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Schwertransport

Bamberg: Schwertransport mit Zugwaggon rollte über den Berliner Ring

Die Bahn überlässt dem Ausbildungszentrum der Bundespolizei zu Übungszwecken einen Doppelstockwaggon. Am Mittwochabend rollte der Transport durch die Stadt.
Über eine Schienenrampe wurde der Waggon auf den Tieflader gezogen.Fotos: Hans Kurz
 
von HANS KURZ
Wenn Anfang September 800 neue Polizeischüler in das Ausbildungszentrum der Bundespolizei in Bamberg einrücken, wird ihnen ein ungewöhnliches Trainingsgerät zur Verfügung stehen: ein 46 Tonnen schwerer und fast 27 Meter langer doppelstöckiger Waggon der Bahn. Der Waggon wurde am Mittwochmittag am Bahnhof Bamberg vom äußersten Gleis an der Brennerstraße auf einen Spezial-Tieflader verladen.


Berliner Ring zeitweise gesperrt

Am Abend soll der insgesamt 110 Tonnen schwere Schwertransport ab etwa 20 Uhr über die Brennerstraße, die Zollnerstraße und den Berliner Ring zum Ausbildungszentrum in den ehemaligen Warner Barracks rollen. Um die Zufahrt zum Gelände nahmen zu können, musste der Berliner Ring zeitweise gesperrt werden, damit der Tieflader ihn entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung unterwegs war. Der Transport auf der Straße soll nicht länger als eine Stunde dauern. Besondere Schwierigkeiten seien auf der Strecke nicht zu abzusehen, meinte Torsten Malt, Leiter des Bahn-Tochterunternehmens DB Sicherheit.
Die Deutsche Bahn überlässt den Doppelstockwaggon der Bundespolizei zu einem symbolischen Preis. Wie Bahnsprecher Anton Knapp erklärte, ist der Waggon nicht mehr für den Reisezugverkehr fahrtauglich und wurde bereits vor zwei Jahren stillgelegt. Für seinen neuen Verwendungszweck wurde er jedoch äußerlich noch mal auf Vordermann gebracht.


Hooligans und andere Randalierer verursachen Millionenschäden in Zügen

Von dem Geschäft sollen Bahn und Bundespolizei - die unter anderem für die Sicherheit in Zügen, an Bahnhöfen und entlang aller Bahnstrecken zuständig ist - gleichermaßen profitieren. "Der Schutz vor Angriffen im und auf den Bahnverkehr ist eine unserer Hauptaufgaben", betont Rolf Glück, Pressesprecher des Bamberger Ausbildungszentrum. Mit dem Waggon auf dem Ausbildungsgelände bestehe die Möglichkeit, unter realistischen Bedingungen Einsätze in Zügen zu trainieren.

Neben der normalen Streifentätigkeit im Zug sei das vor allem das Vorgehen gegen randalierende Gruppen. Durch den Vandalismus, meist im Umfeld von Fußballspielen und Demonstrationen entstünden der Bahn durch die Zerstörung von Inneneinrichtungen jährlich Schäden in Millionenhöhe. Während der Fußballsaison komme es praktisch jedes Wochenende irgendwo zu solchem Vandalismus. "In einem gemischt besetzten Zug mit normalen Fahrgästen, friedlichen Fans und Randalierern ist es oft schwierig die Gruppen zu trennen", erklärt Glück. Da sei es sehr hilfreich, solche Situationen mit Statisten in echter Umgebung üben zu können.


Zusammenarbeit von Bahn und Polizei schon beim Verladen

Um das Übungsgerät von der Schiene auf die Straße zu bekommen, arbeiteten am Mittwoch Bahn und Polizei bereits Hand in Hand zusammen. Neben Mitarbeitern der Spezialfirma aus Schwäbisch Hall halfen Mitarbeiter der Bahntochter DB Sicherheit und der Technischen Einsatzhundertschaft der Bundespolizei aus Sankt Augustin bei Bonn beim Verladen des Doppelstockwaggons. Über eine vor Ort gemeinsam aufgebaute Schienenrampe wurde der Waggon mittels Seilwinde auf den Tieflader gezogen. Der Schwertransporter war zuvor mit Stahlstreben zwischen Zugmaschine und Auflieger mit lenkbaren Achsen entsprechend verlängert worden.
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