Bamberg
Unterwasser-Rugby

Gastgeber behält auch am Schluss die Nerven

Der Bamberger Reiter als Siegerpreis beim Turnier im Bambados geht erstmals an den ausrichtenden TCB.
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Die Bamberger stören früh im Bambados: Die Tschechen haben ihren Torraum kaum verlassen, als Michael Nosseir (l., weiße Badehose) seinen Gegenspieler schon attackiert. Foto: privat
Die Bamberger stören früh im Bambados: Die Tschechen haben ihren Torraum kaum verlassen, als Michael Nosseir (l., weiße Badehose) seinen Gegenspieler schon attackiert. Foto: privat
Im Bambados trat der gastgebende Tauchclub Bamberg (TCB) fast in Bestbesetzung an und gewann zum ersten Mal das Unterwasserrugby-Turnier um den Bamberger Reiter. Die lange Spielzeit verlangte den sechs Top-Mannschaften einiges ab. Zahlreiche Badegäste schauten sich das internationale Spektakel im neuen Bamberger Wasserparadies an.

Nachdem bei den letzten Turnieren in Salzburg und Stuttgart eine gemischte Mannschaft angetreten war und jeweils Platz 7 belegt hatte, konnte der Tauchclub diesmal zu Hause personell aus dem Vollen schöpfen. Zum Auftakt spielten die Bamberger gegen den Vorjahressieger, Czech Mix, eine Auswahlmannschaft aus Tschechien. 2012 hatte diese mit einem furiosen Auftritt zehn Spiele und das Turnier gewonnen. In diesem Jahr waren die Tschechen allerdings schwächer besetzt, auch weil Budweis mit einer eigenen Mannschaft antrat. Der TCB kaufte ihnen gleich den Schneid ab. Trotz ihrer kraftbetonten Spielweise fanden die Tschechen kein Mittel gegen das Bamberger Pressing. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Csanyi das 1:0 erzielte. Nosseir erhöhte noch vor dem Seitenwechsel auf 2:0. L. Tadda, Toth und nochmals Csanyi trafen zum 5:0-Endstand.

Der nächste Gegner war der PF Budweis. Dessen Spielweise war ähnlich körperlich wie die von Czech Mix, aber viel defensiver. Trotzdem konnten die Budweiser das 0:0 nicht lange halten. Zur Pause stand es bereits 4:0 nach Treffern von Lange (2), L. Tadda und V. Hofmann. Nach der Pause punkteten noch H. Hofmann und nochmals L. Tadda zum 6:1.

Gegen den FS Duisburg wurden die noch nicht ganz fitten Csanyi und Nosseir geschont. Noch in der 1. Min. nutzte Niklas Tadda die Unaufmerksamkeit des Duisburger Torwarts nach einem schnell ausgeführten Freiwurf eiskalt zur Führung. Toth erhöhte kurz darauf auf 2:0. Pahl erzielte gleich darauf per Konter den Anschlusstreffer. Ein Doppelschlag von L. Tadda in der 8. und 10. Min. brachte die Vorentscheidung. Schmittwolf stellte in der zweiten Halbzeit den 5:1-Endstand her. Vor dem letzten Spiel stand mit Österreich noch eine Art Verschnaufpause an. Die Nachbarn mussten auf erkrankte Schlüsselspieler verzichten. So hatte Bamberg leichtes Spiel mit ihnen - 6:0.

Das spannendste Spiel stand bevor. Die VDST Perspektivmannschaft besteht aus Anwärtern auf die Nationalmannschaft und hatte bis dahin auch alle Spiele gewonnen. Es ging um den Turniersieg. Bamberg startete selbstbewusst und setzte sich weit in der gegnerischen Hälfte fest. Zwar gingen in der dichten Abwehr immer wieder Bälle verloren, doch nach jedem Ballverlust gewannen die Franken den Ball sofort wieder. So konnten sie gegen diese schnelle Mannschaft das Tempo kontrollieren.

In der 8. Min. konnten die jungen Wilden doch das Bamberger Forechecking durchbrechen, einen Konter bis zum Tor tragen und in einer Zwei-gegen-Eins-Situation verwandeln. Der TCB lag zum ersten Mal an diesem Tag zurück, ließ sich aber nicht beirren. Der Ball wurde weiter sicher kontrolliert, und schon nach zwei Minuten ergab sich nach einem Ballgewinn direkt am gegnerischen Tor eine große Chance. Weißenberger fackelte nicht lange und nutzte die kurze Verwirrung in der Verteidigung eiskalt zum Ausgleich.

In der zweiten Hälfte bestimmte Bamberg weiter das Geschehen. In der Vorletzten Minute gab es noch einen Freiwurf für Bamberg. Ein schneller Pass von L. Tadda, eine Attacke von Weißenberger und F. Walcher vollstreckte zum 2:1 Erfolg.

Unterwasserrugby gibt es wieder am Sonntag, 3. März, im Bambados zu sehen. Dann wird dort der vierte Spieltag der Bundesliga Süd ausgetragen.

TC Bamberg: Andreas Weißenberger, Bela Csanyi, Caroline Kaufhold, Felix Voit, Felix Walcher, Geza Toth, Hannes Hofmann, Jan van der Heide, Lukas Tadda, Martin Schmittwolf, Michael Nosseir, Niklas Tadda, Sebastian Lange, Tobias Hofmann, Veit Hofmann
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