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Kriminalität

Überfall auf Möbelhaus in Hirschaid: Was wir wissen und was nicht

Zwei Männer haben Samstagabend eine Kassiererin gefesselt und sind mit einer beträchtlichen Summe Bargeld geflüchtet. Die Polizei sucht dringend Zeugen.
Am Tag nach dem Überfall ist in Hirschaid kaum mehr etwas davon zu sehen. In welchem der beiden Möbelhäuser - Neubert (im Bild) oder Mömax - das Geld geraubt wurde, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht beantworten. Foto: Barbara Herbst
 
von BERTRAM WAGNER ANNA LIENHARDT
Es sind die kompletten Tageseinnahmen, die die Vermummten gestohlen haben. Wie viel Geld das tatsächlich ist, darüber schweigt sich Dominik Salosnig von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken aus. Doch er deutet an: Es sei eine "beträchtliche" Summe an Bargeld gewesen.

Die Beute stammt aus einem Überfall auf "das Haupthaus eines Möbelgeschäftes" in der Industriestraße in Hirschaid. Ob es sich um Mömax oder Neubert handelt, war der Polizei nicht zu entlocken. Da die Rede vom "Haupthaus" ist, handelt es sich vermutlich um letztgenanntes. Dort saß laut Polizei am Samstagabend eine 48-jährige Mitarbeiterin alleine im Büro und zählte die Einnahmen der Kasse.

Gegen 19.30 Uhr standen plötzlich zwei Vermummte, die sich Zutritt zu den Geschäftsräumen verschafft hatten, vor der Frau. Die beiden Täter bedrängten die Mitarbeiterin und fesselten sie. Die Männer schnappten sich das Bargeld und hauten ab. Wie sie in das Gebäude gelangt waren, konnte bislang nicht geklärt werden. Die Mitarbeiterin blieb bei dem Überfall unverletzt.


Polizeihubschrauber war im Einsatz

Eine sofort eingeleitete Großfahndung der Polizei, bei der auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, verlief vorerst ergebnislos. Wie der Präsidiums-Sprecher am Sonntag erläuterte, sei die Kripo noch den ganzen Tag mit Tatortarbeit beschäftigt gewesen. Nähere Informationen wollte er aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht herausgeben.

Bei den Hirschaidern selbst herrschte zunächst Verwirrung, was der Hubschraubereinsatz am späten Abend zu bedeuten hatte. Viele erfuhren erst über das Internet, was vorgefallen war. So waren gut 20 Stunden nach dem Möbelhaus-Überfall einzig zwei Hirschaiderinnen vor Ort anzutreffen, die es sich in der strahlenden Herbstsonne auf den Gartenmöbeln vor dem Haupteingang bequem machten.

Die Damen, die in Hirschaid-Ost zuhause sind, hatten kein Hubschrauber-Geräusch oder Polizei-Aufgebot bemerkt. Dass etwas vorgefallen war, hatten sie erst über die sozialen Medien am Sonntagvormittag erfahren. Auf Facebook fragte zum Beispiel ein Nutzer in einer Gruppe mit rund 2600 Mitgliedern, ob jemand etwas über einen "Helikopter ziemlich tief über Altendorf, Buttenheim und Hirschaid" wisse. Zunächst wurde über eine Bombendrohung in einem Hotel spekuliert, dann kamen die ersten Meldungen des Überfalls.

Rund um den Tatort selbst verbreiteten sich die Informationen nur bruchstückhaft. Die Kassiererin in der benachbarten Tankstelle beispielsweise bekam noch am Abend der Tat von Kunden berichtet, dass die Polizei mit Spürhunden unterwegs sei.

Die Mitarbeiterin eines Schnellrestaurants dagegen gab an, nichts Ungewöhnliches in Tatortnähe bemerkt zu haben. Die Nachrichten sickerten auch hier erst Sonntagfrüh durch. Im Möbelhaus selbst war am Sonntag niemand zu erreichen.


Zeugenaufruf der Polizei

Die Täter waren bei dem Überfall dunkel gekleidet und maskiert. Das Fachkommissariat der Kripo Bamberg hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

- Wer hat am Samstagabend, gegen 19.30 Uhr, Wahrnehmungen im Bereich der Industriestraße in Hirschaid gemacht?

- Wem sind am Samstagabend verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Hirschaid aufgefallen?

- Wer kann sonstige Hinweise zur Tat oder zu den Tätern geben?
Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0951/9129-491 bei der Kriminalpolizei Bamberg zu melden.

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