Buttenheim
Richtfest

Das neue Rathaus nimmt Gestalt an

In Buttenheim entsteht ein modernes Verwaltungsgebäude auf dem Areal der ehemaligen alten Schule von 1908, die in den 70er Jahren abgerissen wurde.
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Zahlreiche Besucher informierten sich beim Richtfest am neuen Buttenheimer Rathaus vor Ort. Fotos: Andrea Spörlein
Zahlreiche Besucher informierten sich beim Richtfest am neuen Buttenheimer Rathaus vor Ort. Fotos: Andrea Spörlein
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Das Thema Rathaus beschäftigt den Buttenheimer Gemeinderat und die Buttenheimer Bevölkerung schon seit längerem. Das jetzige Rathaus, die ehemalige Lehrerwohnung, entspricht schon lange nicht mehr den Ansprüchen einer modernen Verwaltung und ist vor allem nicht barrierefrei. Viele Diskussionen und Abstimmungsgespräche waren auch im Hinblick
auf die Standortfrage notwendig. Doch nun entsteht ein modernes Verwaltungsgebäude auf dem Areal der ehemaligen
alten Schule von 1908, die in den 70er Jahren abgerissen wurde. Der praktische Nebenwert der Entscheidung ist die Tatsache, dass der Buttenheimer Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) von seinem aktuellen Dienstzimmer die Bauaufsicht bequem übernehmen kann. Für ihn ist der Standort gut gewählt, denn der Platz hat sich zum Mittelpunkt im öffentlichen Leben Buttenheims entwickelt. Befindet sich doch hier auch der Bauhof, die Feuerwehr, die VHS, das Baubüro des BürgerNets, die Jugendblaskapelle, die frühkindliche Musikerziehung, die Kreismusikschule, der Singkreis Buttenheim und das Büro des Revierförsters. 2,4 Millionen Euro incl. Nebenkosten sind für den Neubau des Rathauses eingeplant.

Beim Richtfest konnte der Bürgermeister neben vielen Buttenheimer Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Bürgermeister-Kollegen aus den Nachbarorten und den Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz (SPD) begrüßen. Karmann sprach in seiner Begrüßung davon, dass Buttenheim ein "fränkisches, öffentliches und freundliches Gebäude erstellen wird, in welchem sich sowohl die Beschäftigten als auch die Bürgerinnen und Bürger wohl fühlen werden." Der Bürgermeister bedankte sich beim Architekturbüro Christoph Gatz und bei der Firma KFB Baumanagement aus Reuth, die vor Ort als Projektsteuerer fungiert, für die reibungslose Zusammenarbeit. Sein Dank galt darüber hinaus dem Bauunternehmen Köhler und der Zimmerei Alwin Engert mit all ihren Beschäftigten.

Im Keller des neuen Rathauses werden neben dem Archiv, der Registratur und dem Levi-Depot, auch die Haus- und die EDV-Technik ihren Platz finden. Im Erdgeschoss entsteht ein offenes und lichtdurchflutetes Bürgeramt, das Standesamt und das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung. Darüber hinaus wird es einen multifunktionalen Raum geben, der sowohl für Besprechungen als auch für standesamtliche Trauungen genutzt werden kann. Im ersten Stock werden das Bauamt, die Kasse und die Kämmerei, sowie die Geschäftsleitung und das Bürgermeisterzimmer untergebracht sein. Der Sitzungssaal und die Sozialräume sind dann zukünftig im Obergeschoss untergebracht. Der Marktgemeinderat wird in einem zeitgemäßen und technisch auf dem neuesten Stand ausgestatteten Raum tagen können. Das Buttenheimer Gemeindeoberhaupt bedauerte es sehr, dass er keine öffentlichen Mittel für das Rathaus akquirieren konnte. Jedoch wurden Fördermittel für den Rathausumgriff in Aussicht gestellt.

Landrat Johann Kalb (CSU), ließ es sich nicht nehmen seinem Nachfolger im Amt des Buttenheimer Bürgermeisters zum neuen Rathaus zu gratulieren. Das hätte er, so Kalb süffisant, "in seiner 25-jährigen Amtszeit nicht geschafft". Viel Beifall bekamen die Kinder aus der Kindertagesstätte Sonnenblume, die mit ihrem Lied von den fleißigen Handwerkern die Gäste erfreuten. Für die musikalische Umrahmung sorgten die vielfach ausgezeichneten jungen Musikerinnen von der Jugendblaskapelle Buttenheim.

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung sprach der Zimmerermeister Alwin Engert den traditionellen Richtspruch. Zahlreiche Buttenheimer ließen es sich nicht nehmen den Rohbau ihres neuen Rathauses ausführlich zu besichtigen. Der Architekt und Mitglieder der Rathausverwaltung erläuterten das Raumprogramm und insbesondere der Sitzungssaal unter dem Dach wurde begutachtet. Die im Moment noch sichtbare Dachkonstruktion konnte ausgiebig bestaunt werden.

Die Verwaltung plant den Umzug für den Sommer 2018 und dann sollte alles fertig sein. Am 3. 0ktober 2018 ist die offizielle Inbetriebnahme und Segnung des Gebäudes vorgesehen. Bürgermeister Karmann dankte in diesem Zusammenhang noch einmal besonders den Nachbarn für ihr Verständnis über die Unannehmlichkeiten und den Lärm während der
Bauphase.
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