Schlüsselfeld
Unfall

Lange Staus nach Unfällen auf A3 - Ärger mit Gaffern und Rettungsgassen-Verweigerer

Immer wieder kommt es auf der A3 zwischen Schlüsselfeld und Geiselwind zu Unfällen. So auch am Mittwoch: Da krachte es gleich mehrmals auf der Strecke.
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Immer wieder kommt es auf der A3 zwischen Schlüsselfeld und Geiselwind zu Unfällen. so auch am Mittwoch: Da krachte es gleich mehrmals auf der Strecke. Foto: News5/Merzbach
Immer wieder kommt es auf der A3 zwischen Schlüsselfeld und Geiselwind zu Unfällen. so auch am Mittwoch: Da krachte es gleich mehrmals auf der Strecke. Foto: News5/Merzbach
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Am Mittwochvormittag kam es auf der A 3 aufgrund mehrerer Unfälle zwischen den Anschlussstellen Schlüsselfeld und Wiesentheid zu kilometerlangen Staus und erheblichen Behinderungen in beiden Fahrtrichtungen. Die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried berichtet am Tag danach von mehreren Gaffern und Ärger mit der Rettungsgasse.

Zuerst kippte s etwa 5 Kilometer nach Geiselwind ein Lkw-Anhänger wegen eines Reifenschadens um und blockierte beide Fahrstreifen. Dann krachte ein Laster auf das 12 Kilometer entfernte Stauende. Dabei wurde der Fahrer - zum Glück nur leicht - verletzt. Den Gesamtschaden beider Unfälle schätzt die Autobahnpolizei auf rund 100.000 Euro.

Gegen 06.00 Uhr war ein 33-jähriger Lasterfahrer in Richtung Frankfurt unterwegs. Kurz nach der Baustelle bei Geiselwind geriet der Anhänger seines Lastzuges aufgrund eines Reifenschadens ins Schlingern und kippte schließlich um. Das Zugfahrzeug blieb auf den Rädern. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.


Langer Stau am Morgen

Das querliegende Fahrzeug blockierte die Fahrbahn komplett. Nachdem der Lkw abgekoppelt worden war, leitete die Autobahnpolizei während der mehrstündigen Bergungs- und Reinigungsmaßnahmen den Verkehr einspurig auf dem Seitenstreifen vorbei. Die Autobahnmeisterei Geiselwind kümmerte sich um eine Ableitung des Verkehrs bei Geiselwind. Rasch bildete sich im morgendlichen Berufsverkehr ein langer Stau.

Während der mehrstündigen Bergungs- und Reinigungsarbeiten beobachteten die Beamten einige Autofahrer, die ihr Handy verbotswidrig benutzten. Insgesamt werden wohl deswegen zwölf Wagenlenker mit einer Anzeige rechnen müssen. Außerdem wird gegen einen Verkehrsteilnehmer, der keine Rettungsgasse gebildet hatte, ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Der neue Bußgeldkatalog sieht für diesen Verstoß zwei Punkte in Flensburg und mindestens ein Bußgeld von 200 Euro vor.


Fahrer erkennt Stauende zu spät

Gegen 07.15 Uhr fuhr dann am stehenden Ende der Kolonnen ein 36 Jahre alter Kraftfahrer auf einen Sattelzug auf. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen hatte das Stauende zu spät bemerkt.

Trotz Vollbremsung und eines Ausweichmanövers erfasste er mit der rechten Seite seines 12-Tonners das Heck des anderen Fahrzeugs. Dabei riss er den Aufbau des Aufliegers völlig auf. Obwohl das Führerhaus des Lasters vor allem rechts stark deformiert wurde, erlitt sein 49-jähriger Beifahrer nur leichte Verletzungen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer selbst und der andere Lkw-Fahrer im Alter von 37 Jahren blieben unverletzt. Die Fahrzeuge blockierten wiederum die gesamte Fahrbahn.

Die Bergung der Fahrzeuge und der 24 Tonnen Granulat, die der stehende Sattelzug geladen hatte, sowie die Reinigung der Fahrbahn beanspruchten mehrere Stunden. Dafür musste die Fahrbahn in Richtung Frankfurt komplett gesperrt werden. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Schlüsselfeld unterstützten die Polizeibeamten bei der Absicherung.
Gegen 11.00 Uhr blieb dann noch innerhalb der Baustelle bei Geiselwind ein Sattelzug mit einem Motorschaden auf dem Verzögerungsstreifen liegen. Eine zehn Meter lange Ölspur verschmutzte zusätzlich den rechten Fahrstreifen in Richtung Nürnberg. Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Geiselwind gelang es zwar schnell, den 40-Tonner in den mit Warnbaken abgesperrten Bereich an der Anschlussstelle zu ziehen. Dennoch musste ein Fahrstreifen für die Reinigungsarbeiten gesperrt werden und die Abfahrt von der Autobahn war eine Zeit lang nicht möglich. Die Folge war ein mehrere kilometerlanger Stau, der zeitweise bis über die Anschlussstelle Wiesentheid hinaus reichte.
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