Bamberg
Straßenfest

Lange Straße macht als Flaniermeile gute Figur

Auf ein kleines Jubiläum konnte das Lange-Straßen-Fest zurückblicken. Bereits zum 25. Mal wurde rund um Kranen, Lange Straße und Theatergassen gefeiert.
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Das Lange-Straßen-Fest zog wieder viele Besucher an. Foto: Harald Rieger
Das Lange-Straßen-Fest zog wieder viele Besucher an. Foto: Harald Rieger
"Am 8. Oktober 1993 wurde der Umbau des innerstädtischen Rings in der Langen Straße, am Kranen und der Kapuzinerstraße mit einer Feierstunde für den Verkehr freigegeben", erinnert sich Pius Schiele, Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Lange Straße, noch genau an diese Zeit.


Beliebtes Straßenfest

Ein Jahr lang hätten Geschäftstreibende, aber auch Anwohner unter der Baustelle kräftig gelitten, so Schiele. Ein Jahr lang Staub, schlechte Erreichbarkeit und zum Teil große Umsatzeinbußen. Umso glücklicher sei man daher gewesen, als die Baumaßnahme abgeschlossen war und alles wieder seinen gewohnten Gang gehen konnte. "Den freudigen Anlass wollten wir damals gebührend feiern und so hatten wir beschlossen, ein buntes Fest zu feiern."

Inzwischen ist der innerstädtische Ring längst zur Gewohnheit geworden und auch die Folgen der damaligen Baustelle sind vergessen. Geblieben jedoch ist das Straßenfest. "Inzwischen ist unser Fest in der Langen Straße das einzig noch verbliebene Straßenfest in Bamberg und erfreut sich großer Beliebtheit", untereicht Schiele. Dazu würden rund 50 Geschäfte sowie Dienstleister für einen Tag lang Tische und Stühle aufbauen, Mitmachaktionen anbieten und für reichlich Abwechslung sorgen. So gab es auch diesmal Musikkapellen, Hüpfburgen, Bastelangebote und Karussells für die Kinder.

Und noch jemand freute sich über das Straßenfest und die damit geplante ganztägige Sperrung des halben innerstädtischen Ringes: die Initiative Radentscheid für Bamberg. "Wir freuen uns über das Fest in der Langen Straße. Die Straße ist für den motorisierten Verkehr gesperrt, Menschen halten sich dort auf, kommen miteinander ins Gespräch, atmen saubere Luft, verweilen dort gerne und -- was insbesondere im Interesse der Händler sein dürfte - kaufen ein", heißt es in einem offenen Brief an die Interessensgemeinschaft.

Aber weshalb, so fragt die Radinitiative weiter, darf die Lange Straße nicht an den restlichen 364 Tagen im Jahr Flaniermeile sein? Weshalb hält die Interessensgemeinschaft weiter an Kurzzeitparkplätzen fest, wo doch längst bewiesen sei, dass der Innenstadthandel weniger von Parkplätzen im öffentlichen Raum, als vielmehr von Aufenthaltsqualität profitiert? "Weshalb verstehen Sie nicht, dass die Geldbeuteldichte am größten ist, wenn sich viele Menschen zum Beispiel zu Fuß oder mit dem Rad auf einer Fläche aufhalten, wenn die gleiche Fläche nicht von wenigen Autos blockiert wird?", resümiert der offene Brief.
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