"Das passt nicht ins Landschaftsbild", sagte Peter Mai. Seine Kollegen im Ratsgremium waren wohl der gleichen Meinung. In der Gemeinderatssitzung wurde die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage behandelt. Auf einem landwirtschaftlichen Grundstück nördlich der Ortschaft Lonnershof entlang der Bahntrasse hätte sie der Konzern "Naturstrom" gerne errichtet.

Bereits im April hatte der Bauausschuss das Gelände vor Ort besichtigt. Im Gremium traf die Anlage zur alternativen Stromerzeugung jedoch auf Ablehnung. Niemand wolle sie haben, die Anlage finde keine Zustimmung in der Bevölkerung, war der Tenor im Sitzungssaal.

Dort versuchten die beiden Naturstrom-Projektleiter den Räten die Anlage, für die eine Bauvoranfrage vorlag, schmackhaft zu machen. Von der Straße aus sei die Anlage nicht zu sehen, erklärten die Projektleiter. Lediglich von den Obergeschossen der Häuser am Ortsrand von Lonnershof würde man sie sehen.

Bei der Beschlussfassung stimmten alle Räte gegen die Anlage an diesem Standort. Durch die eindeutige Entscheidung erübrigten sich weitere Schritte, wie eine Änderung der Bauleitplanung. Wie Bürgermeister Jakobus Kötzner mitteilte, hat die Gemeinde Frensdorf bereits eine Versorgung mit alternativer Energie von 130 Prozent. Sie werde durch vier Biogasanlagen im Gemeindegebiet und Photovoltaikanlagen auf Dachflächen erzeugt.