eine Erlösung. Doch die Ulmer stemmten sich weiter gegen die Niederlage, verkürzten 182 Sekunden vor der Schlusssirene auf 71:72.
Die Verunsicherung war den Gastgebern nach den vielen Niederlagen zuletzt deutlich anzumerken. Erst brachte Ryan Thompson Ulm wieder mit 77:76 in Front, dann verwandelte Maodo Lo seine Freiwürfe sicher, und Leon Radosevic sorgte mit beherztem Zug zum Korb 43 Sekunden vor dem Ende für das 80:77 aus Bamberger Sicht. Und bei diesem Spielstand blieb es. Die Gastgeber hatten endlich einmal wieder den längeren Atem und durften feiern.
Die Statistik
Brose Bamberg - Ratiopharm Ulm 80:77

(21:21, 19:17, 25:15, 15:24)
Bamberg Hickman (21 Punkte/ 1 Dreier), Hackett (14/2), Musli (13), Radosevic (13), Rubit (8), Wright (4), Lo (4), Heckmann (2), Nikolic (1), Staiger
Ulm Thompson (20/1), Butler (18/4), Fotu (14/2), Lewis (12/1), Akpinar (6/1), Benimon (4), Murry (3/1), Ohlbrecht, Günther, Krämer
SR Barth, Krause, Simonow
Zuschauer 6150
Gesamtwurfquote Bamberg 51 Prozent (24 Treffer/47 Versuche), Ulm 44 (27/62)
Dreier Bamberg 20 Prozent (3/15), Ulm 37 (10/27)
Freiwurfquote Bamberg 81 Prozent (29/36), Ulm 68 (13/19)
Rebounds Bamberg 33 (29 defensiv/4 offensiv), Ulm 29 (20/9)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 3/9, Ulm 5/9
Assists Bamberg 21 / Ulm 19
Fouls Bamberg 20 / Ulm 27
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