Bamberg
Strafprozess

Landgericht Bamberg: Haftstrafe für gefährlichen Messerstich

Martin P. muss wegen gefährlicher Körperverletzung für fünf Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Die Vergewaltigung vom Vortag wirkt strafverschärfend.
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Foto: Ferdinand Merzbach
Foto: Ferdinand Merzbach
Weil er in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin eindrang und ihr ein Messer in den Hals stieß, wurde ein 40-Jähriger von der Großen Strafkammer des Landgerichts zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Da er nach Ansicht des Gerichts im weiteren Verlauf von seinen Tötungsplänen abrückte, wurde er nicht wegen des ursprünglich angeklagten versuchten Totschlags verurteilt worden. Die Kammer sah jedoch auch die vorangegangene Bedrohung und Vergewaltigung von Bettina Z. als erwiesen an, obwohl in diesen Punkten keine Anklage erhoben worden war.
"Wie auch immer man die Beweisaufnahme wertet: Am Morgen des 25. Januar haben sich dramatische Szenen in der Wohnung von Bettina Z. (Name geändert) abgespielt", stellte Oberstaatsanwalt Otto Heyder zu Beginn seines Plädoyers fest. In der Tat wurden die Zeugenaussagen der vorangegangenen Tage höchst unterschiedlich interpretiert. Während Staatsanwaltschaft und Nebenklage in ihren Anträgen zum ersten Mal von versuchtem Mord sprachen, entsprechend hoch auch die geforderte Freiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten, sah Verteidiger Alexander Wessel allenfalls eine Bedrohung und gefährliche Körperverletzung als erwiesen. Entsprechend forderte er für seinen vielfach vorbestraften Mandanten eine Freiheitsstrafe von "nur" einem Jahr und 10 Monaten.

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