Bischberg
Ortsbeschreibung

Hochburg der fränkischen Fischerei: Das ist Bischberg

Aufgrund seiner Lage am Fluss blickt Bischberg auf eine lange Tradition des Fischer- und Flößerhandwerks zurück. Spuren dieser Zeit findet man noch immer.
Artikel einbetten Artikel drucken
Aufgrund seiner Lage am Fluss blickt Bischberg auf eine lange Tradition des Fischer- und Flößerhandwerks zurück. Spuren dieser Zeit findet man noch immer. Foto: Gemeinde Bischberg
Aufgrund seiner Lage am Fluss blickt Bischberg auf eine lange Tradition des Fischer- und Flößerhandwerks zurück. Spuren dieser Zeit findet man noch immer. Foto: Gemeinde Bischberg
Unweit von Bamberg und direkt am Fluss liegt das oberfränkische Dorf Bischberg. Die Gemeinde besteht aus fünf Ortsteilen. In Bischberg, Rothhof, Trosdorf, Tütschengreuth und Weipelsdorf wohnen insgesamt knapp 6400 Bürger. 2013 feierte der Ort sein tausendjähriges Bestehen mit einem großen Festakt. Der Name Bischberg leitet sich von der Hanglage der Gemeinde ab und ist eine abgekürzte Form des ehemaligen "Bischofsbergs".


Sehenswertes in Bischberg

Der Ort am Zusammenfluss von Regnitz und Main ist seit jeher eine Hochburg der fränkischen Fischerei. Der Fischreichtum in den an Bischberg angrenzenden Gewässern war das täglich Brot einiger Fischereifamilien, die sogar eine Fischerzunft gründeten. Heute gedenkt man dem traditionsreichen Handwerk jährlich mit dem Fischerstechen am Kirchweihsonntag. Interessierte können sich die Geschichte rund um die schuppige Beute aus den Fluten der Flüsse im Fränkischen Fischereimuseum ansehen. Unzählige Reusen, Netze, Boote und andere Gerätschaften erklären die Arbeit der Fischer und geben einen lebendigen Einblick darüber, wie hart der Alltag für die Männer gewesen sein muss.

Der ganze Stolz des Ortes ist das Untere Schloss, ein im 18. Jahrhundert errichtetes Gebäude, das seine Besucher mit den typisch fränkischen Fensterläden und den herrlichen Stuckdecken im Innenraum bezaubert. Im Unteren Schloss finden regelmäßig Veranstaltungen wie Konzerte statt und die Räumlichkeiten dienen als Standesamt. Neben dieser Sehenswürdigkeit gibt es außerdem die katholische Pfarrkirche St. Markus. Das romanische Gotteshaus mit dem ungewöhnlichen Dach verfügt über einen prachtvollen barocken Altarraum und einen massiven Glockenturm.


Leben in Bischberg

Auch für seine Bewohner ist Bischberg attraktiv. Das Dorf besitzt alles, was man zu einem komfortablen Leben benötigt. Neben Schulen, zahlreichen Möglichkeiten der Kinderbetreuung, gut ausgebauten Spiel- und Bolzplätzen und Einrichtungen des täglichen Bedarfs gibt es eine Bibliothek und ein Hallenbad, das momentan durch eine Genrealsanierung modernisiert wird und daher zeitweise geschlossen ist. Bischberg sorgt mit Baketballkörben, einer Skaterbahn und Tischtennisplatten für sportlichen Ausgleich. Wer sich nicht alleine abrackern möchte, der kann einem der vielen Vereine Bischbergs beitreten. Vom Bund Naturschutz über die Fischerzunft bis hin zu den Mainseglern ist alles vertreten. Aufgrund der Aufnahme Bischbergs in das Stadtbusnetz ist man schnell in Bamberg.


Jüdische Geschichte

Wie viele fränkische Orte beherbergte auch Bischberg eine florierende jüdische Gemeinde. Im 19. Jahrhundert machten die jüdischen Mitbürger etwa 20 Prozent der Bevölkerung Bischbergs aus. Unter ihnen war eine prominente Figur: Eduard Silbermann. Er war der erste Jude in Deutschland, der das Amt des Rechtsanwaltes ausführen durfte und somit ein Vorreiter für die Eingliederung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland.

Bischberg erfreut sich vor allem zur Kirchweih vieler Besucher. Das Fischereimuseum, der Weg entlang des Flusses und die zahlreichen Vereinsfeste laden auch unter dem Jahr zu einem Besuch in Bischberg ein.

von Vanessa Höfner
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren