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Faschingshöhepunkt

Sonne und Kamelle: 30.000 kamen zum Bamberger Faschingsumzug

Ob auf dem Wagen oder am Straßenrand: 30.000 Menschen feierten begeistert und bei schönstem Wetter den Bamberger Faschingsumzug.
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Das Bamberger Rathaus war zum Ende des Faschingsumzuges in Narrenhand. Foto: Matthias Hoch
Das Bamberger Rathaus war zum Ende des Faschingsumzuges in Narrenhand. Foto: Matthias Hoch
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Obacht mit den Bananen - "die werden gereicht, nicht geworfen", sagt Klaus Otto an. Gerade rollt der Bamberger Faschingsumzug am Markusplatz los, und der Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Bamberg schwört seine Elferräte ein - sowie die Schreiberin dieses Textes, die erstmals auf einem Wagen mitfährt (als Bonbon werfende Raubkatze, siehe Foto).

Mit den Bananen, da müsse man aufpassen, die können weh tun, falls die einer ins Gesicht kriegt. Für all die anderen Kamellen, sprich Bonbons, Gummibärchen, Popcorntüten, Blumen oder Kuscheltiere gilt: haushalten. "Net, dass ma am Maxplatz nix mehr ham", deutet Benedikt Dümig, Vizepräsident des BRK-Elferrates, an.
 

 


Doch was ist mit dem Rest der Herren? Von elfen stehen schließlich nur acht auf dem Faschingswagen. "Na, nach so am Abend wie gestern schaffen's nimma alle", scherzt Ben Dümig zunächst in Anspielung auf den rauschenden BRK-Rosenmontagsball. Aber dann wird er ernst. Denn zweien geht's nicht gut, auch bei den Faschings-Oberen hat die heftige Grippewelle dieses Jahr zugeschlagen.

Pius Schiele, Präsident des Elferrats und ebenfalls angeschlagen, wartet am Rathaus, wo Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) später den Schlüssel an das Prinzenpaar des "Memmelsdorfer Carneval Club" übergeben wird. Seine Tollität Swen-Christian I. fragt sich in seiner Ansprache: "Im Rathaus gibt's nur Sekt und Wein, wie kann das sein? Wir wünschen uns fürs nächste Paar: Bietet mal ein Bier dar!"

Zurück zum Faschingszug: Dieser zuckelt im Schritttempo durch die Bamberger Innenstadt, und die Elferräte verteilen fleißig Süßigkeiten und Blumen. "Eine Rose muss ich für meine Metzgerin aufheben, die steht in der Langen Straße", kündigt Klaus Otto an.
Neben dem Wagen laufen aufmerksam in Reih und Glied Ehrenamtliche des BRK. Sie passen auf, dass die Kinder am Straßenrand beim Kamellen-Sammeln den Rädern des riesigen Traktors nicht zu nahe kommen.

"Darauf haben wir dieses Jahr besonderes Augenmerk gerichtet", sagt auch Christian Heyd von der Bamberger Polizei nach dem Umzug. Am Sonntag war eine 24-Jährige in Oberbayern unter die Räder eines Traktors geraten. In Bamberg sei alles ohne größere Zwischenfälle abgelaufen. Zwei Mal hätten sich Eltern und Kind verloren, "doch wir konnten alle wieder zusammenführen", sagt Heyd.
Auch auf dem BRK-Elferrats-Wagen lief's rund: Die Kamellen reichten, Bananen-Verletzte blieben aus, weil: in die Hand gegeben statt geworfen.

Diese Gruppen haben am Umzug teilgenommen:

Radio Bamberg, SV-Dörfleins, Fanclub Faszination Basketball Bamberg, Brücken-Apotheke, SPD-Stadtratsfraktion, BRK Elferrat Bamberg, Don-Bosco-Musikanten, TSV Schammelsdorf, Fanclub Freakcity Frankenpower, SpVgg Stegaurach Danceteam, Visit & Care Gruppe, Bauunternehmen Tscherner, Bamberger Allianz (früher: Bamberger Realisten), Jugendfeuerwehr Stadt Bamberg, MCC Memmelsdorfer Carneval Club, Bäckerei Loskarn, Uferlos Bamberg;

 

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