Bamberg
Basketball-Euroleague

Alexej Shved macht gegen Brose Bamberg den Unterschied

Khimkis Superstar dreht im Schlussviertel richtig auf und beschert Brose Bamberg eine 73:82-Niederlage.
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Augustine Rubit (l.) blockt den Wurf von Anthony Gill. Ansonsten hatten die Bamberger Center aber unter dem Korb wenig zu bestellen. Foto: Mikhail Aleksandrov/dpa
Augustine Rubit (l.) blockt den Wurf von Anthony Gill. Ansonsten hatten die Bamberger Center aber unter dem Korb wenig zu bestellen. Foto: Mikhail Aleksandrov/dpa
Die Bamberger Brose-Basketballer haben den Sprung unter die ersten acht in der Euroleague vorerst verpasst. Der deutsche Meister unterlag am Donnerstag beim bisher punktgleichen Konkurrenten Khimki Moskau mit 73:82 (40:42) und muss sich nach einem Drittel der Königsklassen-Saison (5:5 Siege) mit einem Platz in der zweiten Hälfte der Tabelle zufriedengeben.

Weiter geht es für die Mannschaft von Erfolgstrainer Andrea Trinchieri mit fünf Heimspielen in Folge: Das erste steigt schon am Sonntag (18.30 Uhr) in der Bundesliga gegen Bonn, bevor am Donnerstag (20 Uhr) die russische Woche mit der Partie gegen ZSKA Moskau ihre Fortsetzung findet.

Die Gastgeber mussten auf ihren Center Thomas Robinson (Hand gebrochen) verzichten, bei den Bambergern fehlte Luka Mitrovic wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel. In der Eishalle präsentierten sich beide Teams im ersten Viertel offensiv stark. Auf Bamberger Seite versenkten Ricky Hickman und Bryce Taylor, der sich auch in der Verteidigung gegen Alexej Shved auszeichnete, jeweils zwei Dreier. Die Hausherren punkteten vor allem am Brett, wo Anthony Gill mit wuchtigen Dunkings abschloss.

Khimki ging mit einer 23:21-Führung in die zweiten zehn Minuten, die die Bamberger anfangs noch egalisieren konnten. Nach 14 Minuten hatten sich die Gastgeber, die jetzt auch sicher aus der Distanz trafen, erstmals etwas abgesetzt (32:27). Die Ballverluste und die Abstimmungsprobleme in der Defensive nutzten Shved & Co. eiskalt aus. Beim 40:33 blies dann aber Taylor mit seinem dritten Dreier zur Aufholjagd (40:40). Mit seinen Punkten 10 und 11 sorgte Shved für den 42:40-Pausenstand. Andrea Trinchieri bemängelte vor dem Start in die zweite Hälfte, dass sein Team sich Fehler in der Defensive geleistet habe, die Khimki zu einfachen Punkten nutzen konnte.

Die zehn Ballverluste (Khimki 4) machten seine Jungs, aber mit guten Wurfquoten wett.
Nach dem Fehlstart in die zweite Hälfte und zweieinhalb Minuten ohne Korberfolg - Khimki führte 49:40 - nahm Trinchieri eine frühe Auszeit. Und die trug Früchte: Nikos Zisis, Hickman und Hackett per Dreier wendeten das Blatt und brachten die Gäste wieder mit 52:51 in Front. Das war es dann aber mit der Offensive der Bamberger, die nur noch vier Punkte nach Ballgewinnen erzielten und mit einem 56:62-Rückstand ins Schlussviertel gingen.

Chance zum Ausgleich verpasst
Taylor traf gleich zu Beginn seinen vierten Dreier, und Hickman hatte einen freien Wurf zum Ausgleich, doch der fiel nicht. Auf der Gegenseite übernahm dann Khimkis Star Shved und steuerte zwölf Punkte zur ersten zweistelligen Führung der Gastgeber (78:66) bei. Würden die Brose-Jungs in den letzten drei Minuten wieder mit einer irren Aufholjagd das Blatt noch wenden? Die Antwort lautete Nein, obwohl Taylor, Wright und Hickman alles probierten. Allerdings bekamen die "kleinen" Bamberger an diesem Tag auch zu wenig Unterstützung von den großen Leuten, die in der Zone kaum einmal zum Wurf kamen. So kehrte Khimki nach drei Niederlagen auch dank Tyler Honeycutt, der sein erstes Spiel in dieser Saison absolvierte, in die Erfolgsspur zurück.

Die Statistik
Khimki Moskau -Brose Bamberg 82:73
(23:21, 19:19, 20:16, 20:17)
Moskau Shved (26 Punkte/4 Dreier), Gill (14/2), Anderson (12/1), Thomas (10), Honeycutt (7), Markovic (5/1), Vialtsev (3/1), Monia (3/1), Todorovic (2), Jenkins
Bamberg Hickman (21/4), Taylor (14/4), Hackett (13/1), Wright (13), Zisis (4), Nikolic (2), Lo (2), Rubit (2), Heckmann (2), Radosevic, Staiger, Olinde
SR Hierrezuelo (Spanien), Larisevs (Lettland), Sukys (Litauen)
Zuschauer 5351
Gesamtwurfquote Moskau 56 Prozent (33 Treffer/59 Versuche), Bamberg 49 (26/53)
Dreier Moskau 50 Prozent (10/20), Bamberg 38 (9/24)
Freiwurfquote Moskau 46 Prozent (6/13), Bamberg 86 (12/14)
Rebounds Moskau 25 (22 defensiv/3 offensiv), Bamberg 28 (24/4)
Ballgewinne/-verluste Moskau 3/10, Bamberg 6/13
Assists Moskau 20/ Bamberg 12
Fouls Moskau 17 / Bamberg 19
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