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Sammelleidenschaft

Mister Playmobil aus Bamberg: eine Garage voll mit Spielzeug

Seit seiner Kindheit sammelt Sebastian Burkard das berühmte Spielzeug. Wie viel er mittlerweile besitzt, kann der Bambergers nicht sagen.
Matthias Hoch
 
von CHRISTIAN PACK
Sebastian Burkard ist vier Jahre alt, als es von heute auf morgen um ihn geschehen ist. Im Familienurlaub in Südbayern bekommt der Bub von seinen Eltern einen Spielzeug-Spielplatz geschenkt. "Der hat mich sofort fasziniert. Ich fand das unglaublich spannend."

Fortan gibt es für ihn nur noch ein Thema: Playmobil. Und aus dem neugierigen Kind wird ein Sammler aus Leidenschaft. An jedem Geburtstag und an Weihnachten weiß der kleine Sebastian bereits, was sich im Geschenkpapier versteckt. Zudem werden im Urlaub die Geschäfte gestürmt. "Manche Läden würde ich auch heute noch blind finden." Burkard gibt sich erst zufrieden, wenn die Figuren und das Zubehör der einzelnen Spielwelten komplett sind. "Ich wollte alles, von der Ritterburg bis zum Prinzessinenschloss."


Limitierte Produkte aus dem Ausland

Die Themenwelten zwischen seinem vierten und 16. Lebensjahr, schätzt Burkhard, hat er allesamt ergattert. Teilweise kommen noch limitierte Produkte aus dem Ausland hinzu, wie beispielsweise ein Weihnachtshaus aus den Vereinigten Staaten. In einschlägigen Internetforen tauscht sich Burkhard zudem mit Gleichgesinnten aus und ersteigert fleißig.
Dabei geht es dem Bamberger eigentlich weniger um den klassischen Spielfaktor. "Gespielt habe ich eigentlich fast nur mit der elektrischen Eisenbahn. Das Aufbauen hat mir mehr Spaß gemacht." Burkhard macht es große Freude, seine "Werke" zu präsentieren. Anfangs in seinem Kinderzimmer, dann im Fenster der elterlichen Erdgeschosswohnung.


Ausstellung im Schaufenster

Irgendwann reicht aber auch das nicht mehr: Die Eltern mieten ein kleines Schaufenster in Bamberg, wo der Sohn sich ein mal pro Monat austoben kann. "Eine tolle Sache. Wenn ich Zeit hätte, würde ich das immer noch machen."
Auch heute schaut "Mister Playmobil" regelmäßig in Geschäften, ob ihn etwas interessiert. Auch seine Eltern bringen ihm ab und an noch etwas mit. Die feurige Sammelleidenschaft aus der Kindheit ist aber etwas abgekühlt. "Ich laufe nicht mehr jeder Themenwelt hinterher. Teilweise ist mir das auch zu modern geworden."

Trotzdem wird sich der Lehramtsstudent nicht von seinen Schätzen trennen - obwohl sich das aus finanzieller Sicht durchaus lohnen würde. "Es gibt bestimmt einige, die mir alles abkaufen würden. Aber da hängen zu viele Erinnerungen dran." Außerdem wird er häufig gebeten, etwas aufzubauen. Und auch die Nichte freut sich über das ein oder andere Geschenk.


Teilweise noch ungeöffnet

Wie viel Playmobil er besitzt, kann Burkard nicht sagen. Als der Sammler vor Jahren beginnt, eine Datenbank anzulegen, landet er irgendwann bei Produkt Nummer 5000. "Und das ist noch lange nicht das Ende." Teilweise besitzt er Artikel auch doppelt - oder hat sie noch gar nicht geöffnet.

Für die Lagerung haben ihm seinen Eltern eine Garage zur Verfügung gestellt. Die ist mittlerweile so überfüllt, dass ein Auto hier beim besten Willen keinen Platz mehr finden würde. "Da passt höchstens noch ein Playmobilauto rein", lacht Burkard.


Playmobil: beliebter Spielzeugklassiker made in Franken


Bei ihrem ersten Auftritt am 2. Februar 1974 während der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg wurde ihnen von den Einkäufern der Branche keine große Zukunft vorausgesagt. Lediglich ein holländischer Großhändler erkannte das Potenzial der 7,5 cm großen Playmobil-Figuren und erteilte einen Großauftrag über eine Million D-Mark.

43 Jahre später hat das Zirndorfer Unternehmen drei Milliarden Playmobil-Figuren gefertigt. Während es zu Beginn nur einen Indianer, einen Bauarbeiter und einen Ritter gab, ist die Vielfalt der Figuren heute enorm. Mehr als 5700 Figurenvarianten sind entstanden, die über 30 Spielthemen werden in rund 100 Ländern weltweit vertrieben.

Die Brandstätter Gruppe mit Produktionsstätten in Deutschland, Malta, Spanien und Tschechien erreichte 2016 einen Gesamtumsatz von 671 Millionen Euro und beschäftigt weltweit mehr als 4200 Mitarbeiter. Am 3. Juni 2015 stirbt Playmobil-Alleininhaber Horst Brandstätter im Alter von 81
Jahren. Seine Firma wird als Stiftung weitergeführt.
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