Bamberg
Leichtathletik

Bezirkschef Terassa: Mehr zusammenrücken

Die oberfränkischen Vereine trafen sich zu ihrer Arbeitstagung bei der TSG 05 Bamberg. 2017 stehen Neuwahlen des Bezirksvorstands an.
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Der Bezirksrat des Leichtathletik Bezirk IV Oberfranken bei seiner Tagung im Sportheim der TSG 05 Bamberg, v. l.: Seniorenwart Georg Hirsch (Bayreuth), Kreisvorsitzender "Süd" Rüdiger Hecht (Forchheim), Bezirksstatistiker Michael Herold (Kulmbach), Kreisvorsitzender "Ost" Ernst Neumann (Münchberg), U20-Jugendwart Jürgen Grießhammer (Großwendern), Schatzmeister Alfred Kotissek (Memmelsdorf), Laufwart Jürgen Sinthofen (Gaustadt), Bezirksvorsitzender Frank Terassa (Forchheim), U16-Jugendwartin I...
Der Bezirksrat des Leichtathletik Bezirk IV Oberfranken bei seiner Tagung im Sportheim der TSG 05 Bamberg, v. l.: Seniorenwart Georg Hirsch (Bayreuth), Kreisvorsitzender "Süd" Rüdiger Hecht (Forchheim), Bezirksstatistiker Michael Herold (Kulmbach), Kreisvorsitzender "Ost" Ernst Neumann (Münchberg), U20-Jugendwart Jürgen Grießhammer (Großwendern), Schatzmeister Alfred Kotissek (Memmelsdorf), Laufwart Jürgen Sinthofen (Gaustadt), Bezirksvorsitzender Frank Terassa (Forchheim), U16-Jugendwartin Ilse Dörfler (Bamberg) Foto: privat
Mit der Mahnung, wieder mehr zusammenzurücken und besser zusammenzuarbeiten, hat Frank Terassa (Forchheim), der Vorsitzende des Bezirks Oberfranken im Bayerischen Leichtathletik-Verband (BLV) die Arbeitstagung der Vereine im Sportheim der TSG 05 Bamberg eröffnet. Der Bezirksvorstand geht ins letzte Viertel seiner vierjährigen Legislaturperiode. Im kommenden Jahr stehen Neuwahlen an, es sind gravierende personelle Veränderungen zu erwarten.
"Wenn wir wirklich erfolgreich bestehen wollen, geht das nur mit gegenseitiger Wertschätzung, Akzeptanz und Verlässlichkeit", redete Terassa den Delegierten ins Gewissen. Der Bezirksvorsitzende verwies auf die im nächsten Jahr anstehenden Neuwahlen, die erhebliche Veränderungen erwarten lassen, und appellierte an Kreise und Vereine, gemeinsam eine tragfähige Lösung zu suchen.


Gute Zusammenarbet im Süden

Der U20-Jugendwart Jürgen Grießhammer (LGF/TSV Großwendern) zitierte in seinen Ausführungen den Physiker Albert Einstein mit den Worten: "Große Dinge lassen sich nur gemeinsam erreichen." Auch Grießhammer kritisierte den Mangel an Zusammenarbeit und Gemeinsamkeiten unter den Vereinen. Bedauern äußerte Grießhammer, dass die Stützpunkte des Bezirks Oberfranken kaum mehr oder viel zu wenig genutzt würden. Ziel der Stützpunkte sei, ortsnah weitere Trainingsmöglichkeiten zu eröffnen. Der Jugendwart lobte die gute Zusammenarbeit der Vereine im Kreis 1, Oberfranken Süd. Überwiegend seien dort in dieser Saison die erfolgreichsten Jugendlichen der U20 und U18 zu Hause gewesen.
Breiten Raum nahm die Diskussion über die Kinderleichtathletik - "KiLa" - ein, obgleich die Meinungen über dieses neue Wettkampfsystem des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) nicht immer konform laufen. Mit einem Bezirksfinale will Oberfranken der "KiLa" den Weg weiter bereiten.


Talente bewähren sich

Die U16-Jugendwartin Ilse Dörfler (Bamberg) berichtete von schönen Erfolgen der oberfränkischen Talente auf Landes- und Bundesebene. Die gute und zunächst nicht erwartete Entwicklung des E-Kaders 2015/16 erlebte einen Höhepunkt in diesem Jahr mit dem zweiten Platz beim bayerischen Bezirksvergleichskampf der Mädchen W14. Die Jungs verpassten wegen vieler unerwarteter Ausfälle als Vierte eine bessere Platzierung. Kritisch setzte sich die Jugendwartin mit den schleppenden Eingang der Rückmeldungen auf die Einladung zum Bezirksvergleichskampf auseinander. Desaströs sei es, so Ilse Dörfler, wenn im letzten Moment noch Absagen erfolgten, weil dann das gesamte Mannschaftsgefüge in Frage gestellt werden würde. Glücklicherweise hätten Ausfälle teils noch kompensiert werden können. Der E-Kader 2016/17 ist mit 20 Nachwuchsathleten etwas schwächer besetzt als im Vorjahr Einige Vereine nähmen das Angebot überhaupt nicht wahr, beklagte Ilse Dörfler.
In Hof fand im Februar erstmals eine C-Leichtathletiktrainer-Abschlussprüfung statt. Das gab Lehrwart Thomas Neubert aus Hof in seinem Bericht zu Protokoll. 21 Übungsleiter-Anwärter aus der Region 3 Franken unterzogen sich erfolgreich dem Examen. Zwei Fortbildungsseminare ("Ausdauertraining im Schüler-/Jugendbereich, leistungsbestimmende Faktoren beim Weitsprung" und "Werfen in Theorie und Praxis") im Mai und Oktober in Hof waren recht gut besucht.
Laufwart Jürgen Sinthofen (Altendorf) zufolge gab es im Bezirk in dieser Saison rund 60 offiziell gemeldete Laufwettbewerbe. Für den Rest der Wahlperiode 2013 bis 2017 berief die Versammlung Rüdiger Hecht (Forchheim), Vorsitzender des Kreises 1 Süd zum Stellvertreter des Bezirksvorsitzenden. Die Koordinierung und Abstimmung der Termine 2017 und die Vergabe der Bezirksmeisterschaften ging recht zäh vonstatten.
Von besonderem Interesse für die Vereine dürfte sein, dass es im nächsten Jahr keine oberfränkischen Hallenmeisterschaften geben wird. Der Bezirksrat hatte diese Empfehlung gegeben, die Versammlung keine Einwendungen erhoben. Dem Trend der Zeit folgend will der Bayerische Leichtathletik-Verband Trial-Wettbewerbe ins Wettkampfprogramm aufnehmen.
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