Randale

Unbekannter randaliert in Bordell in Bamberg und verteilt stinkende Flüssigkeit

In der Nacht zum Dienstag hat ein Unbekannter in einem Bordell in Bamberg randaliert und eine stinkende Flüssigkeit verteilt.
Feuerwehr-Einsatzkräfte mussten die Räume lüften.  Foto: News5/Merzbach
 
von DANIELA DEEG SABINE CHRISTOFZIK
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gegen 0.30 Uhr hat ein Unbekannter in einer Bordellwohnung am Laubanger in Bamberg randaliert. Das erklärte die Polizei gegenüber inFranken.de.

Nach ersten Erkenntnissen schlug der Täter zunächst ein Fenster ein. Anschließend trat er noch zwei Zimmertüren auf und verschüttete eine Flüssigkeit in den Räumen der Wohnung.

Alle anwesenden Damen konnten sich ins Freie begeben. Verletzt wurde bei dem Angriff niemand. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr lüfteten im Anschluss die Wohnung. Der entstandene Sachschaden liegt bei etwa 2.000 Euro.
Der unbekannte Täter ergriff nach der Randale die Flucht. Nach ihm wird gesucht.

Zeugen, die in der Nacht zum Mittwoch verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Straße "Laubanger" wahrgenommen haben, werden gebeten, sich unter der Tel.-Nr. 0951/9129-491 bei der Kriminalpolizei Bamberg zu melden.

Ob es sich bei der stinkenden Flüssigkeit um Buttersäure oder eine andere Substanz handelte, werde noch ermittelt, informierte die Pressestelle des Polizeipräsidiums in Bayreuth auf Nachfrage. Über Hintergründe und Motivation der Tat sei noch nichts bekannt.


Im Rotlichtmillieu nichts Seltenes

Buttersäure-Anschläge sind im Rotlichtmillieu nichts Seltenes. Es gibt sogar Firmen, die sich auf die Beseitigung der Folgen solcher Taten spezialisiert haben. Abgesehen vom Gestank nach Erbrochenem und ranziger Butter kann die ätzende Butansäure (so der eigentliche Name) beim Einatmen oder beim Hautkontakt gesundheitliche Probleme hervorrufen.

Wer keine Stubenfliege oder Zecke ist (ihr dient der Geruch von Buttersäure - die auch der menschliche Körper in geringen Mengen produziert - zum Auffinden ihrer "Blutlieferanten") wendet sich mit Grausen. Selbst in geringen Spuren ist der Mief noch penetrant. Deshalb wird die farblose Flüssigkeit auch zur Vergrämung von Maulwürfen und Wühlmäusen eingesetzt.

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