Bamberg
Haftbefehl

Verdacht der Vergewaltigung: Haftbefehl gegen Chefarzt in Bamberg

Gegen einen 45-jährigen Chefarzt des Klinikums Bamberg ist am Freitag Haftbefehl ergangen. Er steht im Verdacht, eine Frau vergewaltigt zu haben.
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Gegen einen 45-jährigen Chefarzt des Klinikums Bamberg ist am Freitag Haftbefehl ergangen. Er steht im Verdacht, eine Frau vergewaltigt zu haben. Foto: Archiv
Gegen einen 45-jährigen Chefarzt des Klinikums Bamberg ist am Freitag Haftbefehl ergangen. Er steht im Verdacht, eine Frau vergewaltigt zu haben. Foto: Archiv
Schwerer Vorwurf gegen Mediziner in Oberfranken: Gegen einen 45-jährigen Chefarzt des Klinikums Bamberg ist am Freitagnachmittag Haftbefehl erlassen worden. Der Mann steht im Verdacht, im Dezember 2016 eine Frau vergewaltigt zu haben.

Wie die Polizei am Freitag mitteilt, soll der Arzt laut bisherigen Erkenntnissen eine Frau gedrängt haben, ihn oral zu befriedigen - gegen ihren ausdrücklichen Willen.

Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg zur Aufklärung des Tatvorwurfs laufen weiterhin auf Hochtouren. Polizei und Staatsanwaltschaft betonen in ihrer Mitteilung, dass die Ermittlungen noch längere Zeit in Anspruch nehmen werden und daher bis auf weiteres keine weiteren Auskünfte erteilt werden.


Chefarzt in Bamberg: Verdacht der Vergewaltigung

Am Dienstag hatte die Bamberger Klinik zunächst nur berichtet, dass der Chefarzt freigestellt sei und ein Hausverbot erhalten habe. Grund sollen die Beschwerden mehrere Mitarbeiterinnen gewesen sein. Der freigestellte Chefarzt hatte seine Kündigung am 31. Dezember eingereicht, zum 31. Januar endet das Arbeitsverhältnis laut Sozialstiftung nun "einvernehmlich".

Im Laufe der Woche verschärfte sich der Verdacht gegen den 45-Jährigen. "Wenn es aus Sicht der Sozialstiftung nach erster Einschätzung einen klaren Straftatbestand gegeben hätte, hätten wir selbst Anzeige erstattet", hatte noch am Freitagmorgen ein Sprecher der Sozialstiftung gesagt. Stattdessen habe sich der Klinikträger für arbeitsrechtliche Schritte entschieden. Angestoßen durch die Medienberichte ermittelt die Staatsanwaltschaft seit Mittwoch gegen den Mann .

In Bamberg hatte es bereits einen Skandal um einen Chefarzt gegeben. Im Oktober war dieser wegen Vergewaltigung und weiterer Vergehen zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Bamberg sah es als erwiesen an, dass der Mediziner zwölf Frauen - darunter Patientinnen - betäubt und damit willenlos gemacht hatte. Seine Verteidiger legten allerdings Revision ein, der Mann hatte die Vorwürfe stets bestritten. jgö/dvd/dpa
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