Tschirn
Jubiläum

Tschirner Schützen feiern am Wochenende

Die Schützengesellschaft gibt es seit 90 Jahren. Nachwuchssorgen sind im Moment kein großes Thema: Zehn Jugendliche trainieren in der Jugendgruppe.
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Die Schützen in Tschirn betreiben derzeit eine intensive Jugendarbeit. Die zehn Jugendlichen werden von Tatjana und Daniel Daum betreut und beraten. Im Bild beim Üben (von links) Nils Grüdl, Lea Punzelt und Selina Daum.  Foto: Michael Wunder
Die Schützen in Tschirn betreiben derzeit eine intensive Jugendarbeit. Die zehn Jugendlichen werden von Tatjana und Daniel Daum betreut und beraten. Im Bild beim Üben (von links) Nils Grüdl, Lea Punzelt und Selina Daum. Foto: Michael Wunder
Die Schützengesellschaft Tschirn feiert mit ihrem Schützenfest am Wochenende ihr 90. Jubiläum. Wie der Vorsitzende Wolfgang Punzelt in seinem Grußwort in der Festschrift schreibt, gehören die Schützenfeste in Tschirn schon lange zur Tradition. Darüber hinaus nimmt der Verein einen festen Platz im Dorfleben ein.

Damit dies so bleibt hat man sich, insbesondere in jüngster Vergangenheit, einer intensiven Jugendarbeit verschrieben. Die Zweite Vorsitzende Tatjana Daum und ihr Mann, Jugendleiter Daniel Daum, kümmern sich intensiv um den Nachwuchs. Seit fünf Jahren gibt es die Jugendgruppe, die derzeit mit zehn Nachwuchsschützen die Vereinsarbeit belebt. Jeden zweiten Samstag wird im Saal der Gaststätte Köcher eine Trainingseinheit absolviert. Dazu gehören auch Gleichgewichts- und Konzentrationsübungen.

Dabei ist Lea Punzelt mit neun Jahren die jüngste die zum Luftgewehr greift. Bereits mit sechs Jahren hat sie angefangen und bis jetzt mit dem "aufliegenden Schießen" geprobt. "Lea hat in den letzten Jahren nur bei einen Training wegen Urlaub gefehlt", merkt ihre Trainerin Tatjana Daum lobend an. "Mir macht das Schießen großen Spaß, auch wenn ich dabei immer noch auflegen muss", meinte die Schülerin.

1927 entschlossen sich in Tschirn 17 Bürger, einen Schützenverein aus der Taufe zu heben. Es wurde ein Schützenhaus mit Schießstand errichtet. Vergleichsschießen fanden vorwiegend mit Vereinen aus den benachbarten Gemeinden Grumbach, Wurzbach oder Lehesten (alle Thüringen) statt.

Noch lange nach dem Krieg ruhte der Vereinsbetrieb. Erst Ende der 60er-Jahre wurde mit den Schützenbrüdern in Nordhalben wieder der Schießbetrieb aufgenommen.

Man baute anschließend im Saal der Gaststätte "Frankenwald" Luftgewehrstände ein und nahm mit bescheidenen Mitteln den Schießbetrieb wieder auf. Nach der Teilnahme an Rundenwettkämpfen in den kommenden Jahren wurde der Verein 1970 ins Vereinsregister eingetragen.

Im gleichen Jahr wurde die Schießanlage erneuert und eingeweiht. Fünf Jahre später erfolgte der Umzug ins Gasthaus "Zum Büttner", wo man noch heute bei der Familie Köcher zu Gast ist.
Einer der größten Mannschaftserfolge war der Gewinn des Gaupokals 1986.


Das Festprogramm

Am heutigen Samstag werden ab 17 Uhr die Jungschützenkönigin Lea Punzelt und Schützenkönig Johannes Ströhlein mit der Blaskapelle Edelweiß abgeholt. Ab 20 Uhr spielt im Festzelt im Park die Gruppe "Top 2".
Der Sonntag beginnt um 8.15 Uhr mit der Kirchenparade und anschließendem Festgottesdienst. Ab 13.30 Uhr finden für Schüler und Jugendliche Schießwettbewerbe im Park statt.

Um 17.30 Uhr werden die Schützen mit ihren Königen vom Vereinslokal abgeholt und ins Festzelt begleitet. Dort finden ab 18 Uhr Ehrungen und Preisverleihungen statt. Landrat Klaus Löffler wird als Schirmherr auch den neuen Schützenkönig proklamieren.
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