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Region  // Bamberg

Eröffnung

Zauberhaftes im Schlossgarten

Nach einem Jahr Planung und zwei Jahren intensiver Bautätigkeit wurde der Startschuss für die neue Musikinstrumentenwerkstatt mit Seminarraum in Schloss Wernsdorf gegeben.
Andreas Spindler (links) zeigt Staatsministerin Melanie Huml und MdL Heinrich Rudrof, wie die Zauberharfe gespielt wird. Fotos: Andrea Spörlein
 
von ANDREA SPÖRLEIN
Stilgerecht entstand im Garten des Schlosses eine Art Orangeriegebäude, mit einem einladenden Seminarbereich, der Platz für bis zu 20 Personen bietet. Die Eröffnung erfolgte durch Staatsministerin Melanie Huml (CSU), die zusammen mit dem stellvertretenden Landrat Johann Pfister (BBL), MdL Heinrich Rudrof (CSU) und Strullendorfs Bürgermeister Wolfgang Desel (CSU) gekommen war. Sie würdigte das innovative und einmalige Pilotprojekt und dankte Wolfgang Spindler und seiner Familie für die mittlerweile 15-jährige Arbeit mit an Krebs erkranken Kindern durch den Bau einer Zauberharfe. Rund 600 Familien konnte man damit einen besonderen Tag und eine Zauberharfe schenken.

Bisher fanden die Kurse immer direkt in den Kliniken oder den dazugehörigen Elternhäusern statt. Anke Spindler, ausgebildete Musikpädagogin und von Anfang an dabei, erzählt gerne über die "heitere, lebensfrohe Stimmung bei den Baukursen" und den "Kindern, die so ehrgeizig sind, obwohl sie so krank sind". Mit dem Bau der Musikinstrumentenwerkstatt mit Seminarraum ist es nun möglich, dieses Projekt auf die Kinder und ihre Familien auszuweiten, die sich nach dem Krankenhausaufenthalt in der Reha-Phase befinden.

Für Torsten Langer, Projektleiter des bundesweiten Nachsorgeprojektes Less und Leiter der Kinderonkologie der Uniklinik Lübeck, ist das Projekt Musikinstrumentenbau mit krebskranken Kindern "im deutschsprachigen Raum einzigartig und hat einen Pilotcharakter für die gesamte Bundesrepublik". Langer weiter: "Das gemeinsame Bauen eines Musikinstrumentes und das Musizieren ist für die Stabilisierung des Familiengefüges betroffener Familien sehr wichtig und hilft möglichen Folgeerkrankungen vorzubeugen".

Die Werkstatt wurde nach den modernsten technischen Anforderungen geplant und ausgeführt. So sind nur einheimische Hölzer verwendet und auf Imprägnierungen, Lacke, Lösungsmittel gänzlich verzichtet worden. Wo es nicht anders ging ergänzte man den Werkstoff Holz durch Glas, Metall und Stein.


Die Spindels packen an

Dazu kam eine permanente Wärmeversorgung durch Geothermie, Hohlziegelwände isolieren und speichern die Wärme, lassen aber den Feuchtigkeitsaustausch zu und ein LED-Beleuchtung, die den Stromverbrauch drastisch reduziert. Rund 400 000 Euro Kosten sind dabei entstanden. Der Anteil des Seminarbereichs liegt bei etwa 150 000 Euro. Dabei wurden die Eigenleistungen der Familie Spindler mit rund 1400 Arbeitsstunden nicht berücksichtigt. Zuschüsse kamen von der der Stiftung Sternstunden des Bayerischen Rundfunk und von der Bayerischen Landesstiftung.

Pro Familienbaukurs entstehen Kosten für Material und Zubehör von rund 2000 bis 2600 Euro. Jedoch ist man im Hause Spindler sehr stolz darauf, dass alle Kurse durch Spenden, Kurspaten und mit Hilfe von Stiftungen, unter anderem der Madeleine Schickedanz Kinderkrebsstiftung, komplett finanziert werden können.
Ab kommendem Frühjahr werden die ersten Kinder mit ihren Eltern erwartet. Es ist schön, wenn sie mit ihrer Zauberharfe, dann auch einen "zauberhaften Tag" in Schloss Wernsdorf mit nach Hause nehmen können.







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