Bamberg
Gericht

Ehemalige NPD-Funktionärin scheitert mit Berufung

Weil sie sich volksverhetzend geäußert hatte, war eine 48-Jährige zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Landgericht bestätigte nun diese Strafe.
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Foto: Ferdinand Merzbach
Foto: Ferdinand Merzbach
Nach diversen Beweisanträgen und Befangenheitsanträgen sowie entsprechenden Unterbrechungen endete das Berufungsverfahren gegen eine ehemalige NPD-Funktionärin doch noch mit einem Urteil. Dieses bestätigte einen Schuldspruch des Amtsgerichts Bamberg, wonach die 48-Jährige wegen Volksherhetzung eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu jeweils 15 Euro zahlen muss. Sie hatte bei einer Demonstration unter anderem behauptet, dass es sich bei vielen Flüchtlingen um "Testosteronbomben aus Allerherrenländern" handle, die nur ins Land gekommen seien, "um deutsche Frauen zu überfallen, zu erniedrigen, zu vergewaltigen".
Die Angeklagte selbst blieb nicht bis zum Urteil im Gerichtssaal, da sie das Verfahren derzeit gesundheitlich überfordere. Sie erteilte ihrem Verteidiger Björn Clemens eine entsprechende Vollmacht. Gegen das Urteil ist noch Revision möglich.

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