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Svenja Zeis: Wir spielen im Finale ohne Druck

Die Damen der DJK Brose Bamberg starten in Heidelberg in die Finalserie um den Titel in der 2. Liga Süd.
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Svenja Zeis (r.) und ihre Mannschaftskameradinnen können in den Finalspielen gegen Heidelberg ohne Druck aufspielen - und wollen gerade deshalb ihre Chance nutzen. Foto: sportpress
Svenja Zeis (r.) und ihre Mannschaftskameradinnen können in den Finalspielen gegen Heidelberg ohne Druck aufspielen - und wollen gerade deshalb ihre Chance nutzen. Foto: sportpress
Zusammengewachsen sind die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg getreu ihrem Play-off-Motto in der Halbfinalserie gegen die Bvuk. Sharks aus Würzburg. Am heutigen Samstag ab 17.30 Uhr gilt es nun, zusammen zu wachsen - bestenfalls gar über sich hinaus. Denn dann bittet Hauptrunden-Gewinner und Aufstiegsaspirant Axse BasCats USC Heidelberg zum ersten von maximal drei Endspielen um die Meisterschaft in der 2. Liga Süd. "Wir spielen ohne Druck", sagt DJK-Leistungsträgerin Svenja Zeis im Vorfeld.
"Es ist vollkommen egal, wer wie viele Spiele in der Saison wie hoch gewonnen oder verloren hat. Die nächsten zwei Siege zählen, sonst nichts." Während von Heidelberger Seite oft und gerne auf den zweifelsohne hochverdienten 71:39-Kantersieg aus der Hinrunde eingegangen wird, pflichtet Ulf Schabacker seiner Spielerin bei und misst diesem wie auch eigenen Errungenschaften keine Bedeutung im Hinblick auf die bevorstehenden Duelle bei. "Sie haben in der gesamten Saison ein Spiel verloren, und das mit einem Punkt. Aber das war die Hauptrunde. Play-offs sind Play-offs. Trotzdem ist die Ausgangslage natürlich klar: Heidelberg ist absoluter Favorit und nimmt diese Rolle ja auch an. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe und worauf es für uns ankommen wird", hält sich der Bamberger Cheftrainer an die Fakten. Nach der starken Halbfinalserie gegen den unterfränkischen Nachbarn aus Würzburg, in der sich seine Mannschaft aus Expertensicht eine gewisse Reife erspielte, ist eine Überraschung aber nicht ausgeschlossen.
Der Weg des souveränen Hauptrunden-Gewinners führte über Bad Homburg ins Finale. Wie geplant setzte sich die Truppe von Coach Dennis Czygan in zwei Partien durch und fiebert nun ihrem "Traumfinale" entgegen. In eben diesem treffen zwei Vereine aufeinander, die eint, dass sie seit Jahren zu den Spitzenteams der Liga zählen und sich einen Namen gemacht haben, die sich in ihren Zielen und ihrer Ausrichtung aber durchaus unterscheiden. Sehen sich die BasCats bei ihrer siebten Play-off-Teilnahme in Serie sowie nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr nun an der Reihe, wenn es um den Aufstieg in die Bundesliga geht, steht die Entwicklung der Bamberger Mannschaft eher am Anfang.
Das Durchschnittsalter des Aufgebots für die Endspiele beträgt 20 Jahre, sechs Spielerinnen spielen ihre ersten Zweitliga-Play-offs. Die Früchte der Nachwuchsarbeit könnten überdies auch an anderer Stelle Einfluss auf die Serie nehmen. Sollte es nach dem Aufeinandertreffen in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle (Samstag, 22. April, 16.30 Uhr) 1:1 stehen, käme das dritte und entscheidende Match aufgrund des Finalturniers in der Weiblichen Nachwuchs-Bundesliga (WNBL), in der die Brose-Youngsters am 29./30. April in Wolfenbüttel ebenfalls um den Titel spielen, erst am 6. Mai - dann wieder in Heidelberg - zur Austragung.
Bis dahin stehen aber noch mindestens zweimal 40 intensive Minuten Meisterschaftsfinale auf dem Programm. "Beide Mannschaften kennen sich, ihre Stärken und ihre Schwächen", sagt Schabacker. "Entscheidend werden sicherlich die direkten Duelle sein: Victoria Waldner gegen Erica Carlson, Svenja Zeis gegen Viktoria Krell, Liisi Sokman gegen Helena Chatzitheodoros, Janett Perv gegen Serena Benavente. Im Halbfinale ist es uns gelungen, die Stärken des Gegners wegzunehmen. Heidelberg ist aber wesentlich breiter aufgestellt. Von daher ist unsere Teamabwehr gefragt."
Laut Zeis hat die Mannschaft in den Spielen gegen Würzburg gezeigt, dass sie zurecht im Finale steht. Jetzt will sie mehr: "Ein Finale hat seine eigenen Regeln. Heidelberg ist ein starker Gegner, aber wir werden alles daransetzen, ihn zu schlagen."
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