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Brose Bamberg: Michael Stoschek wünscht sich größere Halle und Fans aus ganz Franken

Der Aufsichtsratsvorsitzende hat eine Vision: Zusammen mit den Fans und den Sponsoren aus dem Großraum Nürnberg will er Bayern München Paroli bieten.
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Michael Stoschek - ein Fingerzeig in die Zukunft Foto: Daniel Löb
Michael Stoschek - ein Fingerzeig in die Zukunft Foto: Daniel Löb
Über das "großartige Spiel" der Brose-Basketballer verlor Michael Stoschek nach dem 96:60-Kantersieg über Oldenburg einige lobende Worte - doch seine Vision, wie es mit dem Bamberger Basketball weitergehen soll, sorgte für Aufsehen. "Mit dem Nürnberger Publikum, den Sponsoren und der Politik soll ein gemeinsames Projekt entstehen. Es gibt überhaupt noch keine Gespräche, aber der Gedanke ist der: Um auf Dauer mit München mithalten zu können, ist Bamberg alleine zu klein, Brose als Sponsor zu klein und ist auch unsere Halle zu klein. Wenn wir mithalten wollen, brauchen wir eine große Halle, die können wir aber nicht alleine füllen", betonte der Aufsichtsratsvorsitzende.


Kooperation mit Nürnberg

In Stoscheks Ausführungen fiel immer wieder der Name Nürnberg, der bei den Fans aus Freak City in der Vergangenheit zumeist Unbehagen auslöste. In der letzten Saison fanden die Euroleague-Begegnungen gegen Anadolu Efes Istanbul und Real Madrid in der Nürnberger Arena statt. Sollten die Bamberger auch in der nächsten Saison in der Königsklasse antreten, wird es wohl nicht bei zwei Auftritten bleiben. "Wir können auch ein größeres Team, das international wettbewerbsfähig sein soll, nicht allein von Brose und den heutigen Sponsoren finanzieren. Deswegen ist der Gedanke, aus dem Projekt Bamberg mehr ein Projekt Franken zu machen.



Meine Idee ist, dass wir uns mit Nürnberg zusammenschließen. Wir hatten ja Spiele in Nürnberg gehabt, die toll angekommen sind. Und warum sollen nicht die Nürnberger auch nach Bamberg kommen - das ist ja über die Autobahn nur ein paar Meter. Eine neue große Halle braucht den Einzugsbereich von Nürnberg", betont der 69-jährige Vereinsboss.


Größerer Umbau im Team

Stoschek verriet auch, dass die Personalbewegungen in der Mannschaft deutlich größer sein könnten als angenommen. "Der Umbau im Team hängt davon ab, welche Spieler bei uns bleiben. Aber wir müssen die Play-offs schnell über die Bühne bringen, denn bevor die nicht zu Ende sind, kann man keine ernsthaften Verhandlungen führen. Und danach haben wir wenig Zeit, weil alle nach einer Woche in Urlaub fahren. Unser Ziel ist es, möglichst viele zu halten."
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