Kemmern
Tradition

Das neue "36 Kreisla" ist da

Auch das vierte Landkreisbier verspricht ein Renner zu werden. In Kemmern wurde es jetzt eingebraut.
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In den Sudkessel wird Landrat Johann Kalb gleich den Hopfen einstreuen. Fotos: Joseph Beck
In den Sudkessel wird Landrat Johann Kalb gleich den Hopfen einstreuen. Fotos: Joseph Beck
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Das vierte Landkreisbier wurde anlässlich der 1000-Jahr-Feiern Kemmerns in der dortigen Brauerei Wagner eingebraut. Eingebunden sind aber auch die Wagner-Brauereien aus Merkendorf und Oberhaid. Hubert und Tobias Wagner aus Kemmern, Günter Wagner aus Merkendorf und Klaus Wagner-Bendner aus Oberhaid hatten sich schon im Mai getroffen, um die Rezeptur für das Landkreisbier 2017 zu besprechen. Nach dem Märzen, dem Bock und dem Hellen der Vorgänger sollte es ein Vollbier sein. Das wie seine Vorgänger "36 Kreisla" genannte Bier soll nach Landrat Johann Kalb (CSU) die Vielfalt der Biere aus dem Bamberger Land unterstreichen. Einzigartig ist es, weil es als Gemeinschaftssud von den drei "Wagner-Brauereien" gebraut wird.

Zum Einbrauen trafen sich deshalb die Braumeister, Landrat Kalb, Kemmerns Zweiter Bürgermeister Hans-Dieter Ruß sowie die Presse-, Fernseh- und Radiovertreter im Brauhaus in Kemmern. Dort stellte Braumeister Herbert Wagner die einzelnen Zutaten vor. Die Gerste stammt aus Oberhaid und wurde zu Malz verarbeitet, der Hopfen aus Kemmern und Spalt und das Wasser aus der eigenen Quelle "Peter und Paul" in Kemmern. "Es sind also alles regionale Produkte", so Landrat Kalb. "Bier aus dem Bamberger Land, das ist Tradition, Kultur und ein Wirtschaftsfaktor, dass es so kein zweites Mal auf der Welt gibt", fuhr Kalb stolz fort.

Dann streute er symbolisch ein Körbchen Hopfen in den Sudkessel und goss später einen Becher mit Merkendorfer Hefe dazu. Nun muss nach dem Brauen und Abfüllen des Sud das Bier im Gärkeller fünf Tage kühl bei acht Grad gären, um nach nochmaligem Umfüllen noch sechs Wochen zu lagern, damit es den vollen Geschmack und die richtige Reife erhält.

Durch Zufall kam später noch der Appendorfer Wirt und Brauer Edmund Fösel, der 95 Jahre alt ist, zu dem Termin. "Mit ihm und dem ebenfalls anwesenden Seniorchef Georg Wagner wären schon zwei Braumeister gefunden", scherzte der Landrat, "um im nächsten Jahr ein ,Seniorenbier' des Landkreises zu kreieren." Den dritten Mann zu finden, dürfte für Fachgebietsleiter Harald Krug vom Landratsamt kein Problem sein.


Anstich am 30. September

Der traditionelle Anstich des neuen Landkreisbieres wird am 30. September im Gasthof des Bauernmuseums in Frensdorf erfolgen. Ansonsten ist das neue "36 Kreisla" nur in den drei erwähnten Gastwirtschaften zu genießen und käuflich erhältlich. Das Vollbier soll 13,6 Prozent Stammwürze haben, 5,5 bis 6 Prozent Alkohol und im ersten Sud wurden 35 Hektoliter gebraut. Die Brauer wünschen sich, dass es jedem schmeckt und jeder es gerne trinkt. Der weitere Wunsch strahlte vom Bild am Brauhaus: "Hopfen und Malz, Gott erhalt's!"
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